Die Aktienmärkte beendeten die erste Handelswoche des Jahres mit einem Short-Squeeze und Zugewinnen. An der Wall Street noch moderat, der DAX hingegen war mit fast +5% der starke Outperformer. Hier könnte nun die große Widerstandszone 14.8 in den Blickpunkt rücken. Ein Bereich, der auch durch den Verfallstermin Januar verstärkt wird.
Der Short-Squeeze am Freitag wurde angetrieben durch ein geringeres Lohnwachstum beim US-Arbeitsmarktbericht und einem Frühindikator ISM auf Kontraktionsniveau, welcher nun einen Konjunktureinbruch für die USA ankündigt. Bad news waren hierbei wieder good news! Geringere Inflation und eine schwächere Konjunktur könnten so die Notenbank früher zum Einlenken bewegen und nach dem Zinsgipfel zügiger Senkungen vorantreiben. Im Fed-Protokoll am Mittwoch sah hingegen kein Ratsmitglied der Notenbank Chancen auf Zinssenkungen im Gesamtjahr 2023. Die Märkte könnten hier abermals eine zu optimistische Einschätzung an den Tag legen. Die Erholung an der Wall Street verläuft ohnehin nur im bärischen Grundmuster.
Wochenausblick detailliert im Video:
2023 wird ein Jahr der Unsicherheiten. Unsicherheit zur Inflationsentwicklung, Unsicherheit über die Konjunktur und natürlich über den geldpolitischen Kurs. Im Video blicke ich zusätzlich auf das große Bild und die historischen Vergleiche.