DAX:
Am Ende des ersten Monats in 2021 liegt der DAX in der "Wertentwicklung laufendes Jahr" wieder im Minus. Der Wochenverlust der abgelaufenen KW 4 betrug dabei stattliche 3,18 % und führte den Index somit unter jene 13719 Punke zurück, die Start- und Ausgangspunkt für das neue Jahr waren. Die Schwankungsbreite der just abgelaufenen Woche lag zwischen 13946 und 13310 Punkten. Und mit der am Freitag erneut zu verzeichnenden Abgabeneigung im späten Handel ist der DAX der Untergrenze schon wieder bedrohlich nahe. Das noch frische, neue Allzeithoch bei 14132 Punkten vom 08. Januar erscheint damit schon wieder weit entfernt, wie also soll es weitergehen?
Bei 13498 trifft bzw. traf der Index auf ein kleines Hilfsretracement (76-%-Level der Aufwärtswelle seit 11450 und Ende Oktober). Die sog. Minimumkorrektur (62%) läge darunter bei 13107 Punkten. Über 50 % (12790) oder gar 38 % (12474) mag ich hier noch nicht sprechen. Dennoch ist der DAX hier und heute einmal mehr um einen Fehlausbruch reicher. Der Rückfall unter das alte Allzeithoch bei 13795 Punkten von vor einem Jahr ebenso wie unter jene 13719 als Jahresstartwert lässt die Börsenampel jedenfalls erst einmal wieder von grün auf gelb springen. Im Tageschart ist dabei u.a. die 50-Tage-Durchschnittslinie bei 13543 dazu passend unterboten. Eine Korrektur läuft also, hat aber eben auch bereits gut 800 Punkte vom vorausgegangenen Hoch hinter sich gebracht, was auch nicht vergessen werden sollte. Insgesamt ist der DAX damit wieder im - manchmal wilden - Fahrwasser seiner Bewegungen unterhalb der seit Jahren und Tagen deckelnden Widerstandslinien um 13600 und erst Recht 13800 Punkten.
Ein Rückfall gen 13 K darf bzw. muss einkalkuliert bleiben, stellt aber vermutlich dann eine denkbar gute "Kaufgelegenheit 2021" dar. Die 200-Tage-Linien EMA-200 und SMA-200 indes wären erst darunter bei 12876 und 12639 anzutreffen. Auf Tagesbasis herrscht nun bereits wieder eine hinreichende Überverkauft-Situation vor, so dass man auch wieder mit Zwischenanstiegen rechnen darf. Der Blick auf den MACD des Wochencharts jedoch mahnt zur Vorsicht und spricht nicht für neue Allzeithochs in naher Zukunft. Gleiches gilt für ein "High Pole Warning" im P&F-Chart. Saisonal gesehen bildet der DAX in US-Nachwahljahren sein Jahrestief im späteren Februar aus und wäre dann ab April bereit für neue Highs. Das bleibt spannend, wird vielleicht "noch spannender"...
Auch hier bildete sich erst einmal ein Top aus. Die 50-Tage-Glättung ist unter 30318 ebenfalls gerade unterschritten. Es ist ein Gap im Tageschart bei ca. 28500 Indexpunkten nicht zu übersehen, wo dann auch brauchbarer Support vorliegt. Das mag dann durchaus in 2021 auch einmal dorthin gehen, im Marktverhalten der letzten Tage sind das ja eher Marktschwankungen von 2-3 Tagen. Sehr guter Support im Wochenchart liegt zuvor bereits bei 29,6 K, 29,2 K und 29.000 Punkten vor.
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