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Bitcoin, Ripple, Cardano: Über die Regulierung von Kryptowährungen

Von Andy HechtKryptowährungen10.08.2021 13:14
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Bitcoin, Ripple, Cardano: Über die Regulierung von Kryptowährungen
Von Andy Hecht   |  10.08.2021 13:14
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  • Regierungen sind keine Fans von Kryptowährungen

  • Die USA und Europa werden beim Thema Krypto-Regulierung wahrscheinlich zusammenarbeiten

  • Zwei separate regulatorische Konzepte

  • Steuern stehen an erster Stelle

  • Globaler Finanzkrieg

Bitcoin, Ethereum, Ripple, Cardano und andere Kryptowährungen haben ein deutliches Comeback von ihren Tiefstständen erlebt, auf die sie während der steilen Korrektur nach den Höchstständen im April und Mai gefallen waren. Bitcoin sackte von 65.520 USD am 14. April bis Ende Juni auf ein Tief von 28.800 USD ab, was einen Verlust von über 56% darstellt. Ethereum erreichte Mitte Mai mit 4.406,50 USD seinen Höchststand und purzelte bis Ende Juni auf ein Tief von 1697,75 USD, womit es noch stärker um fast 61,5% eingebrochen war.

Die Marktkapitalisierung der gesamten Anlageklasse von über 11.180 digitalen Token hatte sich von rund 2,5 Billionen US-Dollar mehr als halbiert.

Sogar während die Kurse wegbrachen, zog der Spekulationswahn jeden Tag neue Teilnehmer in die Anlageklasse. Am Sonntag, dem 8. August, lag Bitcoin wieder über der 43.800-Dollar-Marke, während Ethereum knapp über 3.000 Dollar pro Token kostete. Die Marktkapitalisierung für die gesamte Anlageklasse betrug fast 1,775 Billionen US-Dollar.

Geschichten über unglaubliche Vermögensbildung von denjenigen, welche die Weitsicht hatten, eine Investition von 1 US-Dollar in Bitcoin zu fünf Cent im Jahr 2010 in über 2 Millionen US-Dollar zu verwandeln, sind ein mächtiger Beweggrund. Darüber hinaus setzen Technologieunternehmen weiterhin auf die libertäre Form des Geldes, allen voran Jack Dorseys Firma Square (NYSE:SQ).

Auf der jüngsten B-Word-Konferenz nannte der CEO von Square und Twitter (NYSE:TWTR) Kryptowährungen das Geld des Internets. Da immer mehr Unternehmen damit beginnen, Token für Zahlungen zu akzeptieren, werden die Regierungen wahrscheinlich nicht nur untätig zusehen.

​Regierungen sind keine Fans von Kryptowährungen

Regierungen haben Kryptos wegen ihrer Nutzung durch Kriminelle wiederholt in Frage gestellt. Es ist jedoch die Kontrolle der Geldmenge, um die es in erster Linie geht.

Die Kontrolle des Geldes ist der wichtigste Machtfaktor. Die Aufgabe der Kontrolle über die Geldmenge an eine libertäre Währung verringert die Macht des Staates.

Der Status quo bedeutet, dass Regierungen die Geldmenge auf Knopfdruck erhöhen oder reduzieren können. Die ideologische Kluft zwischen Regierungen und einer grenzüberschreitenden Geldform schafft einen tiefen Graben zwischen beiden Seiten.

Regierungen begrüßen die Blockchain, da diese die technologische Evolution des Finanzwesens darstellt. Die Geschwindigkeit und Effizienz der Finanztechnologie geben dem Sektor eine breite Attraktivität. Die digitalen Währungen selbst stellen jedoch eine massive Bedrohung der Macht des Staates dar.

China scheint die erste Regierung zu sein, die eine digitale Form ihrer Währung, den Yuan, herausgeben wird. In Vorbereitung darauf haben die Chinesen gegen Bitcoin und andere Kryptos hart durchgegriffen. Es wird nicht lange dauern, bis die USA und Europa mit digitalen Dollars und Euros nachziehen werden. Washington DC und die EU werden höchstwahrscheinlich Chinas Beispiel folgen, um die Kontrolle über die Geldmenge zu behalten und damit auch die Macht über die Finanzmärkte.

