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Aktien Frankfurt Ausblick: Dax pendelt vor Inflationsdaten um 16 000 Punkte

Veröffentlicht am 29.11.2023 08:26
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FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Dax dürfte seinen Schlingerkurs um die Marke von 16 000 Punkten am Mittwoch zunächst fortsetzen. Anleger warten auf Inflationsdaten, die für Deutschland am frühen Nachmittag veröffentlicht werden und dem deutschen Leitindex Impulse geben könnten. Am Donnerstag stehen dann Daten zur Teuerung aus den Euro-Ländern und den USA an.

Rund eine Stunde vor dem Börsenstart signalisierte der X-Dax ein kleines Plus von 0,05 Prozent auf exakt 16 000 Punkte. Der Eurozonen-Index EuroStoxx 50 wird 0,1 Prozent tiefer erwartet.

Zuletzt hielt sich der Dax nach seiner bisherigen Jahresendrally stabil. Seit dem Zwischentief im Oktober war er rund vier Wochen lang nach oben gelaufen und hat sich inzwischen wieder um fast 10 Prozent erholt. Zum Rekordhoch aus dem Sommer fehlen nun nur noch etwas mehr als 500 Punkte.

Stabile US-Vorgaben werden am Morgen jedoch vor allem von der Schwäche im Hangseng-Index konterkariert. In Hongkong standen vor allem Tech- und Immobilienwerte deutlich unter Druck.

Für Deutschland wird eine erneute Abschwächung der Teuerung erwartet. "Zum einen war das Preisniveau vor einem Jahr besonders hoch", schreiben Experten der Landesbank Hessen-Thüringen. "Zum anderen sei trotz des Konflikts im Nahen Osten der Preis für Brent-Öl deutlich gefallen, was sich positiv auf die Kraftstoff- und Heizölpreise ausgewirkt habe. Wichtig sei, dass sich der Preisanstieg weiter abschwäche, und die Notwendigkeit einer erneuten Zinserhöhung nicht mehr bestehe, betonen die Experten der Helaba. "Die Chancen für dieses Szenario stehen gut, denn vor allem an den Tankstellen hat es Entlastungen gegeben."

Unter den Einzelwerten steht mit Quartalszahlen Aroundtown (ETR:AT1) im Blick. Der im SDax notierte Gewerbeimmobilienspezialist steckt wegen des schwachen Umfelds nach neun Monaten unter dem Strich weiterhin tief in den roten Zahlen. Wie viele Konkurrenten auch, machen Aroundtown die hohen Zinsen zu schaffen. Dennoch bestätigte der Vorstand seine Prognose für das operative Ergebnis, das er zum Halbjahr angehoben hatte. Die Aktie gab auf der Handelsplattform Tradegate im Vergleich zum Xetra-Schluss am Vorabend moderat nach.

Im Dax sind es Umstufungen der US-Bank JPMorgan (NYSE:JPM), die Werte aus der Autobranche bewegen dürften. Für VW ging es auf Tradegate abwärts, während BMW (ETR:BMWG) zulegten. Denn Analyst Jose Asumendi stufte die Vorzugsaktie von Volkswagen (ETR:VOWG) auf "Neutral" ab und auch das Kursziel. Zugleich wurde das BMW-Papier aber auf "Overweight" hochgestuft und das Kursziel angehoben.

Die Internationalisierung des Automobilmarktes werde sich 2024 fortsetzen, schrieb Asumendi in seiner Sektorstudie. Neue Anbieter aus China und Nordamerika träten auf den Plan, gewännen Marktanteile und wirbelten damit den Markt durcheinander. Große etablierte Hersteller wie etwa Volkswagen verzeichneten in dieser Gemengelage seit einigen Jahren Marktanteilsverluste. BMW dagegen habe eine gut ausbalancierte Strategie zur Sicherung der Gewinne und Marktanteile.

Zum Waferhersteller Siltronic (ETR:WAFGn) aus dem SDax äußerte sich die Privatbank Berenberg nun positiver. Sie hob die Aktie auf "Buy" und setzte auch das Kursziel nach oben, was dem Papier vorbörsliche Kursgewinne von fast drei Prozent bescherte. Nach sechs aufeinanderfolgenden Quartalen mit verlangsamtem Wachstum und einem von geringerer Profitabilität geprägten Jahr 2023 dürfte sich das Blatt für den Wafer-Hersteller wenden, schrieb Analyst Gustav Froberg. Die erwartete Zunahme der Dynamik im operativen Geschäft sollte ihm zufolge zu einer höheren Bewertung der Aktie führen.

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