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Schweizer Wirtschaft unter ständigem Druck (von Arnaud Masset)
Der reale Schweizer Einzelhandelsumsatz fiel im Mai 1,6% im Jahresvergleich, während die Zahl aus dem Vormonat auf -2,2% nach unten revidiert wurde, nach ersten Schätzungen von -1,9%, so die FSO-Daten. Die Umsätze sind seit August 2015 beständig gefallen, und dieser Trend scheint sich in den letzten Monaten beschleunigt zu haben. Auch wenn die düsteren globalen Wirtschaftsprognosen und die Auswirkungen des starken Schweizer Franken die Hauptauslöser dafür gewesen sein könnten, so könnte auch das nicht sehr günstige Frühlingswetter dazu beigetragen haben, dass die Verbraucher mit der Geldausgabe zurückhaltend waren. Die kombinierten Auswirkungen der globalen Unsicherheit und der starke Schweizer Franken machen die Schweiz ebenfalls für Ausländer wenig attraktiv, was zu einem bestimmten Ausmaß den Einzelhandelsumsatz auch belastet haben dürfte.
Das I-Tüpfelchen ist nun noch, dass der Schweizer PMI für das verarbeitende Gewerbe im Juni auf 51,6 gefallen ist (von 55,8 im Mai) und damit die Erwartungen von 55,3 nicht erfüllen konnte. Die schwache Zahl wird begleitet von einem Einbruch bei der Produktionskomponente, die von 57,2 im Mai auf 53,8 gefallen ist und des Kaufvolumens, das von 60,2 auf 51,1 eingebrochen ist. Zuletzt ist die Preiskomponente von 51,9 im Mai auf 46,8 im Juni eingebrochen. Insgesamt zeigte der Bericht, dass das Schweizer verarbeitende Gewerbe stark unter der Aussicht einer möglichen Auflösung der Europäischen Union und der Wiedereinführung von Zöllen leiden würde. Auch wenn sich reale Auswirkungen des Brexit bisher noch nicht gezeigt haben, so hatte er doch bereits wesentliche Auswirkungen auf das Geschäft und das Geschäftsvertrauen. Unsicherheit hat das Geschäft noch nie angeregt.
Auf Währungsseite hat der Schweizer Franken nicht auf die Nachrichten reagiert, denn der EUR/CHF handelt weiter um 1,0830 seitwärts. Die Anfang der Woche veröffentlichten Daten zeigten, dass die SNB im Wert von ca. 5 Mrd. CHF am Devisenmarkt interveniert hat. Wir gehen davon aus, dass die Sichteinlagen zeigen werden, dass die SNB auch in der letzten Juniwoche interveniert hat, um das Währungspaar zu stabilisieren. Der EUR/CHF wird jedoch weiter auf die Brexit-Entwicklungen reagieren, doch da die Unsicherheiten einen langfristigen Zeithorizont haben, sollten die kurzfristigen Auswirkungen weniger bedeutsam sein.
Japan: Daten weiter schwach (von Yann Quelenn)
Der USD/JPY ist in der Nacht unter 102 gegenüber dem Greenback gefallen, da die US-Treasuries fielen, die auch den Dollar nach unten drückten, wenngleich einige wichtige japanische Daten, die in der Nacht veröffentlicht wurden, schwach ausgefallen sind. Der National CPI und der Tokyo CPI sind auf annualisierter Basis weiter negativ, belastet durch Nahrungsmittel und Energie. Das BoJ-Ziel zur Inflation scheint in immer weiter erreichbare Ferne zu rücken.
Die Verbraucherausgaben fallen weiter, auch wenn es am Arbeitsmarkt besser aussieht, und auch die Gesamthaushaltsausgaben sind im Mai von -0,4% vor einem Monat auf -1,1% gefallen. Das Vertrauen der Hersteller aus der Tankan-Umfrage liegt mehr oder weniger im Einklang mit den alten Berichten. Die Umfrage wurde jedoch bereits vor den Brexit-Ergebnissen abgeschlossen.
