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Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1220 (07.11 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1198 im asiatischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 119.85. In der Folge notiert EUR/JPY bei 134.45. EUR/CHF oszilliert bei 1.0345.
Bezüglich der Wahlen in Großbritannien gab es eine ausgeprägte Sorge, dass es zu einer politischen Lähmung mangels klarer Mehrheiten kommen könnte. Diese Sorge ist mit dem voraussichtlichen Wahlergebnis bereinigt.
Bei den Wahlen in Großbritannien kann die konservative Partei der BBC zufolge aller Voraussicht nach auf eine eigene Mehrheit bei Abstimmungen hoffen. Die Konservativen kämen auf 325 der 650 Sitze im Parlament, berichtete die BBC. Da die Sinn Fein Partei ihre 4 Sitze im Parlament nicht wahrnimmt, haben die Konservativen damit faktisch die Mehrheit. Die Labour-Partei kommt demnach auf 239 Sitze, die schottischen Nationalisten werden drittstärkste Kraft mit 58 Mandaten.
Dieses Wahlergebnis ist zunächst bezüglich der Handlungsfähigkeit der britischen Regierung zu begrüßen. Soweit – so gut! Damit steht aber auch fest, dass Herr Cameron die Abstimmung über die EU-Mitgliedschaft des Vereinigten Königreichs abhalten lassen muss – er steht im Wort! Dahinter steht ein partielles Existenzrisiko des UK sowohl politisch als auch ökonomisch.
Hier kommt beispielsweise Schottland ins Spiel. Kommt es zum Austritt des UK, wird es wohl auch zum Austritt Schottlands aus dem UK kommen. Ergo darf der Finanzmarkt das GBP aktuell (kurzfristig) höher bewerten.Die Probleme des UK sind weder politisch noch strukturell gelöst worden.
Strukturell haben die britischen Regierungen seit 2009 nicht nachhaltig geliefert. Der Finanzmarkt fokussiert sich wie vor 2008 auf das ansehnliche Wachstum, ohne zu hinterfragen auf welcher Basis es stattfindet?
Ist der Konsum getrieben aus der Einkommensentwicklung (in Kontinentaleuropa ist es so!) oder ist er getrieben von Neuverschuldung? Basiert das Wachstum des UK auch auf öffentlichen Haushaltsdefiziten in Höhe von voraussichtlich 5,5% - 6% des BIP im Gegensatz zu der Eurozone von 2,0% - 2,5% des BIP? Die Lernkurven der Finanz- und Wirtschaftsexperten als auch Medien bezüglich der erschütternden Krise 2088/2009 sind offenbar äußerst unausgeprägt (Quantität versus Qualität!). Dafür ein freundliches „Chapeau“ aus der Hansestadt Bremen!
Es ist schon erstaunlich, dass es seitens der Federal Reserve immer wieder Töne bezüglich einer Zinswende gibt. Fakt ist, dass sich aus Sicht der Federal Reserve als auch der US-Regierung, der US-Finanzmedien und ihrer europäischer Mitläufer ein vollkommen unerwarteter Konjunktureinbruch ergibt. Fakt ist, dass sich derzeit der schwächste Wachstumspfad der US-Wirtschaft seit circa sechs Jahren ergibt, wenn man den Daten der Federal Reserve Atlanta (1. und 2. Quartal 2015, 0,2% und 0,8% annualisiert) folgt.
Fakt ist, dass es Aufgabe der Federal Reserve ist, für Wachstum und Beschäftigung neben der Preisstabilität zu sorgen (anders als die EZB, die nur auf das Preisstabilitätsziel und Marktfunktionalität verpflichtet ist). Fakt ist, dass die Strukturdaten der US-Wirtschaft (z.B. Verschuldung zu Einkommen) prekärer als 2008 vor der Lehman-Krise sind.
Ja, Herr Evans und Sie wollen Potential für eine US-Zinswende sehen, ohne die US-Konjunktur vollkommen abzuwürgen, die vom Konsum bestimmt ist? Sie wollen eine Zinswende implementieren vor der schwächsten Konjunkturlage seit Mitte 2009? Viel Erfolg!
