ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Deutliche Verluste - Iran-Unsicherheit hält an
Investing.com - Die Renditen der US-Staatsanleihen haben am Freitag einen kräftigen Sprung gemacht, nachdem aktuelle Arbeitsmarktdaten besser ausfielen als erwartet. Die Rendite der zehnjährigen Anleihe stieg um fast 10 Basispunkte auf 4,793 Prozent, während die zweijährige Anleihe um 12 Basispunkte auf 4,383 Prozent kletterte.
Im Dezember wurden in den USA 256.000 neue Stellen außerhalb der Landwirtschaft geschaffen, wie das US-Arbeitsministerium bekanntgab. Im November waren es noch 212.000 Jobs gewesen. Ökonomen hatten für Dezember lediglich 155.000 neue Jobs prognostiziert.
Die Arbeitslosenquote sank ebenfalls überraschend auf 4,1 Prozent – ein Zehntel unter den Erwartungen.
Helaba-Ökonom Ulrich Wortberg erklärte: „Der Arbeitsmarkt ist in einer guten Verfassung und die US-Notenbank dürfte sich mit den Zahlen bestärkt sehen, bezüglich Zinssenkungen eine vorsichtige und abwartende Haltung einzunehmen. Die Zinssenkungserwartungen bleiben gedämpft.“
Aus den am Mittwoch veröffentlichten Protokollen der Fed-Sitzung im Dezember ging hervor, dass die Mitglieder weiter mit Sorge auf die Inflation und die möglichen Auswirkungen der bevorstehenden Wirtschaftspolitik unter dem neuen Präsidenten blicken. Zinssenkungen in 2025 dürften daher eher vorsichtig und in kleinen Schritten erfolgen, wie es im Protokoll hieß.
Die robusten Jobzahlen könnten diese Haltung noch verstärken. Der Arbeitsmarkt erweist sich trotz aller makroökonomischen Unsicherheiten als widerstandsfähig, was die Hoffnung auf weitere schnelle geldpolitische Lockerungen dämpfen dürfte.
