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Angespannte Lage am Ölmarkt: OPEC ringt um Einigung

Von Swissquote LtdMarktüberblick09.04.2020 09:21
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Angespannte Lage am Ölmarkt: OPEC ringt um Einigung
Von Swissquote Ltd   |  09.04.2020 09:21
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Die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), ihre Partner sowie weitere Förderländer beraten am Donnerstag per Videokonferenz über eine Stabilisierung des Ölpreises. Er ist in den vergangenen Wochen stark gefallen, zeitweise auf den tiefsten Stand seit 18 Jahren. Gründe sind die geringe Nachfrage nach dem Rohstoff weltweit wegen der Coronavirus-Krise und ein Preiskrieg zwischen Russland und Saudi-Arabien. Auf dem Tisch liegt ein Vorschlag des russischen Präsidenten Wladimir Putin, die Förderung um die gewaltige Menge von zehn Millionen Barrel pro Tag zu senken (ein Barrel sind 159 Liter). Russland ist eines der grössten Förderländer der Welt und stark abhängig von den Einnahmen aus dem Ölexport. Am Ölmarkt hatten sich die Preise am Vortag erholt, nachdem insbesondere die Sorte WTI zuletzt abverkauft worden war. Öl-Aktien könnten sich am Donnerstag kräftig erholen, heisst es bei Marktbeobachtern. Sie bekommen nun Schützenhilfe aus Saudi-Arabien. Laut mehreren Quellen steigt ein saudi-arabischer Wealth-Fonds massiv in europäische Öl-Aktien ein. Er habe etwa 1 Milliarde Dollar in die Aktien von Total (PA:TOTF), Royal Dutch Shell (DE:RDSa), Eni und Equinor investiert.

Aktien Schweiz

Der SMI verlor 0,9 Prozent auf 9.432 Punkte. Die EU-Finanzminister haben es bislang nicht geschafft eine Einigung über die Finanzierung eines Hilfspakets zu erzielen. Vielmehr wurden die Verhandlungen erst einmal auf Donnerstag verschoben. Daneben gibt es weiterhin Anzeichen dafür, dass die Pandemie in Europa ihren Höhepunkt erreicht haben könnte. Die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute sehen Deutschland dieses Jahr wegen der Corona-Krise aber in einer schweren Rezession, rechnen für 2021 jedoch wieder mit einer kräftigen Erholung. Unter Abgabedruck standen vor allem konjunktursensible Aktien. So gaben bei den Finanzwerten UBS (SIX:UBSG) 2,4 Prozent nach, für Credit Suisse (SIX:CSGN) ging es um 1,9 Prozent nach unten. ABB (SIX:ABBN) büssten 2,3 Prozent ein. Givaudan verloren 1,9 Prozent. Der Duft- und Aromenhersteller konnte sich dem negativen Sentiment nicht entziehen, obwohl der Konzern im ersten Quartal ein solides Umsatzwachstum in allen Segmenten und Regionen verzeichnet hatte. Swisscom (SIX:SCMN) gaben 4,9 Prozent ab, allerdings wurde die Aktie ex Dividende (22,00 Franken) gehandelt. 

