Nach einem freien Fall auf 43,76 USD während der asiatischen Sitzung konsolidierten die West Texas Intermediate Rohöl-Futurekontrakte mit Fälligkeit Juni leicht unter 45 USD pro Barrel, ein Minus von 1,40% seit der Schließung am Donnerstag. Der Einbruch beim Öl beschleunigte diese Woche, da sich weiter Wolken am Himmel zusammenzogen. Die Anleger begannen damit, die Zukunft des Leistungsdeals der OPEC in Frage zu stellen, während die US-Bestände weiter erhöht bleiben (527,8 Mio. Barrel, ohne strategische Reserven, per 28. April).
Der Markt hofft aktuell auf eine weitere Schwäche bei den Rohölpreisen und wird sie auch fast sicherlich erhalten. Wir sehen aktuell zwei Hauptgründe für niedrigere Ölpreise. Zum einen war die OPEC-Strategie, die darauf abzielte, die US-Schieferölindustrie vom Markt zu verdrängen, ein großer Misserfolg, da die US-Hersteller ihren Breakeven-Preis senken konnten und weiter pumpen. Zweitens ist der Markt weiter bullisch aufgestellt, da die nicht kommerziellen Netto-Positionen, so wie von der CFTC veröffentlicht, ca. 19% der insgesamt offenen Anteile ausmachen. Das kann man nicht als extreme Positionierung sehen, aber es zeigt dennoch, dass ein Abwärtsrisiko besteht.
Die Unterstützung bei 42 USD (Tief von Mitte November im letzten Jahr) ist das Schlüsselniveau, das wir im Auge halten müssen, weil ein Durchbruch durch dieses Niveau den Abverkauf beschleunigen wird. Kurzfristig gehen wir davon aus, dass sich die Rohölpreise stabilisieren werden, aber wir bleiben für eine weitere Schwäche aufgestellt.
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