Top-Thema
Der chinesische Autohersteller Baic hat sich einen beträchtlichen Anteil am Partner Daimler (DE:DAIGn) gesichert. Wie beide Unternehmen mitteilten, hat sich die Beijing Automotive Group mit rund 5 Prozent an dem DAX-Konzern beteiligt. "Wir möchten diese Allianz (DE:ALVG) durch eine Beteiligung an Daimler weiter stärken", wird Baic-Chairman Heyi Xu in der Mitteilung zitiert. "Mit diesem Schritt bringen wir zudem unsere Unterstützung für den Vorstand und die Strategie von Daimler zum Ausdruck." Die Beteiligung von rund 5 Prozent hat auf Basis der Daimler-Marktbewertung ein Volumen von rund 2,4 Milliarden Euro. In Stuttgart zeigte man sich erfreut über die Beteiligung: "Wir begrüssen es sehr, dass unser langjähriger Partner Baic nun auch ein langfristig orientierter Investor von Daimler ist", sagte Daimler-CEO Ola Källenius. Dieser Schritt festige die Partnerschaft und sei ein Vertrauenssignal in die Strategie und das Zukunftspotenzial des Unternehmens. Daimler und Baic verbindet seit 2003 eine strategische Partnerschaft. Die Unternehmen arbeiten in Produktion, Forschung und Entwicklung sowie im Vertrieb von Pkw, Vans und Lkw zusammen. Im Jahr 2013 beteiligte sich Daimler an der Baic-Tochter Baic Motor und hält derzeit 9,55 Prozent der Anteile. Nach dem überraschenden Einstieg des Baic-Wettbewerbers Geely (HK:0175) hatte der Stuttgarter Konzern die Bedeutung der Partnerschaft mit Baic betont.
Aktien Schweiz
Mit einem leichten Plus hat der Aktienmarkt in der Schweiz am Dienstag den Handel beendet. Gestützt wurde das Sentiment vor allem von den Bankenwerten. Hier stiegen die Aktien der UBS (SIX:UBSG) nach besser als erwartet ausgefallenen Ergebnissen um 2,6 Prozent und waren Tagesgewinner im SMI. Die Bank profitierte von einem starken Asset Management und einem soliden Privat- und Firmenkundengeschäft. Sowohl im Wealth Management als auch im Investmentbanking verdiente die Bank dagegen weniger. Die Papiere der Credit Suisse (SIX:CSGN) erhöhten sich um 2,5 Prozent. Die Bank wird am Mittwoch nächster Woche die Ergebnisse für das zweite Quartal vorlegen. Der SMI gewann 0,4 Prozent auf 9.965 Punkte. Im Tageshoch war der Index bis knapp an die 10.000er-Marke geklettert. Unter den 20 SMI-Werten standen sich 14 Kursgewinner und sechs -verlierer gegenüber. Umgesetzt wurden 57,89 (zuvor: 38,99) Millionen Aktien. Die Logitech-Aktie gewann 4,8 Prozent. Für Kühne & Nagel ging es nach Zahlenausweis für das zweite Quartal um 3,7 Prozent aufwärts. Roche (SIX:RO) verloren gegen den Trend 0,2 Prozent
Aktien international
Europa
Ein Run in konjunkturabhängige Aktien hat Europas Börsen am Dienstag nach oben getrieben. Der DAX mit seinen Autowerten und Zulieferern stieg um 1,6 Prozent auf 12.491 Punkte, angeführt von Conti, die trotz einer Gewinnwarnung an der Spitze der Gewinnerliste standen. Der weniger zyklische Euro-Stoxx-50 zog um 1,2 Prozent auf 3.533 Punkte an. Händler hatten gleich ein ganzes Bündel an Gründen für die neu erwachte Risikobereitschaft parat: Conti ging es um 6,3 Prozent nach oben. Ganz überraschend kam die Gewinnwarnung offensichtlich nicht - Analysten hatten den alten Ausblick bereits ambitioniert genannt. Der europäische Stoxx-Index der Autohersteller und der Autozulieferer schoss um 4 Prozent nach oben. Gestützt wurde die Stimmung für die Branche auch von starken Geschäftszahlen des Zulieferes Faurecia, für dessen Titel es um 11,5 Prozent nach oben ging. BMW (DE:BMWG) legten um 3,8 Prozent zu. Das Pfund konnte sich leicht erholen, nachdem es in den vergangenen Wochen im Vorgriff auf die Ernennung von Boris Johnson zum neuen britischen Regierungschef bereits deutlich nachgegeben hatte.
USA
Überzeugende Quartalszahlen und Hoffnungen auf Fortschritte in den stockenden Handelsgesprächen zwischen den USA und China haben der Wall Street am Dienstag zu Gewinnen verholfen. Mit einem Bericht, wonach die Verhandlungen am kommenden Montag fortgesetzt werden sollen, bauten die Indizes im Verlauf ihre Gewinne aus. Dazu kam die Einigung im US-Haushaltsstreit. Und auch die Hoffnung auf eine lockere Geldpolitik zu beiden Seiten des Atlantiks stützte das Sentiment. Der Dow-Jones-Index verbesserte sich um 0,7 Prozent auf 27.349 Punkte. Der S&P-500 legte um 0,7 Prozent auf 3.005 Punkte zu und der Nasdaq-Composite stieg um 0,6 Prozent auf 8.251 Punkte. Dabei gab es 1.950 (Montag: 1.380) Kursgewinner und 1.030 (1.538) -verlierer, unverändert schlossen 67 (139) Titel. Bei den Unternehmen, die Bilanzzahlen vorgelegt haben, verbesserten sich die Papiere von Coca-Cola (NYSE:KO) um 6,1 Prozent und waren damit grösster Dow-Gewinner. Der Industriekonzern United Technologies hat mit dem operativen Ergebnis im zweiten Quartal die Prognosen übertroffen und zudem den Jahresausblick angehoben. Die Titel verbesserten sich um 1,5 Prozent.
Asien
Überwiegend aufwärts geht es mit den Aktien an den ostasiatischen und australischen Börsenplätzen am Mittwoch. Befeuert werden die Märkte neben den günstigen US-Vorgaben vor allem von frischer Zuversicht im chinesisch-amerikanischen Handelsstreit. Denn aus den USA werden laut Wall-Street-Journal-Berichten Handelsbeauftragter Robert Lightizer und Finanzminister Steven Mnuchin am Montag nach Schanghai zu hochrangigen Handelsgesprächen fahren.
Anleihen
Am Rentenmarkt gaben die Notierungen nach. Die Rendite zehnjähriger Papiere verbesserte sich um 2,1 Basispunkte auf 2,07 Prozent und stieg auf den höchsten Stand seit einer Woche. Händler verwiesen zur Begründung vor allem auf die Fortsetzung der Handelsgespräche. Dazu sei die Einigung im Haushaltsstreit gekommen.
Analysen
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