Die EZB darf sich freuen, dass in der Eurozone ab 2009/2010 Strukturreformen umgesetzt wurden. Die Ernte wird derzeit eingefahren. Die EZB und der Mainstream dürfen seit 15 Monaten ihre Wachstumsprognosen nach oben revidieren und über die Gesundung der öffentlichen Haushalte, die schneller als prognostiziert voranschreitet, fröhlich erstaunt sein.
Gut die Wiedererlangung der Konkurrenzfähigkeit der Reformländer war schmerzhaft. Die Anpassungen der internen Preisniveaus hatten einen deflationären (aber nicht extrapolierbaren!) Einfluss. Offensichtlich sah man sich ob dieser Entwicklung gekoppelt mit niedrigen Rohstoffpreisen (exogener Faktor) gezwungen, von einer Deflationsgefahr zu reden. In der Folge wurde der Eurozone Niedrigstzins und QE verordnet. War das smart?
Wir sind hier sehr erfreut, dass es offensichtlich zu rationalen Erörterungen dieses Themas kommt. Dazu Herr Mersch: Das Anleiheankaufprogramm der EZB hat die Gefahr einer Deflation in der Eurozone aus der Welt geschafft behauptet Herr Mersch. "Diejenigen, die darauf gewettet haben, dass Europa eine Deflation erlebt, haben ihre Wette verloren", sagte das EZB-Ratsmitglied. Zugleich betonte er, dass Programm funktioniere besser als erwartet. Wir empfehlen einen deutlich verfrühten Ausstieg aus diesem Politikansatz – zu viel Kosmetik, zu wenig Struktur würde Aristoteles sagen ….
Vom US-Arbeitsmarkt erhalten wir zunehmend divergierende Signale:Die Arbeitslosenerstanträge bewegen sich auf dem tiefsten Punkte seit dem Jahr 2000. Das sollte erfreuen. In der Berichtswoche per 2. Mai kam es zu einem unwesentlichen Anstieg von 262.000 auf 265.000. Wir führen diese entspannenden Signale auf zwei Faktoren zurück, die einen historischen Vergleich förmlich verbieten. Die Partizipationsrate am US-Arbeitsmarkt steht nicht wie 2000 bei circa 67% sondern bei 62,7%. Außerdem haben viele Arbeitslose die Anspruchsgrundlagen dieses Programms mittlerweile verloren.
Die im Challenger Report veröffentlichten angekündigten Massenentlassungen bieten eine Zukunftsaussage. Hier waren die gestern veröffentlichten Daten prekär. Per April kam es zu einem Anstieg der Anzahl der betroffenen Jobs von zuvor 36.600 auf 61.600. Damit wurde der höchste Wert seit Mai 2012 markiert! Im Monatsvergleich lag der Zuwachs bei 68,3%. Im Jahresvergleich kam es zu einem Anstieg um 52,8%.
Wir freuen uns auf den heutigen Arbeitsmarktbericht aus den USA. Leider ist dieser Bericht bei Konjunkturwenden im höchsten Maße ungeeignet, sinnvolle Informationen zu liefern, da die Ermittlung der Daten auf Umfragen beruht, die dann auf Basis der Erfahrungen der letzten Jahre hochgerechnet werden. Da die letzten Jahre konjunkturell gut waren, ist die Matrix, mit der extrapoliert wird, nicht angemessen, denn wir sind seit Mitte des vierten Quartals 2014 mit einer massiven Trübung der US-Konjunktur konfrontiert. Dennoch sind wir sportlich gespannt, was uns aus den USA als neueste Marketingmaßnahme erwartet.
Aktuell ergibt sich ein Szenario, das den Euro gegenüber dem USD favorisiert. Ein Unterschreiten des Unterstützungsniveaus bei 1.0950 – 1.0980 neutralisiert den positiiven Bias.
Viel Erfolg!
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