​Die USA und Europa werden beim Thema Krypto-Regulierung wahrscheinlich zusammenarbeiten

Nach 2008, im Gefolge des Finanzmarktcrashs, wurden die Voraussetzungen für eine grenzüberschreitende regulatorische Zusammenarbeit geschaffen. Angesichts der Wende zum Globalismus unter der Biden-Administration werden die Regulierungsbehörden in den USA, Großbritannien und der EU wahrscheinlich zusammenarbeiten, um einen Regulierungsrahmen für Kryptowährungen zu schaffen.

Während sie dies als regulatorisches Umfeld zum Schutz von Anlegern, Händlern und der Unversehrtheit des Geldes darstellen, wird der zugrundeliegende Faktor die Kontrolle und Aufrechterhaltung des monetären Status quo sein.

​Zwei separate regulatorische Konzepte

Ich erwarte, dass sich die Fintech-Branche in zwei regulatorische Konzepte aufspaltet. Das eine umfasst von der Regierung ausgegebene digitale Währungen und könnte auch sogenannte "Stablecoins" umfassen, die harte Vermögenswerte widerspiegeln.

Dies werden wahrscheinlich die Blue Chips sein, die einer weniger strengen Regulierung unterliegen, da die Kontrolle weiterhin in den Händen der Regierungen, Finanzministerien, Zentralbanken und Währungsbehörden liegt.

Kryptowährungen hingegen könnten mit weitaus höheren regulatorischen Hürden konfrontiert sein, um die von ihnen ausgehende Bedrohung für etablierte Machtbasen abzuschwächen.

Steuern stehen an erster Stelle

Eines der wirksamsten Instrumente von Regierungen sind Steuern. Ein Zeichen dafür, dass Kryptowährungen sich bereits im Fadenkreuz der US-Regierung befinden, sind zwei konkurrierende Krypto-Steueränderungen im Infrastrukturgesetz des Senats. Bei der Besteuerung geht es darum, die Rolle eines "Brokers" bei Kryptowährungen zu definieren.

Ironischerweise versuchten die Senatoren zunächst, strengere Regeln für die Besteuerung von Kryptowährungen einzuführen, um Finanzmittel für das Infrastrukturgesetz aufzutreiben. Der Wyden-Toomey-Lummis-Antrag würde die "Broker"-Definition einschränken, um Miner und Validatoren, Hardware- und Softwarehersteller sowie Protokollentwickler von der Bezeichnung auszuschließen. Die Änderung soll verhindern, dass das Kryptogeschäft und der Markt nach Übersee in weniger restriktive Rechtsordnungen abwandern.

Unterdessen würde der Portman-Warner-Sinema-Änderungsantrag nur Proof of Work (PoW) Miner vor der neu vorgeschlagenen Meldepflicht schützen. Stake (PoS)-Entwicklern, -Betreibern, -Validatoren oder -Liquiditätsanbietern würden auch hier Meldepflichten unterliegen.

Fazit: Eine strenge Besteuerung wird kommen, in welcher Form auch immer. Die Steuererhebung ist das wichtigste Instrument, mit dem Regierungen die Anlageklasse im Griff behalten und Kontrolle ausüben können.

Unter dem Vorwand, Gelder für die Infrastruktur einzutreiben, hätten das US-Finanzamt IRS und andere Regierungsbehörden die Macht, den Geldfluss mit völliger Transparenz zu kontrollieren. Darüber hinaus könnte die grenzüberschreitende Zusammenarbeit eine Wunderwaffe sein, die den Markt weg von Kryptos hin zu staatlich ausgegebenen digitalen Währungen und Stablecoins treibt, die den Wert regulierter Vermögenswerte widerspiegeln.

