Wöchentliche Analyse und Empfehlungen:
Crude beendete die Woche beim Wochentief bei 103,80, während Brent Öl im Wochenverlauf die $ 111 Marke unterschritt um am Freitag die Woche bei 110,75 zu beenden. Die Abwärtsbewegungen bei Crude und Brent dürften hauptsächlich auf die gesteigerte Produktionsmenge in Libyen zurückzuführen sein. Händler verwiesen auf sich abschwächende geopolitische Risiken. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete am späten Nachmittag 110,66 US-Dollar. Das waren 34 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI fiel um 32 Cent auf 103,74 Dollar.
Händler sprachen von einem ruhigen Wochenausklang. In den USA blieben die Märkte am Freitag wegen eines Bankfeiertags (“Independence Day”) geschlossen. Auch in der Eurozone wurden keine wichtigen Daten veröffentlicht. Die Krisen im Irak und in Libyen hätten sich zuletzt etwas beruhigt, so dass Sorgen vor Angebotsengpässen gesunken seien, sagten Händler.
Der US Dollar Index, welcher den Wert des US-Dollars gegen einen Währungskorb von sechs Leitwährungen vergleicht, stieg 0,10% um für 80,34 Dollar gehandelt zu werden.
In einer Kundeninformation der Uninted Overseas Bank in Singapur hieß es: „Die Angst vor Lieferengpässen beginnt nachzulassen nachdem Libyen die Ölkrise für beendet erklärte.“ Bereits am Mittwoch begannen die Preise für Crude zu fallen, nachdem der libysche Premierminister Abdullah Al-Thani verkündete, dass die öffentliche Hand nach einem Übergriff von Rebellen wieder die Kontrolle über die Export-Terminals erlangte.
Die Ölproduktion des OPEC-Mitglieds Libyen war während mehrer Jahre begrenzt, was darauf zurückzuführen war dass Rebellen Export-Terminals unter ihre Kontrolle brachten. Aktuell exportiert Libyen etwa 320.000 Barrels am Tag. Diese Menge stellt etwa ein Fünftel der üblichen Produktionsmenge des Landes dar.
Die Preise wurden im Wochenverlauf durch Nachrichten aus Asien gestützt, denen zufolge die Auftragseingänge der produzierenden Industrie in China und Japan im Juni weiter anstiegen.
Die U.S. Arbeitsmarktdaten zeigten dass die U.S. Wirtschaft im Juni 288.000 neue Arbeitsplätze schaffen konnte, Analysten erwarteten im Konsensus 215.000 neue Jobs. Die Arbeitslosenquote nahm im gleichen Zeitraum von 6,3 Prozent auf 6,1 Prozent ab.