Am 10. Juli finden die Wahlen zum japanischen Oberhaus des Parlamentes statt. Erste Umfrage zeigen, dass Abe seine Mehrheit behalten dürfte. Das Vertrauen in die Abenomics scheint weiter vorzuherrschen. Aber wir denken dennoch, dass sein Versuch zur Ankurbelung der Wirtschaft scheitern sollte. Es gibt zu wenig Wachstum und keine Inflation in Japan. Währungstechnisch: Der USD/JPY sollte weiter unter Druck bleiben, da wir bei der nächsten BoJ-Sitzung am 28 Juli weitere Anreize erwarten.
EURUSD Der EUR/USD handelt unterschiedlich. Eine Stundenunterstützung liegt bei 1,0913 (Tief vom 24. 6. 2016), und ein Stundenwiderstand zeigt sich bei 1,1155 (Hoch vom 30. 6. 2016). Ein stärkerer Widerstand liegt bei 1,1479 (Hoch vom 6. 5. 2016). Deutliche Bewegungen können nicht ausgeschlossen werden, da noch immer viel Ungewissheit über die Anlagenkurse im Markt ist. Langfristig unterstützt die technische Struktur eine sehr langfristige bärische Tendenz, so lange der Widerstand bei 1,1714 (Hoch vom 24. 8. 2015) hält. Seit Anfang 2015 handelt das Paar bereichsgebunden. Starke Unterstützung findet sich bei 1,0458 (Tief vom 16. 3. 2015). Doch seit dem letzten Dezember deutet die derzeitige technische Struktur auf einen allmählichen Anstieg hin.
GBPUSD Der GBP/USD hat seine kurzfristige bullische Erholung beendet und bewegt sich wieder nach unten. Eine Stundenunterstützung zeigt sich bei 1,3121 (Tief vom 27. 6. 2016) und ein Stundenwiderstand zeigt sich bei 1,3534 (Hoch vom 29. 6. 2016). Die Unsicherheit bestimmt das Marktgeschehen. Erwarten Sie weitere Seitwärtsbewegungen. Das langfristig technische Muster ist negativ und spricht für einen weiteren Rückgang, so lange die Kurse unterhalb des Widerstands von 1,5340/64 verharren (Tief vom 4. 11. 2015, achten Sie auch auf die 200er DMA). Die Schlüsselunterstützung bei 1,3503 (Tief vom 23. 1. 2009) wurde gebrochen, und das Paar bewegt sich jetzt auf seinem niedrigsten Stand seit 31 Jahren.
USDJPY Der USD/JPY kann zulegen, wenn auch langsam. Die mittelfristige technische Struktur deutet weiter auf einen zweiten Rückgang nach unten hin. Stundenunterstützungen liegen bei 101,41 (Tief vom 27. 6. 2016) und bei 99,02 (Tief vom 24. 6. 2016), und ein Stundenwiderstand liegt bei 103,39 (Hoch vom 1. 7. 2016). Erwarten Sie kurzfristig weitere Festigung. Langfristig favorisieren wir eine bärische Tendenz. Eine Unterstützung zeigt sich jetzt bei 96,57 (Tief vom 10. 8. 2013). Ein allmählicher Anstieg in Richtung des Hauptwiderstands bei 135,15 (Hoch vom 1. 2. 2002) scheint nun völlig unwahrscheinlich. Erwarten Sie weiteren Rückgang bis zur Unterstützung bei 93,79 (Tief vom 13. 6. 2013).
USDCHF Die Aufwärtsbewegung des USD/CHF hat nachgelassen. Ein Stundenwiderstand zeigt sich bei 0,9837 (Hoch vom 28. 6. 2016). Eine Stundenunterstützung liegt bei 0,9648 (Tief vom 24. 6. 2016). Ein Bruch des Widerstand bei 0,9837 ist nötig, um eine Trendumkehr zu bestätigen. Langfristig handelt das Paar seit 2011 noch immer bereichsgebunden, trotz der Aufregungen, nachdem die SNB die CHF-Bindung an den EUR aufgehoben hatte. Eine Schlüsselunterstützung findet sich bei 0,8986 (Tief vom 30. 1. 2015). Die technische Struktur deutet seit letztem Dezember auf eine langfristig bullische Tendenz hin.
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