Leonardo-Aktie: Jetzt Kauf? Analysten sehen Potenzial
Wählen Sie eine beliebige Asset-Allokation – wirklich jede. Im bisherigen Jahresverlauf 2025 haben sich sämtliche Varianten als erfolgreich erwiesen. Das wohl markanteste Bild an den globalen Märkten zum Ende des 3. Quartals ist daher, dass die wichtigsten Anlageklassen auf Basis verschiedener ETFs bis zum Börsenschluss am Freitag, den 26. September, breitflächig Gewinne verbuchen konnten.
Angeführt wird die Rallye von Aktien aus Industrieländern außerhalb der USA (VEA), die seit Jahresbeginn um 26,4 % zugelegt haben. Auf Platz zwei folgen Schwellenländer-Aktien (VWO) mit einem Plus von fast 23 %. Dagegen fällt die Entwicklung der US-Aktien (VTI) vergleichsweise verhalten aus: Sie liegen 2025 bislang „nur“ 13,6 % im Plus.
Der VWO und der VTI liegen zusammen mit Offshore-Immobilien (VNQI) vor dem Global Market Index (GMI), der seinerseits ein starkes Jahr hinter sich hat. Der GMI ist eine nicht verwaltete Benchmark, die von CapitalSpectator.com veröffentlicht wird. Er umfasst sämtliche wichtigen Anlageklassen (mit Ausnahme von Barmitteln) in marktwertgewichteter Form über ETFs und gilt als belastbare Referenz für Multi-Asset-Portfolios.
Ein klarer Nachzügler 2025 sind hingegen US Real Estate Investment Trusts (VNQ). Dieser ETF weist bislang lediglich eine Gesamtrendite von 5,2 % aus.
Würde die Performancemessung an diesem Punkt enden, wäre das Ergebnis im historischen Vergleich durchaus solide. Mit Blick auf das 4. Quartal stellt sich die Lage jedoch komplexer dar.
Zentrale Frage: Werden die „Animal Spirits“ – jene emotionalen und psychologischen Kräfte, die Angst, Gier, Optimismus und Übermut am Markt prägen – in dieser Woche auf die Probe gestellt? Hintergrund ist das Risiko eines Government Shutdowns in den USA ab dem 1. Oktober. Präsident Trump hat sich dazu heute mit führenden Vertretern des Kongresses getroffen, um den Fortgang der Regierungsgeschäfte in Washington zu sichern.
Parallel dazu bleibt unklar, ob die von Zöllen getriebene Inflation ein reales Risiko darstellt. Gleichzeitig hängt vieles am jüngsten Aufwärtstrend, der durch die Erwartung weiterer Zinssenkungen der US-Notenbank getragen wird – zuletzt geschehen am 17. September.
Die Fed Funds Futures signalisieren derzeit eine hohe Wahrscheinlichkeit, dass die Fed ihre Geldpolitik auf der kommenden FOMC-Sitzung am 29. Oktober unverändert belassen wird. Allerdings könnte der Ausblick komplizierter sein, als es die Terminmärkte nahelegen. Der von der Fed bevorzugte Inflationsindikator – der Preisindex der privaten Konsumausgaben (PCE) – stieg im August auf 2,7 % im Jahresvergleich und erreichte damit den höchsten Wert seit April 2024. Die PCE-Kerninflation blieb stabil, erhöhte sich jedoch auf ein Tempo von 2,9 %.

Sind dies Hinweise darauf, dass eine von Zöllen ausgelöste Inflation auf die Gesamtwirtschaft übergreift? Viele Fragen bleiben offen, weshalb der kommende Bericht zum Verbraucherpreisindex für den September besondere Bedeutung hat.
Derzeit unterstellen die Märkte, dass ein Inflationsanstieg nur moderat und vorübergehend ausfallen wird. Als Echtzeit-Indikator, der diese Erwartung entweder bestätigt oder infrage stellt, verdient die Rendite der US 10-jährigen US-Staatsanleihen in dieser Woche und darüber hinaus erhöhte Aufmerksamkeit.

Seit der Zinssenkung der Zentralbank ist die Rendite dieser Benchmark um 14 Basispunkte gestiegen – ein Anstieg, der bislang keine größere Bedeutung hat. Sollte die Rendite jedoch weiter klettern, wird es zunehmend schwieriger, die offensichtlichen Sorgen des Anleihemarktes in Bezug auf Inflationserwartungen zu ignorieren.
