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Starbucks Aktienanalyse: mit leckerem Dividendenwachstum auf Expansionskurs

Von AlleAktien (Michael Jakob)Aktienmärkte27.09.2022 11:27
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Starbucks Aktienanalyse: mit leckerem Dividendenwachstum auf Expansionskurs
Von AlleAktien (Michael Jakob)   |  27.09.2022 11:27
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Starbucks Analyse
Starbucks Analyse

Starbucks (NASDAQ:SBUX) Aktie und Aktienanalyse

  • Die #1 Kaffeehauskette weltweit. Starbucks ist mit fast 34.000 Filialen weltweit das größte CoffeeShop-Franchise. Durch ein profitables Franchisingmodell wird die Marke Starbucks kostengünstig auf der ganzen Welt vertrieben.
  • Starbucks ist Lifestyle. Die Produkte des Kaffeefranchises erfreuen sich auf der ganzen Welt großer Beliebtheit. Gerade jüngere Generationen verbinden mehr mit Starbucks, als nur ein wachmachendes Getränk.
  • Stetige Modernisierung des Geschäfts. Starbucks stellt sich gut für die Zukunft auf. Egal ob per App oder durch moderne Ladenkonzepte. Starbucks passt sein Produktangebot der Gesellschaft an und bindet damit seine Kundschaft.
  • 16,2 % Rendite pro Jahr. In den letzten zehn Jahren konnten sich Aktionäre von Starbucks über mehr als 16 % jährliche Rendite freuen. Ein Dividendenwachstum von 20,7 % ist zusätzlich noch ein netter Bonus. Welche Rendite Anleger in Zukunft erwarten können, haben wir in dieser Detailanalyse herausgefunden.

Aktienkurs von Starbucks

Starbucks Aktienchart
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Starbucks Podcast
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Geschäftsmodell von Starbucks

Unternehmensgeschichte: Vom Kaffeebohnenladen zur weltweiten #1 im Kaffee-Business

1971 Starbucks wird gegründet. Das Unternehmen hatte damals ein anderes Geschäftsmodell als heute. Obwohl der Schwerpunkt schon damals auf hochwertigem Kaffee lag, verkaufte es nur frisch geröstete Kaffeebohnen, Tee und Gewürze in Verpackungen sowie Kaffeezubehör.

1982 Ein Jahrzehnt später trat Howard Schultz in das Unternehmen ein.Er war vom ersten Moment an von der Qualität des Kaffees beeindruckt und wurde Marketingleiter. Wenig später lernte er auf einer Reise nach Mailand das Prinzip der italienischen Kaffeehäuser kennen. Zurück in Seattle wollte er das Konzept umsetzen, bei dem es nicht mehr ausschließlich um den Verkauf von Bohnen ging, sondern darum, Starbucks zu einer nationalen Kaffeehauskette zu machen.

1985 Seine beiden Vorgesetzten, Jerry Baldwin und Gordon Bowker, waren von der Idee nicht begeistert. Sie wollten Starbucks als reinen Kaffee- und Ausrüstungsverkäufer erhalten und das Unternehmen nicht in ein Café verwandeln, das Espressi und Cappuccinos serviert. Schultz war von seiner Idee so überzeugt, dass er beschloss, Starbucks zu verlassen und sein eigenes Unternehmen zu gründen, in dem er genau seine Vision verwirklichen konnte. Er gründete die Kaffeekette "Il Giornale" und war mit dem Unternehmen sofort erfolgreich. Zwei Jahre später beschlossen sie, ihr Unternehmen zu verkaufen. Der Käufer war kein Geringerer als Howard Schultz. Mit Hilfe von Investoren gelang es ihm, das Unternehmen zu kaufen und in eine Kaffeehauskette umzuwandeln. Dies war der Startschuss für eine rasante Expansion, innerhalb von 4 Jahren wuchs Starbucks auf 100 Filialen an.

1992 15 Jahre nach der Übernahme von Howard Schult folgt der Börsengang. Der damalige IPO-Preis beträgt heute 0,27 USD. Wer also damals 1.000 USD investiert hat, verfügt heute über ein Vermögen von 291.000 USD. Dies entspricht einer jährlichen Rendite von 20,8 %.

1996 Das Unternehmen ist nun auch außerhalb Nordamerikas weltweit tätig. Im Jahr 2000 gibt es rund 2.500 Standorte. Im selben Jahr kündigte Schultz seinen Rücktritt als CEO an, er würde aber im Vorstand bleiben. Neuer CEO wurde Orin Smith, der eine weitere, beispiellose Expansion vorantrieb.

