Leonardo-Aktie: Jetzt Kauf? Analysten sehen Potenzial
85 % der S&P 500-Unternehmen haben in diesem Quartal die Gewinnprognosen übertroffen – wir erleben damit die stärkste Berichtssaison seit 2021.
1. Mini-Crash beim Goldkurs: Ende des Bullenmarktes?
Der Goldpreis fiel am Dienstag um mehr als 6 % und verzeichnete damit den stärksten Tagesrückgang seit über zwölf Jahren. Die diesjährige Rekordrallye, die durch die traditionelle Kaufsaison rund um das indische Diwali-Fest angetrieben worden war, kehrte sich damit abrupt um. Nachdem der Preis am Montag ein Allzeithoch von 4.381,52 USD pro Feinunze erreicht hatte, rutschte er am darauffolgenden Tag um 6,3 % auf 4.082,03 USD ab – eine Bewegung, die vielerorts als längst überfällige Korrektur gewertet wurde.
Das Ausmaß dieses Rückgangs ist bemerkenswert: Mit einer Standardabweichung von 4,46 (Sigma) handelt es sich um ein äußerst seltenes Ereignis. Statistisch betrachtet sollte eine derart starke Bewegung unter normalen Marktbedingungen nur etwa einmal alle 240.000 Handelstage auftreten.
Goldman Sachs brachte es treffend auf den Punkt: „Die plausibelste Erklärung für die größte prozentuale Bewegung seit zehn Jahren ist schlicht die Positionierung – und der Umstand, dass der Preis neun Wochen in Folge gestiegen war. Die Einfachheit des ETF-Handels für kurzfristige Transaktionen hat sich dabei deutlich gezeigt: Zum Handelsschluss am Dienstag entfielen 8 % des gesamten nominalen Volumens börsennotierter US-ETFs auf GLD – der höchste Anteil, der in unseren Datensätzen je erfasst wurde. Die ETF-Flows waren heute (wenig überraschend) klar verkaufsgetrieben.“

2. Das langfristige Argument für Gold
Der aktuelle langfristige Bullenmarkt bei Gold verläuft stärker als jener zu Beginn der 2000er Jahre, liegt jedoch noch unter dem historischen Aufwärtstrend der 1970er Jahre.
Die beiden letzten großen Goldbullenmärkte erreichten ihre Hochpunkte jeweils in Phasen wirtschaftlicher Unsicherheit:
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Januar 1980: am Höhepunkt der Sorgen über eine anhaltende Stagflation
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September 2011: kurz nach der Herabstufung der USA durch S&P
Der aktuelle Zyklus ähnelt in seiner Dynamik eher der Entwicklung von 2011 als jener von 1980. Die Geschichte wiederholt sich nicht – aber sie reimt sich oft.

Quelle: @3F_Research, Warren Pies
3. Die US-Berichtssaison übertrifft die Erwartungen auf breiter Front
Die laufende US-Berichtssaison zeigt sich bislang von ihrer stärksten Seite seit 2021. Rund 85 % der S&P 500-Unternehmen, die ihre Zahlen für das dritte Quartal vorgelegt haben, konnten die Gewinnprognosen übertreffen – ein außergewöhnlich hoher Anteil, der die robuste Ertragslage der US-Unternehmen unterstreicht.

4. Steigende Angst vor einer KI-Blase
Rekordverdächtige 33 % der Fondsmanager sehen derzeit eine durch Künstliche Intelligenz ausgelöste Aktienblase als das größte Tail-Risiko für die Märkte.
Der Begriff Tail-Risiko beschreibt seltene, aber einschneidende Ereignisse, die zu abrupten Marktverlusten führen und sowohl Bewertungen als auch die Anlegerstimmung nachhaltig verändern können.

5. Der Kundenboom von Interactive Broker
Interactive Brokers (NASDAQ:IBKR) ist womöglich eine der am meisten unterschätzten Wachstumsgeschichten des vergangenen Jahrzehnts. Seit 2012 hat sich die Gesamtzahl der Kundenkonten nahezu verzwanzigfacht.
Im jüngsten Quartal meldete das Unternehmen eine operative Marge von 79 % (!) – ein außergewöhnlicher Wert, der die Effizienz und Skalierbarkeit des Geschäftsmodells unterstreicht. Kaum ein anderes Unternehmen weltweit kann mit derart hohen Gewinnspannen aufwarten.

Quelle: Fiscal.ai (ehemals FinChat) @fiscal_ai
6. Gehebelte ETFs: Parabolisches Wachstum

Der Boom bei gehebelten ETFs gewinnt weiter an Dynamik. Bei der SEC liegen inzwischen Anträge für neue Produkte mit einer drei- oder sogar fünffachen Hebelung vor. Das in gehebelten und inversen ETFs verwaltete Vermögen hat sich seit 2023 verdoppelt und einen neuen Rekordstand erreicht.
7. Steht eine Rotation von Gold zu Bitcoin bevor?
Nach Berechnungen von Bitwise könnte bereits eine Umschichtung von nur 5 % des in Gold investierten Kapitals in Bitcoin den BTC-Preis in Richtung 242.000 USD treiben.

