Bitcoin unter Druck: Wird Strategy zum Problemfall?

Veröffentlicht am 24.11.2025, 07:07

Bitcoin hat seine Jahresgewinne inzwischen vollständig verloren, und auch die Aktie des weltweit größten Bitcoin-Halters Strategy (NASDAQ:MSTR) (MSTR – ehemals MicroStrategy) ist im gleichen Zeitraum um rund 30 % gefallen. Wie bereits mehrfach erwähnt, ist Strategy im Kern eine Bitcoin-Holding - eine Art gehebelte Alternative zum direkten Besitz von Bitcoin.

Das ursprüngliche Kerngeschäft des Unternehmens, nämlich Unternehmensanalysesoftware, schreibt seit fast einem Jahrzehnt überwiegend Verluste. Als Softwareanbieter ist Strategy daher nahezu wertlos – wenn nicht sogar weniger wert – da das operative Geschäft fortlaufend Kapital verbrennt. Gleichzeitig hält das Unternehmen 641.692 Bitcoin und ist damit weltweit der größte Unternehmenshalter dieser Anlageklasse. Dieser Bestand wurde sowohl über Fremd- als auch über Eigenkapital finanziert.

Besonders ins Auge fallen die rund 8,2 Milliarden US-Dollar an Schulden, die früher oder später zurückgezahlt oder zumindest refinanziert werden müssen. Angesichts eines Bitcoin-Vermögens im Wert von etwa 61 Milliarden US-Dollar sitzen die Gläubiger damit in einer vergleichsweise komfortablen Lage – während Bitcoin-Anleger zunehmend nervös werden.

Michael Saylor, CEO von Strategy, hat mehrfach betont, das Unternehmen werde seine Bitcoin „niemals verkaufen“. Ob das tatsächlich zutrifft oder eher marketinggetrieben ist, bleibt offen. Am Markt wächst jedenfalls die Sorge, Saylor könnte sich angesichts fälliger Vorzugsdividenden oder Schulden doch zu einem Verkauf gezwungen sehen.

Selbst wenn der potenzielle Verkaufsumfang gering wäre, könnte allein die Vorstellung, dass ausgerechnet ein selbst ernannter „HODL“-Investor verkauft, Druck auf den Bitcoin ausüben. „HODL“ steht für Anleger, die ihre Positionen halten, selbst wenn fallende Kurse andere verunsichern. Die Frage, die sich nun stellt: Überdenken möglicherweise weitere HODL-Anleger ihre Strategie - und verkaufen, bevor Strategy dazu gezwungen sein könnte?

Da der Kryptomarkt wie kaum ein anderer für übermäßige Spekulation steht, lohnt ein genauer Blick. Die jüngsten Spannungen wirken zunehmend auch auf andere spekulative Bereiche wie gold und KI-bezogene Technologietitel. Die folgende Grafik zeigt die Wertentwicklung seit Jahresbeginn von Bitcoin (IBIT) und Strategy (MSTR).

MSTR Kurschart

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viel Unsinn abgeschrieben, keine gute Arbeit 🫣
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