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Das vom Repräsentantenhaus verabschiedete Mega-Gesetz geht nun in die nächste Runde – die Debatte im Senat steht an.
Eine zentrale Frage für die Märkte ist dabei, ob und wie das Gesetz noch angepasst wird – vor allem im Hinblick auf die Prognosen, wonach es im Falle einer Verabschiedung das ohnehin schon hohe Defizit weiter erhöhen könnte. Genau das schürt Sorgen über steigende Inflation, da der Finanzierungsbedarf der Regierung wachsen würde.
Senator Ron Johnson (R-Wis.) brachte es so auf den Punkt: „Ich hoffe, dass wir jetzt anfangen, den Tatsachen ins Gesicht zu sehen. Ich weiß, dass jeder gerne nach Disneyland fahren möchte – wir können es uns aber einfach nicht leisten.“
Die britische BBC berichtet: „Derzeit beläuft sich das Defizit der USA – also die Lücke zwischen den Staatsausgaben und den Steuereinnahmen – auf 1,9 Bio. USD. Die im Gesetzentwurf von US-Präsident Trump vorgeschlagenen Steuersenkungen könnten das Defizit in den nächsten zehn Jahren um weitere 3,8 Bio. USD steigen lassen“, so das Congressional Budget Office, das für die Haushaltsanalysen des Kongresses zuständig ist.
Parallel dazu lohnt sich ein Blick auf drei wichtige Marktindikatoren, die in Echtzeit Hinweise auf die Inflationserwartungen geben:
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die Rendite der inflationsindexierten 5-jährigen US-Staatsanleihen
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die 5-Jahres-Breakeven-Inflationsrate
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die erwartete 5-Jahres-Inflation in fünf Jahren (5-Jahres-Forward-Inflation) in den USA
Alle drei haben zuletzt einen Aufwärtstrend gezeigt – bewegen sich historisch betrachtet aber immer noch im mittleren Bereich. Ein starker Ausbruch nach oben bei einem oder mehreren dieser Indikatoren wäre ein klares Signal dafür, dass ein ohnehin nervöser Markt sich zunehmend größere Sorgen um die Inflation macht.

„Auf lange Sicht bläht [das Ausgabengesetz] das Defizit weiter auf. Und das ist für den Markt keine gute Nachricht,“ sagt Jed Ellerbroek, Portfoliomanager bei Argent Capital Management. „Die Renditen steigen (ihre Preise fallen), weil Staatsanleihen zunehmend unattraktiv und weniger vertrauenswürdig wirken – unser Haushaltsdefizit bleibt auf Jahre hinaus extrem hoch, und es gibt keine Anzeichen für eine Rückkehr zur Normalität.“
Ob man Ellerbroeks Einschätzung teilt oder nicht – die Marktdaten geben ihm zumindest teilweise recht. Sollten die Inflationsindikatoren weiter steigen und frühere Höchststände erreichen, könnten sich die schlimmsten Befürchtungen bewahrheiten.
Vorerst liegt der Ball jedoch beim Senat.
