Nach der jüngsten Erholung haben schon einige die Bodenbildung bei den Ölpreisen ausgerufen. Aber weit gefehlt. Vor allem am Ölmarkt geht eine Erholungsbewegung mit einem hohen Volumen einher, was bei dem jüngsten Aufwärtsimpuls nicht der Fall war. Mehr als ein kurzes Strohfeuer war das also nicht, was auch der gestrige Turn gen Süden bestätigte.
Noch immer flirten die Ölpreise mit der unteren Begrenzungslinie des Trendkanals bei rund 65,00 Dollar. Ein nachhaltiges Abgleiten unter diese Marke würde das Tor in Richtung der psychologisch wichtigen Marke von 60,00 Dollar aufstoßen.
Spätestens hier sollten Anleger dann aber mit einer Gegenreaktion, die ein höheres Volumen aufweist, als die vom Montag, rechnen. Schließlich verläuft hier der Aufwärtstrend von Mitte Juli. Als zusätzliche Stütze sollte sich in diesem Bereich die Glättung der letzten 200 Tage bei rund 61,32 Dollar erweisen.
Auf der Oberseite gilt es dagegen das Hoch vom 15. Juni (67,09 Dollar) sowie das Hoch vom 30. Mai (68,67 Dollar) zurückzuerobern, damit sich die charttechnische Ausgangslage entspannt.
Von den technischen Indikatoren kommen gemischte Signale. Der MACD stabilisiert sich unterhalb der Nulllinie und bewegt sich seitwärts, während der RSI die jüngsten Tiefs im Kursverlauf noch nicht durch entsprechende Tiefs im Indikatorenverlauf bestätigt hat. Aktuell entspräche dies einer positiven Divergenz, was in der Regel ein gutes Signal für eine bevorstehende Erholung ist.