ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Deutliche Verluste - Iran-Unsicherheit hält an
Im August legte die Stimmung unter Kleinunternehmern leicht zu. Der NFIB Small Business Optimism Index stieg auf 100,8. Damit liegt er zwar über dem langfristigen Durchschnitt von 98, blieb aber knapp unter der Konsensschätzung von 101. Treiber war vor allem die bessere Verkaufserwartung: Netto 12 % der Unternehmer rechnen mit steigenden realen Absatzvolumen – sechs Punkte mehr als im Juli. Parallel dazu sank der Unsicherheitsindex um vier Punkte, was auf weniger Sorgen rund um Finanzierung und Investitionen hindeutet.
Auch die Einschätzung der allgemeinen Geschäftslage fiel freundlicher aus: 68 % der Unternehmer bewerteten die Bedingungen als „gut“ oder „exzellent“. Die Gewinntrends erreichten den höchsten Stand seit März 2023. Während weniger Firmen ihre Preise anhoben, gingen die Finanzierungskosten zurück. Der durchschnittliche kurzfristige Kreditzins fiel auf 8,1 % – der niedrigste Wert seit Mai 2023 und damit eine spürbare Entlastung für Kreditnehmer auf der Main Street.
Ganz ohne Herausforderungen geht es jedoch nicht. Die Qualität der Arbeitskräfte bleibt das größte Problem. 32 % der Unternehmen meldeten unbesetzte Stellen – der niedrigste Wert seit 2020, aber immer noch ein Signal für die schwierige Personalsuche, besonders in Bau und Fertigung.
Unterm Strich liefert die Umfrage Investoren ein positives Gegengewicht zu den allgemeinen Konjunktursorgen. Die Main Street blickt wieder etwas optimistischer nach vorn – auch wenn die verfehlte Erwartung und die anhaltenden Engpässe am Arbeitsmarkt die Euphorie dämpfen.

Vorläufige Überarbeitung der Payrolls sorgt für Ernüchterung
Das BLS hat am Dienstag seine vorläufige Schätzung zur jährlichen payrolls-Benchmark-Revision veröffentlicht. Demnach wurde das Beschäftigungswachstum für die zwölf Monate bis März um 911.000 Stellen zu hoch ausgewiesen. Diese Zahl sorgte sofort für Schlagzeilen – sollte aber mit Vorsicht betrachtet werden. Denn es handelt sich lediglich um eine erste Schätzung. Die endgültige Revision, die die monatlichen Daten von April 2024 bis März 2025 umfasst, erscheint erst im Februar 2026. Auffällig: In den vergangenen Jahren fiel die finale Anpassung meist geringer aus als die Vorabschätzung.
Das Verfahren selbst ist Routine. Jedes Jahr gleicht das BLS seine monatlichen Umfragen mit den umfassenderen Daten der staatlichen Arbeitslosenversicherung ab. Im September gibt es eine „Vorschau“, im Februar folgt die endgültige Anpassung. Zur Einordnung: Im vergangenen Jahr zeigte die Vorabschätzung einen Überhang von 818.000 Stellen, die finale Revision reduzierte diesen Wert auf 598.000.
Die entscheidende Frage: Hat der aktuelle Bericht Einfluss auf die Strategie der Fed? Kurz gesagt: nein. Schon bei Jackson Hole betonte Powell, dass solche Revisionen zu erwarten seien und Verwaltungsdaten bereits auf eine Korrektur hingedeutet hätten. Zudem bleibt die Arbeitslosenquote unverändert, da sie auf einer anderen Datengrundlage basiert. Und: Die Revision sagt nichts über die Entwicklung seit März aus. Konkret bedeutet das: Die Korrektur stützt zwar die Wahrscheinlichkeit einer Fed Zinssenkung in diesem Monat, dürfte die geldpolitische Ausrichtung aber nicht grundlegend verändern.