​Globaler Finanzkrieg

Die libertäre Ideologie verlagert die Macht vom Staat zum Einzelnen. Libertäre glauben an freie Märkte, auf denen die Preise aus transparenten Transaktionen ohne Einmischung der Regierung zustande kommen. Ironischerweise glauben viele, dass der Libertarismus eine rechte Doktrin ist.

Wenn es um Geld geht, wollen Libertäre die Rolle der Regierung beschneiden. Aber sozial kann der Libertarismus auch die politische Linke ansprechen. Rechte und linke politische Ideologien befürworten unterschiedliche Formen des Libertarismus.

Wenn es um Kryptowährungen geht, werden weder die Regierungen noch die Befürworter der aufstrebenden Anlageklasse mit dem Ergebnis zufrieden sein. In den USA und Europa bereitet das Wachstum von Technologieunternehmen, die Oligarchien geschaffen haben, die Bühne für einen epischen Kampf darum, wer in Zukunft die Geldmenge kontrolliert.

Regierungsbeamte sind auf der einen Seite, mit Jack Dorsey, Teslas (NASDAQ:TSLA) Elon Musk, Amazons (NASDAQ:AMZN) Jeff Bezos und anderen Titanen auf der anderen Seite, die eine Fintech-Welt bauen, die der Kontrolle der Regierungen zu entgleiten droht.

Beide Seiten haben Eigeninteressen. Die Regierungen werden alles tun, um ihre Macht zu bewahren. Der Kryptomarkt und die Technologieunternehmen versuchen, den Einzelnen die Macht zurückzugeben, aber auch weil sie davon profitieren werden.

Fazit: Eine Regulierung ist in Sicht und wird wahrscheinlich ein Klassensystem schaffen, in dem digitale Währungen und Stablecoins nicht der gleichen Behandlung wie Kryptos unterliegen.

Die zwei konkurrierenden Zahlungssysteme könnten sich gegenseitig ausschließen, was zu viel Volatilität führen und einen epischen Kampf um die Finanzhoheit auslösen könnte. Regierungen können das Recht auf Besteuerung, Vorschriften und Heere von Agenten haben. Der Technologiesektor verfügt jedoch über Know-how und Fähigkeiten, welche weit über das hinausgehen, auf was die Bewahrer des Status quos zurückgreifen können.

Spekulatives Interesse befeuert derzeit die libertäre Anlageklasse, weshalb die chinesischen Aufsichtsbehörden eingeschritten sind. China ist ein autoritäres System, das es leicht macht, alles zu unterdrücken, was nicht im Interesse der Regierung ist.

Die USA und Europa dürften das Gleiche versuchen. Aber in sozialen Demokratien ist dies jedoch alles andere als einfach.

Bitcoin Futures (monthly)
Bitcoin Futures (monthly)

Quelle: CQG

Der Monatschart der Bitcoin-Futures oben zeigt, dass der spekulative Wahn wahrscheinlich anhalten wird. Fast 11.200 Kryptowährungen – und jeden Tag kommen mehr auf den Markt – sind ein weiteres Zeichen dafür, dass die Anlageklasse an Attraktivität gewinnt. Darüber hinaus bedeutet die Existenz von Bitcoin und Ethereum-Futures, dass die Katze bereits aus dem Sack ist und die USA und Europa nun versuchen werden, mit Steuern und Regulierung aus einer geschwächten Position heraus einzugreifen.

Viele sind sich einig, dass Blockchain die Zukunft des Zahlungssystems ist. Die Form des Geldes ist jedoch ein Thema, das auch in den kommenden Jahren Kontroversen schüren wird.

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Kommentare (2)
Max Müller
Max Müller 10.08.2021 15:12
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Der Artikel an sich ist ja wirklich nicht schlecht…aber Linke und Libertäre auf einen Faden zu ziehen finde ich eine echt harte Nummer.
Axel Rothe
Axel Rothe 10.08.2021 14:40
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Guter Artikel … Tech gegen Staat und Demokratien … macht ein wenig Angst
 
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