2008 Die Wachstumsstrategie gerät ins Stocken. In den Jahren bis 2005, als der neue CEO Orin Smith am Ruder war, wuchs Starbucks auf über 10.000 Geschäfte in 33 Ländern. Dennoch geriet das Unternehmen in eine Krise und verlor an der Börse massiv an Wert. Nun übernahm Schultz wieder das Ruder und konnte Starbucks wieder auf Wachstumskurs bringen. Er ordnete die Schließung von Läden an, erweiterte das Geschäftsmodell und veränderte das Lebensmittelangebot, welches seit 2003 im Sortiment ist.

2022 Kevin Johnson wird sein Nachfolger. Im Jahr 2017 tritt Schultz erneut zurück, im März 2022 geschieht etwas Außergewöhnliches: Als Johnson seinen Rücktritt ankündigt, wird Howard Schultz zum dritten Mal CEO von Starbucks. Er übernimmt den Posten übergangsweise mit einem symbolischen Gehalt von 1 Dollar und dem Unternehmen und plant, im Herbst einen neuen CEO zu ernennen.

Heute ist Starbucks die mit Abstand bekannteste Kaffeehauskette der Welt. Kunden können ihren Kaffee bei Starbucks in über 33.000 Geschäften weltweit trinken.

Mission: Die Menschheit mit Kaffee inspirieren

To inspire and nurture the human spirit – one person, one cup, and one neighbourhood at a time. — Mission Starbucks

Bei Starbucks geht es, wie zu erwarten, weniger um den Kaffee als vielmehr um das Miteinander unter den Menschen. Mit hochwertigen Zutaten wollen sie eine Verbindung zu ihren Kunden auf der ganzen Welt aufbauen. Starbucks erreicht dies, indem es ihnen überall erstklassigen Kaffee serviert, einen zuvorkommenden Service bietet und die einladende Atmosphäre des dritten Wohnzimmers schafft.

Management: Howard Schultz führt Starbucks als langjähriger Leader zum Erfolg

Howard Schulz ist aktueller Interims CEO von Starbucks. Er hat eine entscheidende Rolle in der Entwicklung von Starbucks gespielt und war bereits zwei Mal zuvor CEO des Unternehmens. Er ist 1953 in New York geboren und hat einen Bachelor-Abschluss in Kommunikation und ist ein genialer Unternehmer. Durch den Erfolg von Starbucks ist er zum Milliardär geworden und hat über seine dortigen Aktivitäten zwei Bücher geschrieben. Zwischenzeitlich hat Schultz eine politische Karriere angestrebt und sogar mit dem Gedanken gespielt für die Präsidentschaftswahl zu kandidieren. Da er als unabhängiger Kandidat eher Donald Trump unterstützt hätte, hat er dieses Bestreben 2019 abgesagt.
Bei seiner ersten Rückkehr war der Hintergrund ein Umsatzrückgang, der dem Wachstums-Rausch geschuldet gewesen ist. Die Strukturen innerhalb des Unternehmens waren nicht darauf ausgelegt dieses Wachstum zu meistern. Schultz hat die Wende geschafft und Starbucks wieder auf gesunden Wachstumskurs geführt.

Der Hintergrund, wieso Schultz zwei Mal zurückkommt, wenn sein Unternehmen ihn braucht, ist die Verbundenheit zu Starbucks. Das folgende Zitat beschreibt gut, wie Schultz für Starbucks empfindet.

When I walked in this store for the first time — I know this sounds really hokey — I knew I was home

— Howard Schultz

Der bisherige CEO Kevin Johnson kommt aus der IT-Branche, war bei Microsoft (NASDAQ:MSFT) und als CEO bei Juniper Networks tätig. Er kam mit dem Auftrag an den Vorstand, die IT-Infrastruktur des Unternehmens zu stärken, die angesichts der starken Expansion nicht leistungsfähig genug war. Während seiner Amtszeit hat zudem die Nutzung der mobilen App und des Treueprogramms deutlich zugenommen. Bis Ende 2021 hat die Zahl der aktiven Nutzer bei 24 Millionen gelegen, was für das Unternehmen immens wichtig ist auf 26 % der Transaktionen zurückzuführen ist.

Kevin Johnsons Entscheidung kam für Außenstehende recht überraschend, obwohl er nach eigenen Angaben den Vorstand bereits vor einem Jahr über seinen geplanten Rücktritt informiert hatte. Das Unternehmen ist optimistisch, dass es bis zum Herbst dieses Jahres einen neuen CEO präsentieren kann.

Kennzahlen der Starbucks Aktie

AAQS: Starbucks erreicht 6 / 10 Punkten im AlleAktien Qualitätsscore

Starbucks erreicht 6 von 10 Punkten im AAQS. Die fundamentalen Kennzahlen sind gut. Die Coronapandemie fordert von Starbucks ihre Opfer. Der starke Gewinneinbruch in der Krise, das negative Eigenkapital und etwas konservativere Gewinnerwartungen kosten Starbucks allein drei Punkte. Bemerkenswert ist allerdings, wie schnell und gut sich das Unternehmen von der Coronakrise erholen konnte.

