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Triebwerkzulieferer soll Zertifikate gefälscht haben: Airbus und Boeing betroffen

Veröffentlicht am 22.09.2023, 16:02
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In der Luftfahrtbranche zeichnet sich ein handfester und möglicherweise recht folgenschwerer Skandal ab: So soll der Flugzeugturbinenproduzent CFM einem Bericht der Plattform Air Data News zufolge nicht ordnungsgemäß zertifizierte Triebwerke ausgeliefert haben, sprich: die Turbinen wurden wohl ohne Zulassung der Luftaufsichtsbehörden verbaut. Bei den betroffenen Teilen soll es sich um Turbinen der Typen CFM56 und CF6 handeln, welche sich einer großen Nachfrage erfreuen und vor allen Dingen in Flugzeugen der Luftfahrtgiganten Boeing (NYSE:BA) und Airbus (EPA:AIR) zum Einsatz kommen. Während die CFM56-Turbinen vorwiegend in Fliegern wie der Boeing 737 Classic sowie der gesamten ersten Airbus 320-Serie verbaut wurden, sind es viele Großraumflugzeuge wie die Boeing 767 oder der Airbus A330, die auf das Triebwerk des Typs CF6 zurückgreifen. Wohl sollen auch Militärflugzeuge wie die P-A8 Poseidon und die KC-46 Pegasus betroffen sein.

In der Luftfahrtbranche zeichnet sich ein möglicherweise folgenschwerer Skandal ab: So soll der Flugzeugturbinenproduzent CFM nicht zertifizierte Triebwerke ausgeliefert haben.

Bei CFM International handelt es sich um ein Joint Venture, im Rahmen welchem der nordamerikanische Mischkonzern General Electrics und der französische Triebwerkspezialist Safran (EPA:SAF) kooperieren. Safran ließ inzwischen verlauten, dass man – bislang – rund 100 verdächtige Turbinen ausmachen konnte. Die Schuld an der Misere liegt laut Olivier Andries, dem CEO des Unternehmens, aber beim britischen Zulieferer AOG Technics, der, so der Vorwurf, gefälschte Zertifikate für die von ihm produzierten Teile verwendet habe. CFM klagt nun in London vor Gericht und möchte AOG somit dazu verpflichten, diesbezügliche Dokumente herauszugeben: „Sicherheit hat für uns oberste Priorität, und wir gehen aggressiv gegen AOG Technics vor, weil das Unternehmen nicht zugelassene Triebwerksteile mit gefälschten Lufttüchtigkeitsunterlagen verkauft hat. Wir arbeiten weiterhin gemeinsam mit der Luftfahrtbranche daran, nicht zugelassene Teile aus der globalen Lieferkette herauszuhalten“. Da man derzeit davon ausgeht, dass die Produktion der Turbinenteile bereits seit dem Jahr 2015 läuft, ist es durchaus wahrscheinlich, dass diese Geschichte noch deutlich größere Kreise ziehen wird.

Zunächst sei es nun elementar, umgehend alle Flugzeuge zu identifizieren, in welchen die mit nicht zugelassenen Teilen produzierten Turbinen verbaut sind. Die nordamerikanische Luftfahrtbehörde FAA sprach bereits eine Warnung aus an die Besitzer möglicherweise betroffener Flieger. Diese sollen so schnell wie möglich ihre Flugzeuge technisch überprüfen lassen. Übrigens: Die großen deutschen Airlines Lufthansa (ETR:LHAG), Condor und TUI (ETR:TUI1n) vermeldeten bereits, dass ihre Flotten nicht vom Turbinen-Skandal betroffen seien.

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