Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1229 (08.00 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1205 im amerikanischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 109.86. In der Folge notiert EUR-JPY bei 123.36. EUR-CHF oszilliert bei 1.1112.
Die Aussichten auf höhere US-Zinsen halten weiter an und dominieren die Märkte. Weitere Äußerungen schnüren die Erwartungen. US-Notenbanker Eric Rosengren sagte der „Financial Times“ heute, dass die Bedingungen für höhere Zinsen im Großen und Ganzen inzwischen nahezu erfüllt seien. Er unterstütze eine straffere Geldpolitik, da Wirtschafts- und Finanzindikationen positiv sein. Unsere Meinung zu den US-Frühindikatoren und zur Datenqualität haben wir im letzten Forex Report geäußert. Wir bleiben skeptisch…
Im Vergleich zu den amerikanischen Notenbankern kamen am Freitag ganz andere Töne von der EZB. Demnach halten EZB-Ratsmitglieder eine Zinssenkung derzeit für nicht notwendig. EZB-Direktor Benoit Coeure sagte, dass ein Strafzins im Prinzip möglich sei, aber es derzeit keine Pläne dafür gebe. Auch der slowakische Notenbankchef Jozef Makuch plädierte für eine Politik der ruhigen Hand. Die Anwendung konventioneller Mittel sei schon fast ausgeschöpft. Falls es nötig werden sollte, müsste sich die EZB auf unorthodoxe Methoden fokussieren. Diese Aussagen wurden auch von dem litauischen EZB-Ratsmitglied Vitas Vasiliauskas unterstützt. Die EZB könnte auf neue Anlageklassen zurückgreifen.
Kommen wir zu den amerikanischen Daten vom Freitag. Die Verkäufe bestehender USHäuser war im April höher als von Marktexperten erwartet. Demnach sind die Veräußerungen von Eigenheimen in den USA im vergangenen Monat annualisiert mit 5,45 Millionen und einem Plus von +1,7 Prozent gestiegen. Die Prognosen lagen bei 5,41 Millionen. Der Durchschnittspreis für Häuser stieg dabei um 6,7 Prozent zum vergangenen Monat auf 232.000 US Dollar, der Bestand unverkaufter Häuser liegt bei 4,7 Monatsangeboten.
Aus Japan erreichten uns heute die schwachen Daten zur Handelsbilanz. Demnach belastet der stärker Yen und eine schwache Nachfrage aus China den Außenhandel Japans. Die Ausfuhren fielen im Vergleich zum vergangenen Jahr um 10,1 Prozent. Dies bedeutet den siebten Rückgang in Folge. Die Prognosen hatten schon mit einem Rückgang von -9,9 Prozent gerechnet.
Die Importe brachen sogar um 23,3 Prozent ein und damit deutlich schwächer als prognostiziert. Erwartet wurde ein Minus von 14,9 Prozent.
Deutlich rückläufig waren die Exporte nach China, anderen asiatischen Ländern sowie den USA. Die Ausfuhren in die Europäische Union konnten hingegen steigen.
Eine zügige Trendwende können wir hier nicht erwarten, da die Exportaufträge im Mai so stark fielen, wie seit Dezember 2012 nicht mehr. Bei der Markit/Nikkei Manufacturing PMI Umfragen fiel der Wert im April von 48,2 auf 47,6.
Aktuell ergibt sich ein Szenario, das eine neutrale Haltung in der Parität EUR-USD favorisiert. Ein Ausbruch aus der Bandbreite 1.0800 – 1.1350 eröffnet neue Opportunitäten.
Viel Erfolg!
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