Marktkommentar
Das Währungspaar GBP/USD ist nach wie vor auf dem Weg zur runden Marke von 1,3000. Über die weitere Richtung dürfte heute die Bank of England (BoE) entscheiden.
Angesichts der jüngsten Stärke der britischen Währung sind Investoren optimistisch was die geldpolitische Ausrichtung der Notenbank angeht. Zuletzt gab es sogar Spekulationen darüber, dass die Bank of England den Stimulus im Herbst zurückzufahren könnte.
Normalerweise gehen bei der BoE geldpolitische Veränderungen mit der Veröffentlichung des vierteljährlichen Inflationsberichts einher, der die jüngsten Wirtschaftsprognosen beinhaltet. Ob Änderungen bei den konjunkturellen Parametern mit einer baldigen Leitzinserhöhung einhergehen ist allerdings eher unwahrscheinlich. Interessant werden dürfte außerdem, ob es dem geldpolitischen Falken Kristin Forbes gelingen wird, weitere Fürsprecher für eine Leitzinserhöhung zu finden. Jedoch stehen die Chancen hierfür nicht besonders gut.
Mit einem Blick auf die jüngsten Konjunkturdaten lässt sich sagen, dass es zuletzt mehr Verbesserungen als Verschlechterungen in der britischen Wirtschaft gab. Die Inflation sowie die Löhne und die Wirtschaftsaktivität konnten laut den jüngsten Indikatoren und Umfragen zulegen, aber die Konsumausgaben bleiben sehr schwach und die Aktivität am Wohnungsmarkt verlangsamt sich.
Wir wissen, dass BoE-Präsident Mark Carney besorgt über die wirtschaftlichen Folgen eines EU-Austritts ist - doch bislang konnte die von vielen befürchtete Krise vermieden werden. Für übertriebenen Optimismus besteht dennoch kein Grund und daher sollten Anleger vor der geldpolitischen Entscheidung lieber an der Seitenlinie warten.
Wenn die Mehrheit der Ratsmitglieder die positive wirtschaftliche Perspektive bestätigt, und gleichzeitig betont, dass man die Inflationsrate im Auge behalten muss, ja dann dürfte der GBP/USD über die Marke von 1,30 auf 1,3050 steigen. Bleiben die Währungshüter hingegen vorsichtig, indem sie vor zukünftigen Risiken warnen und die jüngsten wirtschaftlichen Verbesserungen herunterspielen, sollte der Weg für das Währungspaar zur 1,2850 frei sein.
Autor: Malte Kaub
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