Silber vor dem Showdown: Warum der finale Schub erst noch kommt

Veröffentlicht am 08.11.2025, 15:06

Das Gesprächsthema Nummer eins im Metallsektor dreht sich derzeit um Gold. Doch ich bin überzeugt, dass Silber seinen letzten parabolischen Anstieg noch vor sich hat.

Für diejenigen, die mich schon früher gelesen haben: Ich habe einen Artikel mit dem Titel „Silber am Rand eines parabolischen Ausbruchs“ geschrieben. Und ich begann damals mit den Worten, dass „Silber im kommenden Jahr wahrscheinlich einen parabolischen Anstieg erleben wird, der dem Spike von 2010–2011 Konkurrenz macht.“

Als ich unsere Mitglieder bei Elliottwavetrader im April 2025 auf diese Rally vorbereitet habe, notierte Silber bei rund 29. (Genau genommen habe ich unsere Mitglieder bereits beim finalen Rücksetzer auf 12 im Jahr 2020 in Silber geführt). Und als ich meinen letzten öffentlichen Silber-Artikel schrieb, lag Silber bei 38. Seitdem hat das Metall ein Hoch von 53 erreicht – ein Bereich, in dem ich unsere Mitglieder zugleich warnte, dass eine weitere Korrektur anstehen dürfte, die Silber mindestens in den Bereich um 45 zurückführt, bevor der parabolische und wahrscheinlich finale Anstieg in diesem Metall-Bullenmarkt beginnt.

Hier findest du meinen Silber-Chart, den ich für unsere Mitglieder fortlaufend aktualisiere: Silber-Preis-Chart

Silberpreis

Wie du siehst, basiert unsere Analyse hauptsächlich auf der Elliott-Wellen-Theorie. Sie geht davon aus, dass der Markt fraktal aufgebaut ist – also auf verschiedenen Trendebenen eine variable Selbstähnlichkeit zeigt. Zudem skizzierte Elliott, dass Trendbewegungen aus fünf Wellen bestehen.

Und selbst innerhalb dieser 5-Wellen-Strukturen zerfallen die Wellen 1, 3 und 5 erneut in fünf Unterwellen. Das verstehen wir unter „variabler Selbstähnlichkeit auf allen Trendebenen“. Im oben genannten Chart kannst du erkennen, wie Silber in unser Ziel für Welle (3) im erwarteten 5-Wellen-Muster vorgestoßen ist.

Seitdem ist der Silbermarkt in unsere Unterstützungs- bzw. Zielzone für Welle (4) zurückgelaufen.

Auch wenn diese Korrektur noch etwas Zeit benötigen kann: Solange Silber den Bereich um 41 hält (37 im SLV), rechne ich in den kommenden Monaten mit einem finalen parabolischen Anstieg, der SLV mindestens bis in den Bereich um 62 führen dürfte. Betrachtet man jedoch das Fraktal von 2010–2011, hat sich SLV damals vom Tief der vierten Welle aus verdoppelt, und die fünfte Welle war ebenso groß wie die dritte. Unter ähnlichen Voraussetzungen könnte SLV in den kommenden Monaten sogar den Bereich von 75–80 erreichen.

Zusammengefasst: Solange der Bereich um 41 bei Silber (37 im SLV) als Unterstützung hält, erwarte ich einen letzten parabolischen Schub mindestens bis 62. Folgen wir dem Muster des Marktes von 2010–2011, wären auch 75–80 möglich. Mit diesem Anstieg dürfte der mehrjährige Bullenmarkt im Metallkomplex – der größtenteils Ende 2015 begann – sein Ende finden und eine mehrjährige Baisse einleiten.

Welches Ziel letztlich erreicht wird, hängt davon ab, wie Silber seine finalen fünf Wellen der fünften Welle ausbildet. Und ich würde allen, die in dieser letzten Phase aggressiv long sind, dringend raten, rechtzeitig auszusteigen, sobald das nächste 5-Wellen-Muster vollendet ist. Denn der folgende Bärenmarkt dürfte dem Einbruch von 2011–2015 entsprechen – und möglicherweise sogar länger dauern.

Aktuelle Kommentare

Guten Morgen, vielen Dank für die Erläuterungen. Aber mal ehrlich, müsste der Silberpreis unter Berücksichtigung der Inflationsraten von 2010 bis heute nicht bedeutend höher steigen? Darüber hinaus kommt noch der enorme Befarf des Metalls in der Industrie ( Solar, Batterie,Waffentechnik etc.) und dem daraus entstehenden Defizits. Schließlich wird bedeutet mehr Silber verbraucht als gefördert. Und auch der Bedarf als Anlageklasse nimmt angeblich weiter zu. Silber ist doch unter obigen Gesichtspunkten viel billiger als 2010. Sollte dies anders sein, können Sie mich gerne korrigieren.
Vielen Dank für die Info
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