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Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1759 (07.35 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1745 im europäischen Handel markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 109.48. In der Folge notiert EUR-JPY bei 128.73. EUR-CHF oszilliert bei 1.1386.
Die US-Regierung hat gegen zehn Einrichtungen und sechs Personen aus China und Russland Sanktionen wegen des Streits über das nordkoreanische Rüstungsprogramm verfügt. Ägypten wurden gestern die US-Finanzhilfen gestrichen.
Die jüngere Außenpolitik der USA war und ist konfrontativ via Sanktionspolitik oder Handelspolitik (auch gegen EU).
Diese Politik mag in den 60er, in den 70er, in den 80er oder in den 90 Jahren von Erfolg gekrönt gewesen sein.
Damals hatten die USA einen weitaus größeren Anteil an der Weltwirtschaft und waren strukturell ungleich gesünder und der Ruf der USA war weniger belastet als heute. Die USA waren auf vielen Feldern potent. Die aufstrebenden Länder waren unorganisiert.
Das hat sich alles dynamisch verändert. Die USA stehen gerade einmal noch für 16% des Welt-BIP (China circa 17%). Die Verschuldungslagen in den USA sind mindestens prekär.
Vor dem Hintergrund der öffentlich anvisierten Ziele war die US-Regime-Change Politik der letzten 16 Jahre ein Debakel, das die Frage aufwirft, in wie weit der Begriff Befreiung durch den so genannten Westen in der Welt der aufstrebenden Länder noch attraktiv ist oder sein kann.
Die jetzige Politik der USA mit Sanktionen nach Gutsherrenart, mit Ignoranz gegenüber geschlossenen Verträgen, mit der Kündigung des Klimaabkommens und mit angekündigter Ignoranz gegenüber WTO-Regeln stellt selbst die westlichen Freunde vor den Fragenkomplex, wie Vertrauen in die USA gewährleistet werden kann.
Wer nur „America first“ verlauten lässt, sagt eben auch, dass der Rest der Welt irrelevant ist. In wie weit das einer Diskriminierung gleich kommt, die mit westlichen Werten nun gleich gar nichts gemein hat, sei dahin gestellt.
Am Ende sind diese US-Maßnahmen Ausdruck vermeintlicher US-Stärke, die aber schlussendlich zu einer Selbstisolierung der USA führen und damit den Status der USA in der internationalen Gemeinschaft schwächen helfen.
Einmal mehr erscheinen auf dem Zielkatalog der USA kurzfristige Ziele erkennbar zu sein, deren mittel- und langfristige Folgen außer Acht gelassen werden.
Fakt ist, dass diese US-Politik den Rest der Welt zwingt, sich schneller von den USA zu emanzipieren. Das entspricht dann eben einer faktischen Selbstisolierung der USA.
Der deutsche ZEW-Sentimentindex enttäuschte den zweiten Monat in Folge. Per August kam es unerwartet zu einem deutlichen Rückgang von zuvor 17,5 auf 10,0 Punkte. Die Prognose lag bei 15 Zählern. Damit sank der Index seit Mai durchgehend ausgehend von 20,6 Punkten. Das Niveau ist nicht prekär, der Rückgang ist aber durchaus als substantiell zu klassifzieren.
Zu beachten ist, dass hier Finanzanalysten und nicht Vertreter der realen Wirtschaft befragt werden. Damit ist der Hintergrund der Bewertung nicht identisch.
Finanzanalysten achten mehr auf die Geräusche der Finanzmärkte und deren Volatilität. In der Phase Mai/Juni legte der DAX zu und markierte historische Höchstmarken. Seitdem sind wir mit einer Korrektur konfrontiert, die in diesem Sentiment dann eben auch ablesbar ist. Aus Erfahrung darf ich sagen, dass die Finanzanalysten überwiegend recht nervöse Charaktere haben. Die Betonung liegt auf überwiegend …
Der Lageindex des ZEW dagegen von 86,4 auf 86,7 Punkte zu. Dieser Index osziloiert auf den höchsten Niveaus in der Historie seit 1991.
Aus den USA erreichten uns gestern Daten, die als stabil durchgehen dürfen:
So legte laut FHFA der Hauspreisindex im Monatsvergleich um 0,1% zu. Der Vormonatswert wurde von +0,4% auf +0,3% revidiert. Im Jahresvergleich stellte sich ein Anstieg um 6,5% nach zuvor 6,9% ein.
Gut wenn Löhne um 2% - 3% steigen, könnte das irgendwann einmal kritisch werden, insbesondere dann, wenn Zinsen steigen.
Der Richmond Composite Index der regionalen Federal Reserve verharrte per Berichtsmonat August unverändert bei 14 Punkten.
Aktuell ergibt sich ein Szenario, das eine neutrale Haltung bezüglich EUR-USD favorisiert. Eine neue Bandbreite ist etabliert. 1.10 – 1.12 stellt eine solide Unterstützungszone dar, während das Niveau 1.18 – 1.20 eine (noch) markante Widerstandszone liefert. „Buy the Euro-Dip“ Strategien sind in der Bandbreite favorisiert.
Viel Erfolg!
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