Amazon: Anthropic wird zum Milliarden-Turbo
Das Sitzungsprotokoll der Europäischen Zentralbank hat der Gemeinschaftswährung am Donnerstag einen ordentlichen Schub gegeben. Aber auch enttäuschende Daten aus den USA stützten. In der Spitze stieg der Eurokurs auf 1,2059 Dollar und damit auf den höchsten Stand seit 3 Tagen. Die Einheitswährung hat damit beste Chancen auf einen Sprung auf 1,2100-Dollar-Marke.
Den Mitschriften zufolge sind die Währungshüter sehr zuversichtlich bezüglich der wirtschaftlichen Erholung. Von Pessimismus war keine Spur. Vielmehr will die Europäische Zentralbank im Laufe des ersten Quartals ihre Forward Guidance, also ihre geldpolitischen Leitlinien, anpassen und damit rückt auch die geldpolitische Normalisierung näher. Der Euro profitierte davon mit deutlichen Aufschlägen.
Die Erzeugerpreisinflation in den USA schwächte sich dagegen im Dezember ab. Im Jahresvergleich sank der Preisdruck um 0,5 Prozent auf 2,6 Prozent. Gleichzeitig verschlechterte sich die Arbeitsmarktsituation in den USA. So kletterte die Zahl der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe auf 261.000, während die Konsensschätzungen nur eine Zahl von 245.000 vorausgesehen hatten. Das brachte den US-Dollar ins Straucheln.
Ein nachhaltiger Bruch des Widerstands bei 1,2030 (Mittwochhochs) könnte dem Euro erneut Schwung verleihen. Bei 1,2065 und 1,2100 (psychologische Marke) liegen dann die nächsten charttechnischen Widerstandshürden. Um die Gefahr eines Fehlanstiegs gar nicht erst aufkommen zu lassen, sollte der Euro künftig nicht mehr unter die Haltelinien bei 1,2000 und 1,1955 zurückfallen.

