Wer zahlt für die US-Zölle: Konsumenten, Unternehmen oder Exporteure?

Veröffentlicht am 12.09.2025, 15:32

Es ist längst keine Streitfrage mehr: Die Kosten der US-Zölle tragen US-Unternehmen und Konsumenten.

Piper Sandler hat dazu kürzlich eine aufschlussreiche Analyse veröffentlicht, die eine zentrale makroökonomische Frage aufgreift: Wer kommt bisher tatsächlich für diese Belastungen auf?

Die Zolleinnahmen der USA sind zuletzt deutlich gestiegen – auf Jahressicht summieren sie sich inzwischen auf mehr als 400 Mrd. US-Dollar.

Das ist zweifellos eine erstaunliche Zahl, die auf den ersten Blick sogar dazu beiträgt, das Haushaltsdefizit kleiner wirken zu lassen. Doch entscheidend bleibt die eigentliche Frage: Wer zahlt am Ende wirklich für diese Zölle?

Wer zahlt für die US-Zölle?

Das zugrunde liegende Rechenmodell ist simpel:

Zölle = US-Importpreise + US-Unternehmensmargen + US-Konsumentenpreise

  • Fallen die Importpreise, zahlen die Exporteure.

  • Sinken die Margen der US-Unternehmen, trifft es die Unternehmen.

  • Steigen die Warenpreise, übernehmen die US-Verbraucher die Rechnung.

Die Analyse von Piper Sandler zeigt:

  • Exporteure tragen lediglich rund 10 bis 15 % der Last.

  • Konsumenten übernehmen etwa 25 bis 30 %.

  • Den größten Teil stemmen die US-Unternehmen: Rund 60 % der durch Zölle verursachten Kosten gehen zulasten ihrer Margen.

Am Ende bleibt die Kernfrage: Wer trägt die Hauptlast, wenn sich der Staub gelegt hat?

Dieser Artikel erschien ursprünglich auf The Macro Compass. Wenn du Teil einer aktiven Community aus Makro-Investoren, Asset Managern und Hedgefonds werden möchtest, findest du hier das passende Abo-Modell.

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