An der Börse gilt: Strategie schlägt Stimmung

Veröffentlicht am 03.07.2025, 13:43

Kein Zweifel, wir erleben eine Zeit der Multikrisen. Der generelle Börsenoptimismus gerät immer wieder ins Wanken, die Kurse schwanken stark und Anleger reagieren mitunter panisch. Mit einer langfristigen Strategie, einem diversifizieren Portfolio – und einer taktischen Prise für Anpassungen – kommen Privatanleger derzeit am besten durch dieses Kapitalmarktumfeld. Etwa mit Blick auf das Dollar-Risiko.

An den US-Börsen (ETR:SXR4) sprechen Broker inzwischen schon vom Taco-Trade, um die sehr sprunghafte Politik von US-Präsident Donald Trump zu beschreiben: Taco steht für „Trump always chickens out“, am Ende kneift Trump immer wieder – und beschreibt, dass jedem Kursrutsch nach einer politischen Ankündigung eine schnelle Erholung folgt, wenn Trump wieder zurückrudert. Für Anleger sind diese Kurskapriolen nicht vorhersehbar. Und auch aus anderen Gründen bleiben die Märkte volatil: Israel führt mit den USA Krieg gegen den Iran, Russland gegen die Ukraine, die Bundesregierung gegen die Rezession. Die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Wird die Börse so wie derzeit von Kriegen, Handels- und Zollstreitigkeiten sowie von viel Politik bestimmt, fällt es auch einem Profi schwer, die kurzfristige Entwicklung richtig einzuschätzen, bevor sie sich schon wieder ändert. Wie also kommen erfolgreiche Fonds möglichst gut durch volatile Börsen und Zeiten großer Unsicherheit? Und was können Anleger von ihnen lernen? 

Langfristige Anlagestrategie statt schneller Wetten

Leider gibt es keine Weltformel für die Börse, die in allen Lebenslagen den richtigen Weg weist. Andererseits haben viele Fondsmanager einen nicht zu unterschätzenden Vorteil: Sie investieren langfristig und verfolgen dabei konsequent eine dem Fondskonzept entsprechende Anlagestrategie. Darin ist festgehalten, wie hoch die Anteile in den Asset-Klassen Aktien, Anleihen und Rohstoffe im Portfolio sein dürfen und in welchem Bereich sie sich bewegen müssen. Innerhalb der Anlageklassen kann der Fondsmanager dann zwar die für das Fondskonzept besten Wertpapiere auswählen, an der Anlagestrategie und der grundsätzlichen Ausrichtung und Aufteilung des Portfolios ändert sich im Wesentlichen jedoch nichts. Und das ist es, was sie langfristig erfolgreich macht, wie Untersuchungen immer wieder belegen.

Ein schnelles Umschichten von großen Portfolioanteilen aufgrund von Stimmungswechseln an der Börse sollten Anleger unbedingt vermeiden. Betrachten wir zum Beispiel die aktuelle Abkehr von Dollar-Investments, den Hype um Rüstungsaktien oder die Neusortierung der Technologie- und KI-Aktien nach deren enormen Anstieg im vergangenen Jahr. In jedem dieser Bereiche kommt es binnen kurzer Zeit zu Übertreibungen in beide Richtungen. Denn jeder Hype trägt den Keim der Korrektur bereits in sich und ein optimales Timing ist für Anleger nahezu unerreichbar. In den vergangenen fünf Jahren haben die Börsen bereits dreimal um mehr als 20 Prozent nach unten korrigiert. Hätten Anleger in diesen Phasen ihre Aktien verkauft und sich in andere Assetklassen gestürzt, hätten sie die kraftvollen Gegenrallys und sehr guten Marktphasen 2021 und 2024 komplett verpasst und stünden schlechter da als ohne Eingriffe ins Depot. 

Klumpenrisiken vermeiden, strategisch investieren, maßvoll taktieren

Es lohnt sich für Anleger also, mit einem langfristigen Anlagehorizont an einer ausgewogenen Portfoliostruktur aus Aktien, Anleihen, Gold und Liquidität festzuhalten und Rückschläge auszusitzen. Je breiter die Börseninvestments über Anlageklassen, Länder und Regionen gestreut sind, umso besser verkraften Depots Rückschläge in einzelnen Märkten. Daher sollte auch kein Markt und keine Währung deutliches Übergewicht im Portfolio bekommen. Den US-Aktienmarkt aufgrund der Dollar-Schwäche komplett zu meiden, ist genauso unsinnig, wie jetzt im Hoch alles auf Gold zu setzen. Hierin liegt übrigens auch ein Nachteil vieler ETFs, die sich nach Börsenindizes ausrichten, die deutliche Übergewichte in einzelnen Bereichen aufweisen. So besteht beispielsweise der Weltaktienindex MSCI World (ETR:X010) zu 75 Prozent aus US-Aktien, der DAX hingegen hat ein traditionelles Übergewicht bei den deutschen Autoaktien und Finanzdienstleistern.

