Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.0869 (08.00Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.0832 im europäischen Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 121.83. In der Folge notiert EUR-JPY bei 132.42 EUR-CHF oszilliert bei 1.0829.
Gestern hörten wir erneut Äußerungen von Seiten der EZB bezüglich der weiteren Vorgehensweise auf der kommenden Ratssitzung im Dezember. Mario Draghi gefällt sich weiter als Verbalakrobat und betonte gestern auf einer Veranstaltung in Mailand wieder einmal wie besorgt er über die niedrige Inflation in der Eurozone ist. Wenn das Anleihekaufprogramm der EZB nicht effektiv genug ist, werden Wege überprüft um das Programm weiter zu intensivieren. Auch die gestrigen Kommentare vom EZB Vizepräsidenten Vitor Costancio zeigen sehr deutlich, dass die EZB Anfang Dezember weitere Maßnahmen ergreifen wird. Wir sind weiterhin kritisch, aber gespannt in welcher Form und mit welchem Werkzeug aus dem Instrumentenkasten gehandelt wird.
Kommen wir zu den eher enttäuschenden Zahlen aus den USA.
Die Erstanträge für Arbeitslosenunterstützung lagen in der vergangenen Woche bei 276.000.
Die Prognosen von Marktexperten gingen von einem Wert von 262.000 Anträgen aus. Der Wert im letzten Monat lag bei 260.000. Der Durchschnittswert in den vergangenen vier Wochen lag bei 262.750.
Auch die US-Produktivität konnte uns nicht ganz überzeugen. Zwar erreichte die US-Wirtschaft im dritten Quartal einen positiven Wert von +1,6 Prozent (Prognosen -0,2 Prozent). Doch im zweiten Quartal konnte noch der sehr starke Anstieg von 3,5 Prozent erreicht werden.
Überraschend war heute Morgen der deutliche Rückgang der Industrieproduktion deutscher Unternehmen. Im produzierenden Gewerbe ist die Produktion um -1,1 Prozent zurückgegangen. Das entspricht dem niedrigsten Wert seit über einem Jahr. Die Prognosen lagen im positiven Bereich bei +0,5 Prozent, teilte das Bundeswirtschaftsministerium heute mit. Das war der zweite Rückgang in Folge, da bereits im August die Produktion -0,6 Prozent niedriger ausfiel. Damit schrumpft die Produktion im gesamten dritten Quartal um -0,3 Prozent.
Das Ministerium erklärte heute: "Nach der guten Entwicklung im ersten Halbjahr spürt die deutsche Industrie aktuell den leichten Gegenwind der Weltkonjunktur, insbesondere durch die Wachstumsverlangsamung in einigen größeren Schwellenländern. Das Geschäftsklima in
der Industrie ist nach wie vor gut und spricht für eine zeitlich begrenzte Durststrecke“.
Im weiteren Tagesverlauf könnte der offizielle US-Arbeitsmarktbericht für Bewegung am Markt sorgen. Die bevorstehenden nonfarm payrolls werden uns wichtige Signale für die anstehende Sitzung der Fed im Dezember geben. Wir gehen von keinen dämpfenden Signalen aus und erwarten eine leicht zunehmende Tendenz. Wir sind gespannt….
Aktuell ergibt sich ein Szenario, das eine neutrale Haltung im Währungsverhältnis zwischen Euro und USD favorisiert. Ein Ausbruch aus der Bendbreite 1.0800 – 1.1150 eröffnet neue Opportunitäten.
Viel Erfolg!
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