Volkswagen – Miese Zahlen. Aktie steigt. Gibt die Zolleinigung neuen Schub?

Veröffentlicht am 28.07.2025, 11:12

Die EU und die USA haben eine Einigung im Zollstreit erzielt. Die Reaktionen sind erwartungsgemäß durchwachsen. Während die einen die Einigung begrüßen, weil damit Stabilität und Verlässlichkeit zurückkehrt, kritisieren die anderen die zu großen Zugeständnisse der EU. Generell wird eine Einfuhrsteuer auf von der EU in die USA gelieferte Waren in Höhe von pauschal 15 % erhoben. Auf Stahl und Aluminium bleiben die sehr hohen 50 %.

Das kann man natürlich kritisieren, aber am besten ist zunächst eine Einigung, da Unsicherheit und Unklarheit Gift ist für die Wirtschaft, auf beiden Seiten des Atlantiks. Das Risiko besteht nun darin, dass dieser „Deal“ durch den US-Präsidenten wieder gekippt werden könnte. Das Droh- und Druckmittel „Zölle“ könnte schnell wieder auf der Tagesordnung erscheinen. Ob die Zölle über seine Amtszeit hinaus überleben, bleibt indes ebenso fraglich.

Die Reaktionen an den Märkten sind ebenso von Sortierung geprägt. Nach 09:00 Uhr am Montag sind zunächst vor allem die Autotitel Volkswagen (ETR:VOWG), Daimler Truck (ETR:DTGGe), BMW (ETR:BMWG) und sogar Porsche (ETR:P911_p) und Mercedes (ETR:MBGn) stark angestiegen, um die Gewinne sogleich wieder zum Teil zurückzugeben.

Volkswagen hat am vergangenen Freitag die Quartalszahlen vorgelegt. Und deshalb wollen wir heute einen genauen Blick auf das Unternehmen und die Aktie richten:

Volkswagen mit massivem Gewinneinbruch – Porsche besonders stark betroffen

Volkswagen hat im zweiten Quartal 2025 einen deutlichen Rückgang beim Gewinn verzeichnet. Der Konzern verdiente nach Steuern nur noch 2,29 Milliarden Euro – ein Minus von 36,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bereits im ersten Quartal war der Gewinn um 41 Prozent eingebrochen.

Das operative Ergebnis sank um rund 29 Prozent auf 3,83 Milliarden Euro. Damit lag die operative Marge bei 4,7 Prozent, im Rahmen der Erwartungen. Der Umsatz ging trotz leicht gestiegener Auslieferungen um drei Prozent auf 80,6 Milliarden Euro zurück.

Hohe Belastungen durch Zölle und E-Autos

Besonders belastend wirkten sich die US-Zölle aus, die in der ersten Jahreshälfte mit 1,3 Milliarden Euro zu Buche schlugen. Hinzu kamen Kosten für Sparprogramme bei Volkswagen, Audi und der Softwaretochter Cariad. Auch der gestiegene Absatz von Elektroautos drückte auf die Marge, da diese weniger Gewinn abwerfen als die Verbrennermodelle.

Porsche-Gewinn bricht um 91 Prozent ein

Besonders drastisch fiel der Einbruch bei der VW-Tochter Porsche aus: Der operative Gewinn im Autogeschäft sank im zweiten Quartal auf nur noch 154 Millionen Euro – ein Rückgang von rund 91 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz der Marke ging um knapp 13 Prozent auf rund 8,3 Milliarden Euro zurück.

Porsche reagiert mit einem Sparprogramm: Bis 2029 sollen in der Region Stuttgart rund 1.900 Stellen abgebaut werden. Weitere Kürzungen sind bereits geplant. Zu den konkreten Gründen für den Gewinneinbruch äußerte sich das Unternehmen bislang nicht.

VW senkt Jahresprognose

Angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen senkt Volkswagen seine Erwartungen für das laufende Jahr. Die operative Marge soll nun nur noch zwischen 4,0 und 5,0 Prozent liegen – bislang war man von 5,5 bis 6,5 Prozent ausgegangen. Besonders Zölle und die schwache Entwicklung bei Porsche und Audi drücken auf die Bilanz.

Finanzchef Arno Antlitz erklärte, das Ergebnis liege trotz der Belastungen am oberen Ende der internen Prognose. „Doch entscheidend ist, wie viel am Ende in der Kasse bleibt.“ Der Umbau des Konzerns müsse daher konsequent vorangetrieben und gegebenenfalls beschleunigt werden. So sollen bei der Kernmarke VW bis 2030 rund 35.000 Stellen abgebaut werden – fast ein Viertel der Belegschaft.

Ein langweiliger Sommer sieht anders aus. Schon 15 Trades in den vergangenen beiden Monaten, die sich jetzt schon positiv auf unser Depotgesamtergebnis auswirken. Mach Schluss mit Minus-Trades und werde Teil dieser Erfolgsgeschichte: libertystockmarkets.com.

Im Gesamtpaket unschlagbar: Liberty Stock Marktes und InvestingPro. Sommer-Deal (nur noch bis Ende Juli): InvestingPro mit bis zu 65% Rabatt

Disclaimer/Risikohinweis: Die hier angebotenen Beiträge der Liberty Stock Markets GmbH dienen ausschließlich der Information und stellen keine Kauf- bzw. Verkaufsempfehlungen dar. Sie sind weder explizit noch implizit als Zusicherung einer bestimmten Kursentwicklung der genannten Finanzinstrumente oder als Handlungsaufforderung zu verstehen. Der Erwerb von Wertpapieren birgt Risiken, die zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die Informationen ersetzen keine, auf die individuellen Bedürfnisse ausgerichtete, fachkundige Anlageberatung. Eine Haftung oder Garantie für die Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der zur Verfügung gestellten Informationen sowie für Vermögensschäden wird weder ausdrücklich noch stillschweigend übernommen. Es handelt sich hier ausdrücklich nicht um Finanzanalysen, sondern um journalistische Texte. Leser, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen beziehungsweise Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Die Mitarbeiter der Liberty Stock Markets GmbH können zum Zeitpunkt der Veröffentlichung der hier besprochenen Titel, Wertpapiere der besprochenen Unternehmen/Titel/Aktien halten und daher kann ein Interessenkonflikt bestehen.

