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Netflix-Aktie: Geht da noch mehr?

Von Investing.com (Haris Anwar/Investing.com)Aktienmärkte22.11.2022 06:10
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Netflix-Aktie: Geht da noch mehr?
Von Investing.com (Haris Anwar/Investing.com)   |  22.11.2022 06:10
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  • Die Netflix-Optimisten haben ihre Kaufargumente auf den neuen mit Werbung finanzierten Dienst des Unternehmens, die Monetarisierung gemeinsam genutzter Konten und die Generierung populärerer Inhalte aufgebaut
  • Ein günstigerer, werbegestützter Dienst könnte Netflix helfen, die Zahl der Kündigungen zu reduzieren und neue Abonnenten zu gewinnen
  • Trotz dieses Optimismus gibt es immer noch Risiken, die diese Erholung dämpfen

Die Aktie des Video-Streaming-Riesen Netflix (NASDAQ:NFLX) hat im vergangenen Monat bemerkenswerte Stärke bewiesen. Sie ist um mehr als 20 % geklettert und hat damit andere Mega-Technologieunternehmen aus der Gruppe der FAANG-Aktien ausgestochen.

Diese Stärke kommt nach einem katastrophalen Jahr, in dem Netflix mehr als 200 Mrd. USD an Marktkapitalisierung einbüßte. Trotz der jüngsten Erholung liegt der Kurs der NFLX-Aktie in diesem Jahr immer noch 50 % im Minus.

Die Investoren mieden das kalifornische Medienunternehmen. Denn sie befürchteten, dass das Unternehmen seine beste Zeit hinter sich hat und auf dem umkämpften Video-Streaming-Markt nicht länger konkurrenzfähig ist.

Diese Ängste waren nicht unbegründet. Mit dem Ende des pandemiebedingten Anstieg der Unterhaltung im häuslichen Umfeld verlor Netflix in der ersten Hälfte dieses Jahres 1,2 Millionen Kunden. Der Kundenstamm in den USA - seinem lukrativsten Markt - schrumpfte ebenfalls.

Netflix Kursentwicklung seit Ende 2021
Netflix Kursentwicklung seit Ende 2021

Quelle: InvestingPro

Das Schlimmste ist vorbei

Doch nach einem Jahr voller Verluste gibt es nun Anzeichen dafür, dass das Schlimmste für den weltweit beliebtesten Streaming-Dienst endlich vorbei ist. Netflix hat in dem Quartal, das am 30. September endete, 2,41 Millionen neue Kunden hinzugewonnen und damit die internen Prognosen als auch die Erwartungen der Wall Street geschlagen. Netflix ist in allen Regionen rund um den Globus gewachsen. In einem Schreiben an die Aktionäre teilte das Unternehmen mit, dass es davon ausgeht, in diesem Zeitraum weltweit weitere 4,5 Millionen Abonnenten zu gewinnen.

Der Umsatz stieg im Berichtsquartal um rund 6 % auf 7,93 Mrd. USD und übertraf damit die Erwartungen der Börse. Der Gewinn von 3,10 USD pro Aktie übertraf ebenfalls die Schätzungen, während die Zahl der zahlenden Kunden auf 223,1 Millionen stieg.

Trotz dieser positiven Entwicklung ist das größte Problem für die Anleger die Unklarheit, ob diese Dynamik angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds und des Wettbewerbs in der Streaming-Branche nachhaltig ist.

Netflix-Optimisten haben ihre Kaufargumente weitgehend auf den neuen werbefinanzierten Dienst des Unternehmens, die Monetarisierung der gemeinsamen Nutzung von Konten und die Generierung überlegener Inhalte gestützt.

Netflix hat in den Industrieländern eine werbefinanzierte Version des Streaming-Dienstes eingeführt. Eine günstigere Preisvariante könnte Netflix helfen, die Zahl der Kündigungen zu verringern oder neue Kunden in Märkten zu gewinnen, in denen sich das Wachstum verlangsamt hat.

JPMorgan, die NFLX von "Neutral" auf "Overweight" hochgestuft haben, sagten in einer kürzlich veröffentlichten Studie, dass sich der Werbedienst von Netflix über die Zeit rentieren wird.

In der Notiz hieß es:

"Nach den Ergebnissen des 3. Quartals sind wir von der Fähigkeit von NFLX überzeugt, das Umsatzwachstum mit Hilfe von Werbung und der Monetarisierung von gemeinsam genutzten Konten zu beschleunigen, die operativen Margen zu verbessern und den FCF zu steigern."

Netflix: Umsatz und Margen
Netflix: Umsatz und Margen

Quelle: InvestingPro

Trotz dieses Optimismus gibt es immer noch einige Risiken, die einer Erholung schaden könnten. Erstens ist der tatsächliche Erfolg eines werbefinanzierten Dienstes noch nicht absehbar. Wenn sich die wirtschaftliche Lage verschlechtert und Menschen ihren Arbeitsplatz verlieren, werden möglicherweise viele Abonnenten ihr Paket herunterstufen.

Die neuen Abo-Pläne sind seit dem 3. November in 12 Märkten verfügbar, was bedeutet, dass der Bericht des Unternehmens für das 4. Quartal Ende Januar die erste Gelegenheit sein wird, um zu sehen, wie die Abonnenten darauf reagieren.

Selbst wenn der werbefinanzierte Dienst erfolgreich ist und den Wachstumsrückgang eindämmt, bleibt die Streaming-Landschaft auch in Zukunft äußerst wettbewerbsintensiv, da mehr als ein halbes Dutzend zahlungskräftige Unternehmen wie Amazon (NASDAQ:AMZN) und Disney (NYSE:DIS), versuchen, Marktanteile zu gewinnen.

Allein bei dem Flaggschiff-Dienst Disney+ konnte Disney im letzten Quartal 12,1 Millionen neue Kunden gewinnen. Die Gesamtzahl der Abonnenten, einschließlich für die Produkte Hulu und ESPN+, stieg auf fast 236 Millionen.

Angesichts einer möglichen Verlangsamung der Konsumausgaben und des steigenden Risikos einer Rezession sowie des anhaltenden Kostendrucks haben die Anleger begonnen, wachstumsorientierte Unternehmen nach ihren Gewinnspannen zu beurteilen. Aus diesem Grund ist es unwahrscheinlich, dass Netflix - ebenso wie seine Konkurrenten - glänzende Zahlen vorlegen wird.

Fazit

Die jüngste Erholung der Netflix-Aktie hat die Hoffnung geweckt, dass der Streaming-Gigant nach einem schwierigen Jahr, das viele Anleger von diesem Tech-Liebling des letzten Jahrzehnts abschreckte, wieder auf den Wachstumspfad zurückkehrt. Trotzdem gibt es von hier aus nicht viel Aufwärtspotenzial, da die Anleger das Ergebnis der jüngsten Wachstumsinitiativen des Unternehmens, einschließlich des werbegestützten Dienstes, abwarten.

Damit sich die Aktie von hier aus deutlich erholen kann, muss das Unternehmen beweisen, dass seine neuen Initiativen einen bedeutenden Beitrag zu einem gesunden Umsatz- und Gewinnwachstum leisten und dass der freie Cashflow wächst.

Offenlegung: Haris Anwar besitzt derzeit keine Aktien von Netflix. Die in diesem Artikel dargelegten Ansichten geben ausschließlich die Meinung des Verfassers wider und sind nicht als Anlageberatung zu verstehen.

Netflix-Aktie: Geht da noch mehr?
 

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