Leonardo-Aktie: Jetzt Kauf? Analysten sehen Potenzial
Es ist längst keine Streitfrage mehr: Die Kosten der US-Zölle tragen US-Unternehmen und Konsumenten.
Piper Sandler hat dazu kürzlich eine aufschlussreiche Analyse veröffentlicht, die eine zentrale makroökonomische Frage aufgreift: Wer kommt bisher tatsächlich für diese Belastungen auf?
Die Zolleinnahmen der USA sind zuletzt deutlich gestiegen – auf Jahressicht summieren sie sich inzwischen auf mehr als 400 Mrd. US-Dollar.
Das ist zweifellos eine erstaunliche Zahl, die auf den ersten Blick sogar dazu beiträgt, das Haushaltsdefizit kleiner wirken zu lassen. Doch entscheidend bleibt die eigentliche Frage: Wer zahlt am Ende wirklich für diese Zölle?

Das zugrunde liegende Rechenmodell ist simpel:
Zölle = US-Importpreise + US-Unternehmensmargen + US-Konsumentenpreise
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Fallen die Importpreise, zahlen die Exporteure.
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Sinken die Margen der US-Unternehmen, trifft es die Unternehmen.
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Steigen die Warenpreise, übernehmen die US-Verbraucher die Rechnung.
Die Analyse von Piper Sandler zeigt:
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Exporteure tragen lediglich rund 10 bis 15 % der Last.
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Konsumenten übernehmen etwa 25 bis 30 %.
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Den größten Teil stemmen die US-Unternehmen: Rund 60 % der durch Zölle verursachten Kosten gehen zulasten ihrer Margen.
Am Ende bleibt die Kernfrage: Wer trägt die Hauptlast, wenn sich der Staub gelegt hat?
Dieser Artikel erschien ursprünglich auf The Macro Compass. Wenn du Teil einer aktiven Community aus Makro-Investoren, Asset Managern und Hedgefonds werden möchtest, findest du hier das passende Abo-Modell.