Aktuelle Kommentare

Ich sehe viele Aufhellungen! Im BEV-Bereich sagte man VW vor 18 Monaten noch den Untergang voraus! Heute sind sie in Europa Stellantis, Toyota und sogar Tesla deutlich voraus! Das niedrige EPS aus Q3/24 als Ausgangswert sollte geschlagen werden, was ein weiterer Bodenbildungsindikator darstellt! Ziel-KGV am Ende Q3/25 = 9-11, daraus ergibt sich bei einem EPS von -> 16,71 ein Zielpreis von 151 -182 Euro
Andrea Kraus solange die EVs weiterhin margenschwach sind und gerade diese Fahrzeuge logischerweise ein stärkeres Wachstum verzeichnen, während veraltete Verbrenner auf dem absteigenden Ast sind, mit denen VW noch halbwegs Geld (vorwiegend durch teure Zusatzpakete) erzielen konnte, wird es nun immer enger mit der Geeinnerzielung. Durchschnittl 1000 Euro Gewinn war zuvor für VW ausgerufen. Ich gehe davon aus, dass dieser auf 500Euro oder künftig noch geringer zusammenschrumpft, wenn nicht bald technologische Produktionsverbesserungen implementiert werden, um.die Fertigungszeit und somit den Aufwand erheblich zu reduzieren. Die Autos müssen neu gedacht werden, das haben sie anscheinend immer noch nicht verstanden. Das Trinity Werk hätte auf der grünen Wiese gebaut werden sollen und somit auch eine komplett neue Fertigunsstraße aufgebaut werden sollen. Bei VW scheitert es schon, weil die aktuellen Hallen in Wolfsburg zum Beispiel gar keine Druckgusspressen von Idra aufnehmen können.
Ein zweistelliges KGV für einen dt. Hersteller, der immer noch erst etwa 10% aller Autos als EVs verkauft, die weiterhin rund 30 Stunden Fertigungsdauer benötigen und immer noch mit veraltet Software denkt? Weiterhin sind zu viele Steuergeräte in den Autos, die sich auch nicht komplett über die Software bis ins kleinste Detail ansteuern lassen. Bei Tesla hingegen kann sogar ein Sitz ein Update erhalten. Z.B. lässt sich seit einem der letzten Updates auch der Beifahrersitz vom Fahrer über das Menü nach vorn oder hinten fahren, wenn noch niemand drauf sitzt. Elektrische Sitzverstellung gibt es bei dt. OEMs immer noch nur mit teuren Zusatzpaketen. Fahrersitz lässt sich nur auf drei Positionen speichern. Das gab es schon vor 10 Jahre, hier gibt es Null ! Innovation. Wer kauft sich heute noch solche Autos? Diejenigen, die sich nicht an Innovation geeöhnrn möchten oder was neues, besseres und komfortableres ausprobieren wollen. Das Problem ist, dass der deutsche Käufer KEIN Maßstab ist.
erstmal kackt VW weiter ab. Schade, dass ich zu früh aus der Put Option ausgestiegen bin. Hätte nun in einer Woche den Einsatz verdreifacht.
Installieren Sie unsere App
Risikohinweis: Beim Handel mit Finanzinstrumenten und/oder Kryptowährungen bestehen erhebliche Risiken, die zum vollständigen oder teilweisen Verlust Ihres investierten Kapitals führen können. Die Kurse von Kryptowährungen unterliegen extremen Schwankungen und können durch externe Einflüsse wie finanzielle, regulatorische oder politische Ereignisse beeinflusst werden. Durch den Einsatz von Margin-Trading wird das finanzielle Risiko erhöht.
Vor Beginn des Handels mit Finanzinstrumenten und/oder Kryptowährungen ist es wichtig, die damit verbundenen Risiken vollständig zu verstehen. Es wird empfohlen, sich gegebenenfalls von einer unabhängigen und sachkundigen Person oder Institution beraten zu lassen.
Fusion Media weist darauf hin, dass die auf dieser Website bereitgestellten Kurse und Daten möglicherweise nicht in Echtzeit oder vollständig genau sind. Diese Informationen werden nicht unbedingt von Börsen, sondern von Market Makern zur Verfügung gestellt, was bedeutet, dass sie indikativ und nicht für Handelszwecke geeignet sein können. Fusion Media und andere Datenanbieter übernehmen daher keine Verantwortung für Handelsverluste, die durch die Verwendung dieser Daten entstehen können.
Die Nutzung, Speicherung, Vervielfältigung, Anzeige, Änderung, Übertragung oder Verbreitung der auf dieser Website enthaltenen Daten ohne vorherige schriftliche Zustimmung von Fusion Media und/oder des Datenproviders ist untersagt. Alle Rechte am geistigen Eigentum liegen bei den Anbietern und/oder der Börse, die die Daten auf dieser Website bereitstellen.
Fusion Media kann von Werbetreibenden auf der Website aufgrund Ihrer Interaktion mit Anzeigen oder Werbetreibenden vergütet werden.
Im Falle von Auslegungsunterschieden zwischen der englischen und der deutschen Version dieser Vereinbarung ist die englische Version maßgeblich.
© 2007-2026 - Fusion Media Limited. Alle Rechte vorbehalten.