Leonardo-Aktie: Jetzt Kauf? Analysten sehen Potenzial
Laut dem Median verschiedener Nowcasts wird erwartet, dass die US-Wirtschaftsleistung im dritten Quartal nachlässt – allerdings nicht so stark, dass eine Rezession befürchtet werden müsste.
Für den Zeitraum von Juli bis September liegt die Prognose bei einem annualisierten Wachstum von 2,1 %. Damit fällt der Anstieg deutlich schwächer aus als die 3,3 % im zweiten Quartal. Das Bureau of Economic Analysis, die Statistikbehörde des US-Handelsministeriums, wird seinen Bericht zum BIP des zweiten Quartals am 30. Oktober veröffentlichen.

Der aktuelle Median der Q3-Nowcasts zeigt sich im Vergleich zu den jüngsten Schätzungen weitgehend stabil und ist nur leicht gesunken gegenüber der am 4. September veröffentlichten 2,2 %-Nowcast.
Zwar dürfte die US-Wirtschaft im dritten Quartal etwas an Schwung verlieren, das Rezessionsrisiko wird für diesen Zeitraum jedoch weiterhin als gering eingeschätzt. Ab dem vierten Quartal rechnen viele Beobachter allerdings mit stärkerem Gegenwind.
Morningstar.com fasst die Einschätzungen mehrerer Ökonomen so zusammen: „Ein sich rasch abkühlender Arbeitsmarkt lässt bei Marktbeobachtern die Alarmglocken schrillen.“
Tiffany Wilding, Ökonomin bei Pimco, warnt: „Die Rezessionsrisiken nehmen zu.“ Zwar rechnet sie nicht mit einer massiven Abschwächung, betont aber, dass die Wirtschaft inzwischen „anfälliger für jede Art von negativem Schock“ sei.
Samuel Tombs, Chefökonom USA bei Pantheon Macroeconomics, ergänzt: „Die Zölle schmerzen sicherlich, aber sie sind nicht schlimm genug, um uns in eine Rezession zu stürzen.“
Ryan Sweet, Chief Economist USA bei Oxford Economics, sieht den Arbeitsmarkt heute „anfälliger in dieser Phase des Aufschwungs als je zuvor“. Auch er glaubt, dass die USA eine Rezession vermeiden können, warnt aber vor einer zunehmenden Verlangsamung, vor allem durch den Druck am Arbeitsmarkt.
Deutlich pessimistischer sind die Ökonomen der UBS: Sie schätzen die Wahrscheinlichkeit einer Rezession in diesem Jahr auf 93 %. Auch Mark Zandi, Chefökonom von Moody’s, schlägt in diese Kerbe und spricht von einer „unangenehm hohen“ Wahrscheinlichkeit eines Abschwungs in den kommenden zwölf Monaten.
Das alles mag zutreffen – doch wann immer die nächste vom NBER offiziell definierte Rezession auch beginnt, spricht vieles dafür, dass das dritte Quartal noch nicht der Auftakt zur Schrumpfung sein wird.
