Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Vor ein paar Wochen sah es für einen Moment so aus, als würde die Investmentwelt, wie wir sie kennen, ins Wanken geraten. Doch die Verkaufswelle hat sich inzwischen weitgehend gelegt, die Stimmung hat sich aufgehellt – und aus Sicht einer globalen Vermögensallokation haben sich die Märkte auf hohem Niveau wieder stabilisiert. Ein Blick auf ausgewählte Proxy-ETFs zeigt: Die Risikobereitschaft ist zurück, zumindest wenn man die Kurse vom Börsenschluss am Freitag (27. Juni) als Maßstab nimmt.
Ob die Risikoneigung in weltweit diversifizierten Portfolios überhaupt jemals wirklich verschwunden war, darüber lässt sich streiten. Wie zuletzt auch in unserer Schwesterpublikation The ETF Portfolio Strategist beschrieben, blieb der langfristige Trend bei einer Reihe globaler Asset-Allocation-ETFs selbst während der Marktturbulenzen stabil – und damit durchgehend risikofreudig. Im Gegensatz dazu signalisierten kurzfristige und mittelfristige Indikatoren recht früh einen Schritt in Richtung Risikoabbau.
Was lässt sich daraus mitnehmen? Anlegerinnen und Anleger, die einen ausreichend langen Atem mitbringen und sich nicht von kurzfristiger Nervosität treiben lassen, wurden am Ende belohnt – vor allem dann, wenn sie die täglichen Schlagzeilen mit einer gesunden Portion Distanz betrachtet haben.
Ein gutes Beispiel für die wiedergewonnene Risikofreude in der globalen Allokation ist das Verhältnis zwischen einer offensiveren Strategie (AOA) und ihrem defensiveren Pendant (AOK).

Wenn man die Entwicklung nach einzelnen Anlageklassen betrachtet, zeigt sich dagegen ein gemischteres Bild. Zwar hat der US-Aktienmarkt (S&P 500) am Freitag ein neues Allzeithoch erreicht, doch ein beliebter Indikator für die Risikoneigung – der Vergleich zwischen dem S&P 500 ETF (SPY) und seinem defensiveren Pendant mit geringerer Volatilität (USMV) – hat sich von den Verlusten im April noch nicht vollständig erholt.

Gleichzeitig hält die relative Schwäche von US-Aktien (VTI) gegenüber Aktien aus entwickelten Auslandsmärkten (VEA) weiter an.

Ein ähnliches Bild zeigt sich auch im Vergleich zwischen US-Aktien (VTI) und Aktien aus Schwellenländern (VWO) – auch hier liegen die US-Titel weiterhin im Hintertreffen.

Ein Trend, der sich auch in diesem Jahr kaum verändert hat, ist die anhaltende relative Schwäche der US-Small Caps (IJR) gegenüber ihren großen Geschwistern im Large-Cap-Segment (SPY).

Auch das Verhältnis von US-Aktien (SPY) zu Anleihen (BND) bewegt sich weiterhin in einer Art Grauzone. Zwar hat sich der 50-Tage-Durchschnitt dieses Verhältnisses zuletzt erholt, doch um ein klares Signal für eine risikofreudige Positionierung zu liefern, müsste er noch die 200-Tage-Linie überwinden. Ein Hinweis darauf, dass am Markt nach wie vor eine gewisse Vorsicht herrscht?

Was lässt sich aus all dem mitnehmen? Vor allem eines: Aus Sicht einer globalen Vermögensallokation ist die Risikobereitschaft deutlich zurückgekehrt. Gleichzeitig bleiben die Trends bei US-Anlagen weiterhin unklar.
Das liegt unter anderem an der anhaltenden Unsicherheit rund um die Geldpolitik der US-Notenbank, mögliche neue Zölle und die Frage, welche Inflationsfolgen das Ausgabengesetz haben könnte, das aktuell im Senat verhandelt wird.
Die Stimmung an den US-Märkten bleibt angesichts dieser Risiken vorsichtig – sie meidet klare Risiken, ist aber auch noch nicht bereit, sich voll und ganz auf eine offensive Haltung einzulassen.
Die große Frage ist: Steigen die Anleger in dieser Woche wieder ohne Zögern in den Bullentrend ein?
