Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Wir haben in den vergangenen Wochen wiederholt darauf hingewiesen, dass die Marktbreite unzureichend ist – und sich offenbar weiter verschlechtert. Mit dieser Verschlechterung ist gemeint, dass die Zahl der marktführenden Assets abnimmt, während immer mehr Aktien, Faktoren, Sektoren und Anlageklassen hinter dem Gesamtmarkt zurückbleiben.
Aktuell ist die Liste der Aktienfaktoren, die im Vergleich zum Gesamtmarkt als überkauft gelten, kurz: S&P 500 Growth (NYSE:IVW), Mega Cap Growth (NYSE:MGK), High Beta (NYSE:SPHB) und Disruptive Technology (ARKK). Während die Marktbreite weiter abgenommen hat, ist zudem eine bemerkenswerte Anlageklasse aus der Rangliste herausgefallen. Bitcoin und andere Kryptowährungen haben in den letzten vier bis sechs Wochen deutlich schwächer abgeschnitten als der S&P 500.
Die nachstehende Grafik vergleicht die jüngste Wertentwicklung von Bitcoin, Mega Cap Growth (MGK) und dem Equal Weight S&P 500 (RSP). Wie zu erkennen ist, setzten die Mega-Caps ihren Aufwärtstrend fort und legten seit dem Tiefpunkt am „Tag der Befreiung“ um fast 50 % zu. Bitcoin stieg von den Tiefstständen im April sogar noch schneller und erreichte Anfang Oktober ein Plus von rund 60 %.
Im vergangenen Monat jedoch gaben Bitcoin und andere Kryptowährungen deutlich nach und verloren etwa die Hälfte ihrer Gewinne aus dem Zeitraum April bis Oktober. Seit April liegt Bitcoin damit rund 20 % hinter dem MGK zurück. Zur Veranschaulichung zeigt der RSP, der alle Aktiensektoren und Faktoren repräsentiert, die im Vergleich hinterherhinken, zwar einen Anstieg von 19 % seit April – dennoch bleibt die relative Unterperformance klar erkennbar.
Bitcoin ist damit ein weiteres Beispiel für die zunehmende Konzentration an der Marktspitze. Das nachlassende Interesse an spekulativen Anlagen wie Bitcoin deutet letztlich auf eine Umschichtung hin – weg von den wenigen marktführenden Titeln und hin zu der breiten Masse von Aktien, die bisher nicht mit den großen Indizes und den hoch bewerteten Technologiewerten Schritt halten konnten.

ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe
Durch den seit über einem Monat andauernden Shutdown der Regierungsarbeit fehlen dem Markt derzeit viele wichtige Wirtschaftsdaten. Dennoch gibt es – trotz geschlossener Behörden – einige alternative Quellen, die wertvolle Einblicke in die wirtschaftliche Lage liefern. Eine davon ist die Umfrage des Institute for Supply Management (ISM), die sowohl Unternehmen des verarbeitenden Gewerbes als auch des Dienstleistungssektors befragt. Am Montag wurde der aktuelle Bericht für das verarbeitende Gewerbe veröffentlicht.
Die ISM-Umfrage unterscheidet sich in ihrer Methodik von den meisten anderen datenbasierten Wirtschaftsberichten. Die Befragten geben nicht absolute Veränderungen an, sondern bewerten, ob ein bestimmter Aspekt ihres Geschäfts besser, schlechter oder unverändert ist. So kann etwa jemand angeben, dass die Preise im laufenden Monat höher waren als im Vormonat – ohne zu quantifizieren, wie viel höher sie waren. Vor diesem Hintergrund möchten wir einige zentrale Ergebnisse der aktuellen ISM-Umfrage hervorheben:
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Gesamtindex: 48,7 gegenüber 49,1 im Vormonat.
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Neue Aufträge: Dieser Teilindex gilt als wichtiger Frühindikator für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung. Im Oktober stieg der Wert um 0,5 Punkte auf 49,4. Ein Wert unter 50 signalisiert, dass mehr Unternehmen einen Rückgang der Auftragseingänge erwarten als einen Anstieg. Obwohl die Wirtschaft damit weiterhin in einer Kontraktionsphase bleibt, ist der leichte Anstieg ein positives Signal.
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Beschäftigung: Mit einem Wert von 46,0 zeigt auch die Beschäftigung anhaltende Schwäche. Zwar legte der Index gegenüber dem Vormonat leicht zu, doch deutet er weiterhin darauf hin, dass mehr Unternehmen Personal abbauen als einstellen.
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Preise: Eine erfreuliche Entwicklung zeigt sich beim Preisindex, der um 3,9 Punkte auf 58 gesunken ist. Zwar melden noch immer mehr Unternehmen steigende als fallende Preise, doch die Werte bewegen sich wieder in Richtung des neutralen Bereichs um 50.
Der Bericht signalisiert nun bereits seit drei Jahren eine wirtschaftliche Kontraktion, zeigt aber zugleich erste Anzeichen einer Stabilisierung. Dabei ist zu berücksichtigen, dass der Dienstleistungssektor einen deutlich größeren Anteil an der Gesamtwirtschaft hat als das verarbeitende Gewerbe – und seine Entwicklung damit für das gesamtwirtschaftliche Bild entscheidend bleibt.
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