Leonardo-Aktie: Jetzt Kauf? Analysten sehen Potenzial
Wir haben zu Beginn des Jahres 2026 unser Faktor-Rotationsmodell vorgestellt. Nachfolgend die Kernaussagen des Modells in zusammengefasster Form:
"Am 2. Januar wurde ein neues Faktor-Rotationsmodell eingeführt. Historisch betrachtet weisen die relativen Renditen der Faktoren Substanz (Value) und Wachstum (Growth) gegenüber dem S&P 500 eine ausgeprägt negative Korrelation auf. Dieses Konzept wurde von Michael Lebowitz in seinem Artikel „Relative Rotation - So setzen Sie verborgene Potenziale frei, Teil 1“ näher erläutert. Zwar basiert der Beitrag auf einem vereinfachten Beispiel, er verdeutlicht jedoch die zugrunde liegende Philosophie unseres Ansatzes."
"Das Modell ist vollständig in Aktien investiert und zielt darauf ab, den S&P 500 langfristig zu übertreffen, indem es systematisch zwischen Value- und Growth-Titeln rotiert. Die Handelssignale werden durch ein proprietäres, regelbasiertes quantitatives Modell generiert."
"Es existieren zwei primäre Allokationszustände: Übergewichtung von Value bei gleichzeitiger Untergewichtung von Growth oder umgekehrt. Ziel ist eine Allokation von 80/20 zwischen den beiden Faktoren. Die Signale können sowohl nur einen Monat als auch über mehr als ein Jahr hinweg Bestand haben."
Die Grafik links unten zeigt, dass Large-Cap-Growth-Aktien im bisherigen Jahresverlauf um 2,58 % gefallen sind, während Large-Cap-Value-Aktien um 6,60 % zulegen konnten. Das zweite Diagramm, das das Kursverhältnis von Large-Cap-Growth-Titeln (MGK) zu Large-Cap-Value-Titeln (VTV) abbildet, signalisiert derzeit eine deutlich überverkaufte Situation. Auf Basis dieser Entwicklung haben die proprietären Berechnungen unseres Faktor-Rotationsmodells am Mittwoch Handelssignale ausgelöst, die eine Aufstockung von Growth-Positionen sowie eine Reduzierung von Value-Engagements zur Folge hatten.
Wie bereits in der Transaktionszusammenfassung vom Mittwoch erläutert, wurde das Modell über einen Zeitraum von 15 Jahren historischer Marktdaten getestet. In diesem Zeitraum wurden 43 Rotationssignale identifiziert, wobei das kürzeste Signal 16 Tage und das längste 453 Tage andauerte. Entscheidend ist, dass das aktuelle Signal nicht impliziert, dass Wachstumsaktien - wie im Vorjahr - über einen längeren Zeitraum hinweg überdurchschnittlich abschneiden werden oder dass Value-Aktien in diesem Jahr grundsätzlich unterlegen sind.
Was sich jedoch klar zeigen lässt, ist, dass Anleger, die erfolgreich zwischen Value- und Growth-Phasen rotieren, langfristig eine deutlich höhere Performance erzielen als Investoren mit einer statischen Allokation im S&P 500. Vor dem Signal vom Mittwoch war das Modell auf Value ausgerichtet und erzielte in dieser Phase eine Outperformance von rund 3 % gegenüber dem Index.

Der Heilige Gral der Faktorenrotation
Im Jahr 2023 haben wir unseren Lesern das Konzept der relativen Rotation vorgestellt. Der Artikel "Relative Rotation - So setzen Sie verborgene Potenziale frei" enthält mehrere grafische Darstellungen, die anschaulich verdeutlichen, warum es sinnvoll sein kann, zwischen Sektoren, Faktoren oder sogar einzelnen Aktien zu rotieren. Ein Blick auf diese Grafiken hilft dabei, die Funktionsweise unseres neuen Faktor-Rotationsmodells besser einzuordnen.
Die erste Abbildung unten zeigt die Kursentwicklung des dividendenstarken ETF (VYM) sowie des Large-Cap-Growth-ETF (MGK). Auf den ersten Blick verlaufen beide Zeitreihen weitgehend parallel: Die Kurse steigen und fallen häufig gleichzeitig, wenn auch mit unterschiedlicher Intensität. Wird jedoch nicht der absolute Preis, sondern die relative Performance der beiden ETFs gegenüber dem S&P 500 betrachtet, ergibt sich ein deutlich anderes Bild.
Wie das zweite Diagramm zeigt, verlaufen die Überschussrenditen im Vergleich zum S&P 500 nahezu spiegelbildlich. Gelingt es Anlegern, an den jeweiligen Wendepunkten zwischen den beiden ETFs zu rotieren, kann das Portfolio den Gesamtmarkt klar übertreffen – wie in der dritten Abbildung dargestellt.
Gleichzeitig ist zu betonen, dass die praktische Umsetzung dieser Strategie anspruchsvoll ist. Das Timing der Rotationen ist äußerst schwierig, und darüber hinaus ist es entscheidend, fortlaufend zu überprüfen, ob die ausgeprägte negative Korrelation zwischen den Überschussrenditen auch weiterhin Bestand hat.


Challenger-Stellenabbau und JOLTS signalisieren einen schwachen Arbeitsmarkt
Laut dem Challenger-Bericht zum Abbau von Arbeitsplätzen haben US-Arbeitgeber im Januar 108.435 Entlassungen angekündigt. Damit hat sich die Zahl der angekündigten Stellenstreichungen gegenüber dem Vormonat mehr als verdoppelt und markiert zugleich den höchsten Januarwert seit 2009. Gleichzeitig fielen die Einstellungspläne ausgesprochen schwach aus: Mit lediglich 5.306 angekündigten Neueinstellungen wurde der niedrigste Januarwert seit Beginn der Datenerhebung verzeichnet.
Diese Einschätzung wird durch den JOLTs-Bericht untermauert. Wie die unten stehende Grafik zeigt, ist die Zahl der offenen Stellen laut BLS JOLTS auf 6,5 Millionen zurückgegangen und lag damit mehr als eine halbe Million unter den Markterwartungen. Zudem befindet sich das Niveau der offenen Stellen inzwischen unter den Werten der Jahre vor der Pandemie.

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