Starbucks AAQS
Starbucks AAQS

AlleAktien Ewigkeitsfaktor

AlleAktien Ewigkeitsscore
AlleAktien Ewigkeitsscore

Wir schätzen die Wahrscheinlichkeit auf 90 %, dass es dem Unternehmen in 10 Jahren besser geht als heute.

Starbucks ist die größte Kaffeehauskette der Welt. Das Unternehmen ist mit seinem Geschäftsmodell sehr gut für die Zukunft aufgestellt. Gerade der Lifestyle und die Personalisierung, die mit der Marke Starbucks einhergehen, sind wichtig, um Kunden langfristig zu binden und neue Kunden zu akquirieren. Starbucks verpasst damit keine gesellschaftlichen Trends.

Fazit zur Starbucks-Aktie: Solider Wachstumstitel mit Zukunftspotenzial

Branche. Starbucks ist die größte Kaffeehauskette der Welt und deshalb im Röstkaffeemarkt tätig. In Zukunft wird hier vor allem Wachstum durch China und ganz Asien erzeugt. Wichtige Mitbewerber im Takeaway-Markt sind McDonald's (NYSE:MCD), Domino's Pizza (NYSE:DPZ) und Chipotle Mexican Grill (NYSE:CMG). Direkte Kaffeehaus-Wettbewerber sind Costa Coffee, Tim Hortons und Dunkin' Donuts. Der Markt war im Jahr 2021 77,6 Mrd. EUR groß und wird in den nächsten Jahren voraussichtlich auf fast 4,3 % Wachstum pro Jahr kommen. Wichtige Trends des Marktes sind gesunder Kaffee, Nachhaltigkeit und Individualisierung.

Geschäftsmodell / Strategie. Starbucks ist global die größte Kaffeehauskette und hat sich vor allem in den letzten Jahren einen guten Ruf unter Konsumenten aufgebaut. Die Marke Starbucks erzeugt bei den Kunden ein Gefühl von Zugehörigkeit und verkauft damit den typischen CoffeeShop-Lifestyle. Starbucks erzielt seine Umsätze hauptsächlich in den Filialen, von denen knapp die Hälfte über das Franchisingmodell betrieben werden. Aber auch fertige Ready-to-drink Lösungen werden in über die Marke Starbucks verkauft. Gleichzeitig setzt das Unternehmen auf konsequente Investitionen im Bereich Gesundheit und Nachhaltigkeit und will damit seine Zukunftsfähigkeit verbessern.

Bewertung. Im AlleAktien Qualitätsscore erreicht Starbucks 6 von 10 Punkten. Gemäß Peter Lynch ist Starbucks ein Average Grower. Das KGV liegt für das Jahr 2022 bei 31,56 und das KUV bei 4,56. Für einen noch wachsenden Titel wie Starbucks ist das normal und liegt im Bereich des Mittelwertes der letzten 5 Jahre. Deshalb durchaus interessant. Im AlleAktien-DCF und -FMV-Modell erreicht Starbucks jeweils eine Renditeerwartung von 12 % pro Jahr.

Chance #1. Der Kult des Kaffeetrinkens etabliert sich auch immer mehr in Asien. Das Konsumverhalten gleicht sich immer mehr dem der westlichen Länder an. Durch die große Bevölkerung gibt es vor allem hier noch großes Wachstumspotenzial.

Risiko #1. Eine schwere Rezession könnte den Umsatz von Starbucks stark gefährden. Geht es der Wirtschaft nicht gut, gehen die Menschen sparsamer mit ihrem Geld um. Kleiner Luxus, den man sich gönnt, bleibt oftmals aus. So auch der Kaffee von Starbucks, der als Lifestyle-Produkt vermarktet wird, auf das die breite Bevölkerung im Notfall auch verzichten kann.

Perspektive / Anlegertyp. Wir halten die Starbucks-Aktie mit einer Renditeerwartung von 12 % für kaufenswert. Zum aktuellen Kaufkurs von rund 84 EUR ist die Aktie auf jeden Fall attraktiv. Auch im Bereich von 90 bis 95 EUR wäre die Aktie für mich noch kaufenswert. Wer allerdings Wert auf die 10-Prozent-Marke legt, sollte Starbucks nicht zu einem Kurs von über 100 EUR kaufen. Starbucks ist vor allem etwas für Anleger, die gerne in noch wachsende Unternehmen mit Aussicht auf eine gute zukünftige Dividende investieren. Sollte das Dividendenwachstum wie prognostiziert anhalten, kann man sich hier jetzt schon eine leckere Dividendenrendite sichern.

Aufrichtige Grüße,
Michael C. Jakob
AlleAktien Gründer und Geschäftsführer

Michael C. Jakob
Michael C. Jakob


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