ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Deutliche Verluste - Iran-Unsicherheit hält an
Noch ist unklar, wann die Regierung den Bericht zum Bruttoinlandsprodukt des dritten Quartals vorlegen wird. Die bisher verfügbaren Daten deuten jedoch weiterhin auf ein moderates Wachstum hin.
Da die offiziellen Aktualisierungen aufgrund des Government Shutdowns weiterhin auf sich warten lassen, rücken Daten alternativer Quellen stärker in den Fokus. Nach den jüngsten Schätzungen liegt das Wachstum der US-Wirtschaft im dritten Quartal bei rund 2,5 % (annualisiert) – das entspricht der mittleren Prognose mehrerer sogenannter Nowcasts, die von CapitalSpectator.com zusammengetragen wurden.

Sollte sich die aktuelle Nowcast-Medianprognose bestätigen, würde dies darauf hindeuten, dass sich das Wachstum laut den jüngsten offiziellen Regierungsdaten (25. September) gegenüber dem kräftigen Tempo von 3,8 % im zweiten Quartal verlangsamt hat.
Die aktuelle Schätzung für das dritte Quartal ist allerdings mit Vorsicht zu interpretieren, da die Zahlen des vorangegangenen Quartals bislang nicht revidiert wurden. Daten aus weiterhin berichtenden Quellen deuten jedoch darauf hin, dass die wirtschaftliche Aktivität im Oktober stabil blieb – ein Hinweis darauf, dass die US-Wirtschaft mit einem leichten Aufwärtstrend in das vierte Quartal gestartet ist.
Die Beschäftigungsdynamik zeigte sich dabei etwas robuster: Laut dem ADP-Beschäftigungsbericht stieg die Zahl der Arbeitsplätze im privaten Sektor im Oktober um 42.000.
„Private Arbeitgeber haben im Oktober erstmals seit Juli wieder neue Stellen geschaffen. Dennoch blieb die Einstellungstätigkeit im Vergleich zu unseren früheren Berichten in diesem Jahr eher verhalten“, erklärte Dr. Nela Richardson, Chief Economist bei ADP.
Eine leichte Erholung des Arbeitsmarktes im vergangenen Monat sei „nicht überraschend“, ergänzte Torsten Sløk, Chief Economist von Apollo. „Der Tag der Befreiung rückt immer weiter in die Ferne“, sagte er mit Blick auf die im April angekündigten US-Zölle. „Der Nebel lichtet sich, und wir gewinnen zunehmend Klarheit im Hinblick auf den Handel.“

Die wirtschaftliche Aktivität im US-Dienstleistungssektor hat sich im Oktober spürbar belebt und laut dem ISM-Dienstleistungsindex den höchsten Stand seit Februar erreicht. „Die Erholung sowohl des Geschäftsaktivitätsindex als auch des Index für die Auftragseingänge im Oktober sind ermutigende Signale“, erklärte Steve Miller, Vorsitzender des ISM Services Business Survey Committee. „Der anhaltende Rückgang des Beschäftigungsindex deutet jedoch darauf hin, dass das Vertrauen in die Nachhaltigkeit der wirtschaftlichen Stärke weiterhin begrenzt ist.“

Die gesamtwirtschaftliche Aktivität in den USA hat im Oktober leicht zugenommen und ist laut dem S&P Global US Composite PMI – einem umfragebasierten Indikator für das Bruttoinlandsprodukt – in moderatem Tempo gewachsen. Das Plus war vor allem auf eine stärkere Dynamik sowohl im verarbeitenden Gewerbe als auch im Dienstleistungssektor zurückzuführen, teilte S&P Global mit.

