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7 Dinge, die jetzt für den Kauf von Aktien sprechen

Veröffentlicht am 01.01.2001, 01:00
7 Dinge, die jetzt für den Kauf von Aktien sprechen
HEIG
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Wuuuua, diese Rutschbahn macht keinen Spaß. In den letzten Wochen haben die Börsen mächtig Wert vernichtet. Und tatsächlich lassen sich gute Gründe finden, Aktien jetzt den Rücken zu kehren. Hier sind allerdings sieben Argumente, um gerade jetzt sein Engagement auszuweiten.

Argument Nr. 1: Die Geopolitik bietet auch Chancen Klar ist es beängstigend, wenn China und die USA sich die ganze Zeit ohrfeigen, der Nahe Osten nicht zur Ruhe kommt und Russland zwielichtige Spielchen treibt. Potenziale werden so verschenkt. Viele der erhofften Milliardenprojekte im arabisch-persischen Raum kommen wohl zunächst nicht zustande und in Märkten wie Türkei oder Brasilien läuft es nicht so gut wie erhofft.

Trotz der vielerorts widrigen Umstände werden daher weiterhin große Gewinne erwirtschaftet. Was wäre aber, wenn die Situation sich zumindest teilweise aufhellen würde? Man muss ja immer beide Szenarien berücksichtigen. Man denke nur an den indischen Riesen, der zuletzt genauso wie eine Reihe weiterer Schwellenländer viele Hoffnungen geweckt hat. Auch die neuen Freihandelsabkommen mit vielen wichtigen Handelspartnern weltweit sollten über die kommenden Jahre ihre positive Wirkung entfalten.

Argument Nr. 2: Beim Wirtschaftswachstum ist kein Ende in Sicht Ein gebremstes Wachstum ist immer noch ein Wachstum. Dass dieses nun kurzfristig in Stagnation oder gar Kontraktion umschlagen müsste, nur weil die letzten neun Jahre gut gelaufen sind, ist kein Gesetz. Es ist ein Szenario, auf das man gefasst sein muss, aber es ist heute nicht wahrscheinlicher als gestern. Die niedrigste Prognose für die deutsche Wirtschaftsleistung 2019 ist jedenfalls ein Plus von 1,4 %. Die guten europäischen Arbeitsmarktdaten stützen die Binnenkonjunktur und der wieder etwas schwächere Euro die Exportkonjunktur.

Die Auftragsbücher sind voll und das Geschäftsklima weiterhin günstig. „Wir sind nach gegenwärtiger Einschätzung weit von einer Rezession entfernt“, sagte Michael Grömling vom vergleichsweise pessimistischen Institut der deutschen Wirtschaft vor wenigen Tagen.

Argument Nr. 3: Der Ölpreis bleibt moderat Wenn die Kosten für Energie in die Höhe schießen, dann kann das verheerende Auswirkungen haben. Der scharfe Anstieg von 2001 bis 2008 war sicherlich ein Faktor im Vorfeld der Finanzkrise. Im Moment sind wir jedoch noch weit entfernt von früheren Hochs, als zeitweise über 90 Euro pro Brent-Fass bezahlt wurden. Heute sind es 69 Euro (Stand 18.10.), was zwar deutlich über dem Schnitt der letzten 20 Jahre liegt, aber beherrschbar wirkt.

Soweit Saudi-Arabien sich nicht mit einer verrückten Aktion selbst ins Knie schießt, sollte das auch so bleiben. Eine weitere Normalisierung in den Bereich von 50 Euro (57 US-Dollar) ist daneben nicht unwahrscheinlich, sodass hier auch Chancen liegen.

Argument Nr. 4: Rohstoffe sind relativ günstig In Rohstoffe zu investieren hat sich über die letzten Jahre kaum gelohnt. Beispielweise hat sich der Index S&P GSCI Non Energy, der vor allem Industriemetalle und Agrarrohstoffe enthält, seit den Hochs von 2011 fast halbiert. Das spricht für eine gute Versorgungssituation, welche Industrieunternehmen hilft, gute Margen zu erzielen, und gleichzeitig den Devisenabfluss auf einem günstigen Niveau hält.