Um sich auf schnelle Trendwenden an den Märkten einzustellen, nutzen viele Fondsmanager dennoch eine kleine taktische Komponente von beispielsweise zehn Prozent ihres Portfolios, um besondere Chancen zu nutzen und konkrete Risiken zu senken. Anleger können damit ihrem Portfolio mehr Stabilität verleihen und zugleich die Rendite optimieren, indem sie beispielsweise ihr Dollar-Risiko oder ihren Anteil an US-KI-Aktien zugunsten von europäischen, asiatischen oder Schwellenländeraktien reduzieren, ohne ganz auf US-Aktien verzichten zu müssen.

Auch für die taktische Komponente gilt: Schwarz-weiß-Denken vermeiden

Anleger sollten die taktische Komponente von zehn Prozent des Portfolios nutzen, ohne ein neues Ungleichgewicht zu erzeugen. Drei oder vier verschiedene taktische Investments sollten es schon sei, um die Diversifikation im Depot aufrecht zu erhalten. Dafür und um günstige Kaufgelegenheiten nutzen zu können, sollten Anleger auch immer etwas Liquidität vorhalten. 

Ein Schwarz-Weiß-Denken ist bei der Steuerung der taktischen Komponente ebenfalls fehl am Platz. Wer vor gut sechs Monaten dem allgemeinen Börsentenor folgte und alles auf US-Aktien setzte, hat bis heute viel Rendite verschenkt. Denn seit sich die Stimmung nach Trumps Amtsantritt komplett drehte, haben Aktien in Europa – insbesondere im DAX – deutlich besser performt als die hoch bewerteten US-Aktien. Derlei Trends sind also nicht nachhaltig. Gleiches dürfte für die aktuelle Dollar-Schwäche gelten. Sinnvoller ist es, mit einem Anlagehorizont von mindestens zehn Jahren breit diversifiziert zu investieren, um solche Marktverschiebungen aushalten zu können. Denn langfristig haben sowohl US- also auch europäische oder asiatische Aktien großes Potenzial. Die gewissenhafte Auswahl und Ausdauer sind entscheidend.

Zur FGTC Investment (vormals Do Investment AG): 

Entstanden aus dem Single Family Office von Silvius Dornier, gehört die FGTC Investment (vormals: FGTC Investment GmbH) seit Oktober 2024 zur Viessmann Generation Group. Die Gesellschaft betreut und begleitet seit 2011 vermögende Privatpersonen, mittelständische Unternehmerfamilien, Stiftungen und konservative Institutionen ganzheitlich in den Bereichen Vermögensstrukturierung und Vermögensmanagement. Der Fokus liegt dabei auf Kapitalmarktanlagen sowie Agrar- und Forstinvestments – bankenunabhängig sowie frei von Einflüssen und Interessen Dritter. Die FGTC Investment ist durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gemäß Wertpapierinstitutsgesetz (WpIG) zugelassen und unterliegt deren Aufsicht. 

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Beachten Sie, dass eine Investition in Wertpapiere neben Chancen auch Risiken birgt. Die zukünftige Wertentwicklung eines Investments unterliegt unter Umständen der Besteuerung, die von der persönlichen Situation des Anlegers abhängig ist und sich zukünftig ändern kann. Renditen von Anlagen in Fremdwährung können aufgrund von Währungsschwankungen steigen oder sinken. Bei Investmentfonds sollten Sie eine Anlageentscheidung in jedem Fall auf Grundlage der Verkaufsunterlagen (wesentliche Anlegerinformationen, Verkaufsprospekt, aktueller Jahres- und ggf. Halbjahresbericht) treffen, denen ausführliche Hinweise zu den Chancen und Risiken des jeweiligen Fonds zu entnehmen sind. Alle vorgenannten Unterlagen können über die FGTC Investment GmbH, Oettingenstraße 35, 80538 München, oder bei der Kapitalverwaltungsgesellschaft kostenlos angefordert werden.

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