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Manager-Exodus beim Fahrdienst Uber erreicht Konzernspitze

Wirtschaft20.03.2017 10:51
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© Reuters. An Uber logo is seen outside the company's offices in Parktown, a suburb of Johannesburg

San Francisco (Reuters) - Der Fahrdienstvermittler Uber muss nach einer Serie von Abgängen im Management nun auch einen Abschied aus der obersten Führungsetage hinnehmen.

Nach nicht einmal sieben Monaten im Amt warf am Sonntag mit Präsident Jeff Jones jener Konzernlenker hin, der das mitunter raue Image der Firma glätten sollte. Er sei mit dem Ziel angetreten, Uber zu Reife und nachhaltigem Erfolg zu führen, sagte Jones der Nachrichtenagentur Reuters. Seine Erfahrungen bei Uber stünden aber nicht im Einklang mit seinen Maßstäben für Führungsstil. Allerdings könnte auch ein Machtkampf eine Rolle gespielt haben, denn der als Nummer zwei hinter Konzernchef Travis Kalanick gehandelte Jones drohte schon bald in seiner Verantwortung beschnitten zu werden.

"Mir ist klargeworden, dass meine Ideale und Überzeugungen der Unternehmensführung nicht mit dem übereinstimmen, was ich bei Uber gesehen und erlebt habe", erklärte Jones. Der Marketingfachmann war vom Einzelhändler Target zu Uber gekommen, um den nach einer Reihe von Skandalen angeschlagenen Ruf der kalifornischen Firma aufzupolieren. So machte eine frühere Mitarbeiterin Schlagzeilen mit Vorwürfen, Uber toleriere in seiner Zentrale in San Francisco sexuelle Belästigung. Zudem gibt es Patentstreitigkeiten mit der Google-Mutter Alphabet (NASDAQ:GOOGL), Zwist mit Fahrern über Honorar-Kürzungen und Streit über technische Tricksereien, mit denen Uber Auflagen örtlicher Behörden umgehen wollte.

Mit Jones' Abgang erreicht der jüngste Manager-Exodus die oberste Konzernspitze, nachdem erst unlängst zwei führende Manager mit Verantwortung für Firmenwachstum und Sicherheit ausgestiegen waren. Kurz zuvor musste ein Mitarbeiter aus dem Ingenieurs-Team seinen Hut nehmen, weil ihm noch von seinem früheren Job bei Google Vorwürfe der sexuellen Belästigung verfolgten. Fast zeitgleich mit Jones geht nun auch der für Navigationssysteme zuständige Manager Brian McClendon. Er gehe in die Politik, bleibe aber Berater bei Uber, so McClendon.

Uber nannte für den Abgang von Jones keine Gründe sondern beschränkte sich auf einen knappen Dank sowie gute Wünsche für dessen Zukunft. Uber hatte unlängst die Stelle eines Chief Operating Officers (COO) ausgeschrieben, der das Unternehmen zusammen mit Vorstandschef Kalanick leiten soll. Jones war bisher für einige COO-Aufgaben zuständig.

Uber, ein Vermittler von Fahrdiensten in Privatwagen, wird ein aggressives Geschäftsgebaren nachgesagt. Seit seinem Europa-Start vor fünf Jahren läuft das traditionelle Taxi-Gewerbe Sturm gegen die neue Konkurrenz, die in zahlreichen Ländern mit juristischen Hindernissen zu kämpfen hat.

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