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Aktien Wien Schluss: Sechster Verlusttag in sieben Sitzungen

Veröffentlicht am 25.10.2023 18:06 Aktualisiert 25.10.2023 18:15
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WIEN (dpa-AFX) - Die Wiener Börse hat am Mittwoch mit etwas leichterer Tendenz geschlossen und damit den jüngsten Abwärtsschub gebremst prolongiert. Der ATX musste ein weiteres Minus von 0,22 Prozent auf 3024,52 Punkte hinnehmen. Nach der leichten Erholungsbewegung am Vortag verbuchte der heimische Leitindex damit bereits seinen sechsten Verlusttag in sieben Sitzungen. Am morgigen Donnerstag bleibt die Wiener Börse wegen des Nationalfeiertags geschlossen.

An den europäischen Leitbörsen ging es am Berichtstag überwiegend leicht ins Plus und an der Wall Street herrschten im Verlauf gemischte Vorzeichen vor. An den internationalen Aktienmärkten kommt in diesen unruhigen und unsicheren Zeiten keine große Kauflaune auf, formulierten die Helaba-Experten. Neben den anhaltenden Sorgen über eine weitere Eskalation im Nahen Osten drückten auch enttäuschend aufgenommene Zahlen von Google (NASDAQ:GOOGL) international etwas auf die Stimmung.

Am heimischen Aktienmarkt lag auf Unternehmensebene eine dünne Meldungslage vor. Ungeachtet einer positiven Analystenmeinung rutschten die AT&S-Papiere um deutliche 3,7 Prozent auf 22,84 Euro tiefer. Die Experten von Deutschen Bank (ETR:DBKGn) Research haben die Bewertung der Aktie des Leiterplattenherstellers mit "Buy" neu aufgenommen. Als Kursziel für die Titel wurden 34 Euro errechnet.

Die schwergewichteten Banken zeigten sich mehrheitlich mit positiven Vorzeichen. Während Erste Group (VIE:ERST) um 0,9 Prozent zulegen konnten, gewannen Raiffeisen Bank International (VIE:RBIV) 1,1 Prozent. Die Aktionäre der BAWAG (VIE:BAWG) mussten hingegen ein Minus in Höhe von 0,3 Prozent verbuchen.

Drittquartalszahlen legte AMAG vor, welche laut Einschätzung der Erste Group-Analysten trotzt Rückgängen die Erwartungen übertroffen haben. Der oberösterreichische Aluminiumkonzern hat in den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres deutlich weniger verdient. Der Gewinn sank auf 69,7 Millionen Euro, nach 106,7 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz ging auf 1,14 Milliarden Euro zurück, im Vorjahr standen hier noch 1,35 Milliarden Euro. Die AMAG-Aktie reagierte auf die Zahlenpräsentation mit plus 0,4 Prozent.

OMV-Anteilsscheine ermäßigten sich um 0,5 Prozent. Andritz (VIE:ANDR) schwächten sich um 1,4 Prozent ab. Bei geringeren Handelsumsätzen fielen Mariomend, Mayr-Melnhof (VIE:MMKV) und Austriacard deutlich zwischen 2,7 und 3,2 Prozent.

Im Fokus stand international zudem die Veröffentlichung des wichtigen deutschen Ifo-Index. "Der merkliche Anstieg des Ifo-Geschäftsklimas deutet auf eine Stabilisierung der Stimmung hin, aber noch nicht auf eine Trendwende nach oben", kommentierte Chefvolkswirt Jörg Krämer von der Commerzbank (ETR:CBKG) die Daten. Seiner Einschätzung nach ist das Geschäftsklima weiter auf niedrigem Niveau und deutet nach wie vor ein Schrumpfen der deutschen Wirtschaft im zweiten Halbjahr an.

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