Auf der anderen Seite sind die meisten Preise hoch genug, dass rohstoffreiche Handelspartner in Übersee Gewinne erzielen können und damit über freie Mittel verfügen, um beispielsweise Maschinen und Anlagen aus Deutschland zu importieren.

Argument Nr. 5: Bewertungskennzahlen sind im Keller Durch den Abverkauf der letzten Wochen wirken viele Aktien nun geradezu grotesk billig. Die Bewertung liegt bei immer mehr Unternehmen ein gutes Stück unterhalb des Buchwerts, also des bilanzierten Eigenkapitals — und das auch bei Unternehmen, die solide finanziert sind und hohe Gewinne schreiben — schau dir zum Beispiel HeidelbergCement (DE:HEIG) (WKN:604700) an.

In der Vergangenheit hat sich immer wieder gezeigt, dass Perioden, in denen so tiefe Bewertungskennzahlen gehäuft auftreten, hervorragende Einstiegszeitpunkte darstellen. Eine ökonomische Krise ist da praktisch bereits eingepreist — fällt diese hingegen aus, umso besser.

Argument Nr. 6: Große Investitionsprogramme stehen in den Startlöchern Wir stehen weltweit vor einer massiven Investitionswelle. Ich denke da beispielsweise an Wind- und Solarenergie, welche im Vergleich zu fossilen Kraftwerken viel mehr Kapital verschlingen. Gleichzeitig sollen hohe Beträge in neue Pipelines gesteckt werden, China will ganz Asien mit moderner Infrastruktur überziehen und Südamerika plant eine transkontinentale Eisenbahn.

Daneben sollen über die kommenden Jahre weltweit viele Milliarden in Infrastruktur für Flüssigerdgas (LNG) und Wasserstoff fließen und die Elektromobilität zieht einen ganzen Rattenschwanz von Investitionen entlang der Wertschöpfungskette nach sich.

Es gibt aktuell richtig viele Ideen, wie man Kapital ökonomisch investieren kann. Das ist die Basis für nachhaltiges Wirtschaftswachstum.

Argument Nr. 7: Die niedrigen Zinsen halten an Auch wenn die US-Notenbank schon ein paar Schritte in Richtung Normalisierung gemacht hat, bleiben die Zinsen auch dort im langfristigen Vergleich noch sehr niedrig. Die Folge ist, dass viele Unternehmen sich unschlagbar günstig finanzieren können und damit auf Jahre hinaus kaum Zinsen zahlen müssen. Mit stark steigenden Zentralbankzinsen rechnet kaum jemand.

Auf der anderen Seite gibt es bei immer mehr Unternehmen Dividenden im Bereich von 5 % — und das bei einer Ausschüttungsquote von oft weniger als 50 %. Das heißt, dass die gleiche Dividende aus dem Überschuss bezahlt werden könnte, selbst wenn sich der Gewinn mal halbieren sollte.

Manchmal steht einer hohen Dividendenrendite ein anhaltender Kursverfall entgegen, wenn langfristige Markttrends gegen das Unternehmen wirken. Bei Unternehmen wie Daimler (WKN:710000) sehe ich auf dem aktuellen Niveau aber eher Aufwärtspotenzial.

Die Lage ist gar nicht so schlecht Es könnte sich lohnen, jetzt nach Unternehmen zu forschen, die profitabel sind, Wachstum versprechen und gleichzeitig eine robuste Bilanz haben. Auch wenn kurzfristig alles möglich ist, erscheinen die Renditenaussichten vieler Aktien aufgrund der oben aufgeführten sieben Argumente mittel- bis langfristig hervorragend.

Ralf Anders besitzt keine der erwähnten Aktien. The Motley Fool empfiehlt Daimler.

Dieser Artikel erschien zuerst auf The Motley Fool

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