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Hier richtet sich der Blick auf den aktuell wohl wichtigsten Chart für die Bondmärkte.
Japanische Investoren zählen seit Jahren zu den größten Kapitalexporteuren weltweit. Sie halten beträchtliche Bestände an europäischen Anleihen und US-Staatsanleihen – insgesamt ausländische Bonds im Wert von Billionen.
Doch dieses Engagement könnte sich in absehbarer Zeit weniger auszahlen. In der Folge könnte Kapital verstärkt aus den internationalen Anleihemärkten abgezogen und wieder in heimische Fixed-Rate-Produkte umgeschichtet werden.
Ein solcher Schritt hätte spürbare Konsequenzen für die Bond- wie auch für die Währungsmärkte.
Die Logik dahinter ist letztlich eine Frage einfacher Mathematik.
Die folgende Grafik vergleicht die Rendite 30-jähriger japanischer Staatsanleihen (blau) mit Rendite der 30-jährigen US-Staatsanleihen nach Absicherung der Kosten für das USD/JPY FX-Risiko (orange). Zugrunde liegt die Annahme, dass die Bank of Japan ihre Zinsen schrittweise auf 1,75 % anhebt und die Zinssenkungen der Fed im Zeitverlauf bei 3 % ankommen.

Auffällig ist, wie stark sich die beiden Renditen inzwischen angenähert haben.
Schon heute ergibt sich für japanische Anleger kaum noch ein Mehrwert, 30-jährige US-Staatsanleihen zu kaufen – selbst dann nicht, wenn die Währungsrisiken abgesichert werden – statt das Kapital im heimischen Anleihemarkt zu belassen.
Spannend wird es jedoch mit Blick auf einen weiteren Punkt.
Über Jahre hinweg investierten japanische Anleger in ausländische Anleihen, ohne das Wechselkursrisiko abzusichern. Der Grund: die Erwartung eines schwächeren Yen. Daraus ergaben sich zwei Vorteile:
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höhere Renditen auf ausländischen Anleihemärkten
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zusätzliche Gewinne durch einen fallenden JPY
Nachdem die Vereinigte Staaten nun signalisiert haben, eine weitere Yen-Abwertung verhindern zu wollen, und zugleich die Renditen in Japan deutlich gestiegen sind, gerät diese Rechnung ins Wanken.
Sollten japanische Investoren ihre Kapitalexporte in ausländische Anleihemärkte zurückfahren, wären die Folgen für die globalen Bond- und Aktienmärkte erheblich.
Wie schätzen Sie die Lage ein?
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