Leonardo-Aktie: Jetzt Kauf? Analysten sehen Potenzial
Das US-Wirtschaftswachstum dürfte sich auch im dritten Quartal nur moderat entwickeln. Darauf deutet der Median der von CapitalSpectator.com erhobenen Prognosen hin. Der positive Ausblick steht im Zusammenhang mit der Entscheidung der Fed in der vergangenen Woche, den Zielzinssatz zu senken, um die Sorgen über eine Abkühlung am Arbeitsmarkt abzufedern.
Für den Zeitraum Juli bis September wird das Wirtschaftswachstum laut Median der Nowcasts mit einem annualisierten Plus von 2,1 % erwartet. Damit liegt die Schätzung deutlich unter dem Anstieg von 3,3 % im zweiten Quartal. Das Bureau of Economic Analysis, eine Behörde des US-Handelsministeriums, die für die Veröffentlichung zentraler Konjunkturdaten zuständig ist, wird seinen Bericht zum BIP des zweiten Quartals am 30. Oktober vorlegen.
Gegenüber der letzten Schätzung vom 16. September hat sich der Median nicht verändert.

Eine weithin beachtete Komponente der Medianschätzung ist die Prognose der Atlanta Fed. Sie stellt mit einem erwarteten Anstieg von 3,3 % für das dritte Quartal (Stand: 17. September) den Ausreißer nach oben dar und entspricht damit exakt dem Tempo des zweiten Quartals. Sollten sich die GDPNow-Daten bestätigen, könnte die Zinssenkung der Fed in der vergangenen Woche als verfrüht gelten – denn die Wirtschaft zeigt sich weiterhin robust.
Im Gegensatz dazu signalisieren die Daten zum Einkaufsmanagerindex, die ebenfalls in die Medianschätzung einfließen, eine Abschwächung der wirtschaftlichen Aktivität im September. Zwar hat sich das Tempo damit den zweiten Monat in Folge verlangsamt, dennoch „rundet ein weiteres robustes Produktionswachstum im September das bislang stärkste Quartal dieses Jahres für US-Unternehmen ab“, so Chris Williamson, Chief Business Economist bei S&P Global Market Intelligence.

Trotz der teils deutlichen Unterschiede zwischen den einzelnen Prognosen zeigt die mittlere Schätzung ein klares Bild: Angesichts des erwarteten Wirtschaftsprofils für das dritte Quartal bleibt das Rezessionsrisiko in Bezug auf das BIP weiterhin gering.