Aktien international

Europa

Europas Börsen haben am Mittwoch etwas niedriger geschlossen. Das mit Spannung erwartete Treffen der EU-Finanzminister ist ergebnislos auf Donnerstag verschoben worden. Der DAX verlor 0,2 Prozent auf 10.333, wobei für die Abgaben auch Gewinnmitnahmen verantwortlich gewesen sein dürften. Für den Euro-Stoxx-50 ging es 0,2 Prozent auf 2.851 nach unten. Am Anleihemarkt stieg der Spread zwischen italienischen und deutschen Staatsanleihen zeitweise trotz zuletzt intensiver EZB-Käufe italienischer Papiere nach dem Eurogruppentreffen zeitweise auf über 2 Prozent. Trotz schwächerer Produktionszahlen im ersten Quartal ging es für OMV (DE:OMVV) kräftig um 3,6 Prozent nach oben. Der Konzern hat eine Verschärfung des Sparkurses in Aussicht gestellt. Tesco (LON:TSCO) verloren 0,6 Prozent nach Zahlen. Im Handel wurde auf steigende Kosten verwiesen. Ahold schlossen nach ordentlichen Zahlen unverändert. Deutsche Post (DE:DPWGn) schlossen dagegen 2,1 Prozent im Minus. Deutsche Bank (DE:DBKGn) verloren 2,8 Prozent. Commerzbank (DE:CBKG) gaben gleich 4,1 Prozent nach. Die geplante Veräusserung der polnischen Tochter M-Bank scheint wegen der Coronavirus-Krise ins Stocken geraten zu sein.

USA

Die Wall Street hat am Mittwoch nach den leichten Verlusten am Vortag mit Gewinnen geschlossen. Gestützt wurde das Sentiment von der Hoffnung, dass die lähmenden Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie in den USA früher als erwartet zurückgenommen werden können. Die sich schnell verändernde Nachrichtenlage um die Corona-Pandemie sorgte indessen erneut für Bewegung. Der Dow-Jones-Index stieg um 3,4 Prozent auf 23.434 Punkte. Der S&P-500 schloss ebenfalls 3,4 Prozent höher bei 2.750 Punkten, während der Nasdaq-Composite 2,6 Prozent zulegte auf 8.091 Punkte. Die Aktien von Levi Strauss (NYSE:LEVI) machten einen Sprung um 9,3 Prozent nach oben, nachdem der Jeans-Hersteller mit dem Umsatz seines ersten Geschäftsquartals die Erwartungen übertroffen hatte. Pinterest (NYSE:PINS) kletterten um 11,8 Prozent nach oben. Der Betreiber der gleichnamigen Online-Pinnwand hatte mit seinen vorläufigen Umsatz- und Nutzerzahlen im ersten Quartal die Erwartungen übertroffen. Disney (NYSE:DIS) fielen um 0,2 Prozent. Twitter verbesserten sich um 8,8 Prozent. Die Burger-Kette Mcdonald's hatte den Ausblick auf das laufende Jahr wegen der Corona-Krise zurückgezogen, sieht sich aber ausreichend mit Liquidität versorgt. Die Aktie legte 1,1 Prozent zu.

Asien

An den Börsen in Ostasien und Australien überwiegen am Donnerstag die positiven Vorzeichen, nachdem die US-Aktienmärkte am Mittwoch deutlich im Plus geschlossen haben. Getragen wurde der Anstieg an der Wall Street von Hoffnungen, dass die USA die Massnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie früher als erwartet aufheben und so der Wirtschaft die baldige Rückkehr zur Normalität ermöglichen könnten. In Asien berichten Händler vielerorts von vergleichsweise zurückhaltendem Handel vor dem Osterwochenende. Am Karfreitag bleiben die Börsen in Australien und Hongkong, aber auch in den USA und vielen europäischen Ländern geschlossen. Und auch am Ostermontag ruht der Handel noch an vielen Aktienmärkten.

Anleihen

Die als vermeintlich sichere Anlage geltenden US-Anleihen waren nicht gefragt und setzen ihre Abwärtsbewegung fort. Die Rendite der zehnjährigen Staatsanleihen stieg mit sinkenden Notierungen um 3,9 Basispunkte auf 0,75 Prozent.

Analysen

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UBS senkt Arcelormittal-Ziel auf 13 (14) EUR - Buy
Warburg senkt Einhell-Ziel auf 81 (86) EUR - Buy

Erstellt von MBI Martin Brückner Infosource GmbH & Co. KG im Auftrag von Swissquote. Alle Informationen wurden mit journalistischer Sorgfalt erarbeitet. Für Verzögerungen und Irrtümer wird keine Haftung übernommen.

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