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Nach Jahren reichlicher Liquidität zeigen die Overnight-Sätze nun deutliche Anzeichen von Anspannung. Die Zinssätze für Overnight-Repo-Vereinbarungen sind in diesem Monat kontinuierlich gestiegen – einerseits, weil das Finanzministerium seinen Kassenbestand auffüllt, andererseits, weil die Fed ihre Politik der quantitativen Straffung fortsetzt. Die Nachfrage nach der Overnight-Reverse-Repo-Fazilität (RRP) der Fed, einem wichtigen Indikator für überschüssige Liquidität, ist inzwischen auf ein Vierjahrestief gefallen. Gleichzeitig hat sich die Spanne zwischen Repo-Sätzen und den Fed-Funds-Sätzen spürbar ausgeweitet – ein Hinweis auf zunehmend angespannte Geldmarktbedingungen.
Bloomberg schreibt dazu:
"Seit Anfang September hat sich der Abstand zwischen dem Reposatz und dem Leitzins auf durchschnittlich 11,5 Basispunkte ausgeweitet und ist damit so weit wie seit Ende April nicht mehr. Im Juli und August lag dieser Abstand noch im einstelligen Bereich, da die Marktteilnehmer das Angebot durch Umschichtung von Repo-Anleihen in Schatzanweisungen verdauen konnten."
Die folgende Grafik zeigt, wie sich die diesjährige Rückzahlung von Treasuries auf die Liquidität der Banken ausgewirkt hat. Da die Overnight-RRP-Fazilität inzwischen fast ausgeschöpft ist, fürchten Händler weiteren Stress, wenn in dieser Woche sowohl die Unternehmenssteuerzahlungen als auch die Auktionen des Schatzamtes anstehen – beides könnte zu einem zusätzlichen Liquiditätsabfluss führen. Hinzu kommt, dass das Finanzministerium im Oktober die Emission von Bills wieder ausweiten will.
Die nach der „Repokalypse“ von 2019 eingeführten kontinuierlichen Repo-Fazilitäten sollen zwar verhindern, dass die Overnight-Sätze ungeordnet in die Höhe schießen. Dennoch könnte das Risiko höherer Refinanzierungskosten bestehen bleiben, solange die Fed an ihrer QT-Strategie festhält.

Wirtschaftsdaten und Fed sorgen für eine spannende Woche
Am Mittwoch steht das zentrale Ereignis der Woche an: die Zinsentscheidung des FOMC sowie eine aktualisierte Zusammenfassung der Wirtschaftsprognosen (SEP). Wie unten dargestellt, erwarten die Märkte mit nahezu vollständiger Sicherheit eine Zinssenkung um 25 Basispunkte. Entsprechend wird die anschließende Pressekonferenz genau verfolgt werden – in der Hoffnung, Hinweise darauf zu bekommen, ob die Fed in den kommenden Monaten weitere Zinssenkungen in Aussicht stellt. Zudem werden vor Börseneröffnung die Zahlen zum Wohnungsbau und zu den Baugenehmigungen veröffentlicht.
Am Donnerstag endet die Datenwoche mit den Erstanträgen auf Arbeitslosenunterstützung. Besonders im Fokus steht dabei, ob der sprunghafte Anstieg der Anträge in der Vorwoche auf über 260.000 lediglich ein Ausreißer war – oder ein mögliches Signal für eine weitere Abschwächung des Arbeitsmarktes. Ergänzt wird das Bild durch den Philadelphia Fed Index für das verarbeitende Gewerbe, der zusätzliche Einblicke in die regionale Industriekonjunktur liefert.

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