Der Kurs des Euro hat sich am Montag etwas von den Verlusten der vergangenen Handelstage erholt. Trotzdem kommt die Gemeinschaftswährung nicht richtig auf Touren. Den herben Verlusten der Vorwoche hatte das Währungspaar nur ein mickriges Plus von 0,1 Prozent entgegenzusetzen. Unserer Meinung nach ist dies ein Ausdruck von Schwäche.
Die meisten Konjunkturdaten und -indikatoren im Euroraum sind nach wie vor aufwärtsgerichtet oder zeigen zumindest bloß eine leichte Verlangsamung an. Doch am Markt für europäische Staatsanleihen wächst die Nervosität der Investoren vor der Präsidentschaftswahl in Frankreich. Denn der linkspolitische Präsidentschaftskandidat Jean-Luc Mélenchon genießt den jüngsten Umfragen zufolge immer mehr Unterstützung - und so könnten Macron die Wähler wegrennen.
In der Folge erreichte die Renditedifferenz zehnjähriger US- und deutscher Staatsanleihen den tiefsten Stand seit 2006. Ein entsprechender Kursrückgang im EUR/USD blieb bis dato aus. Sollte sich der Graben, der die beiden Zinswelten dies- und jenseits des Atlantiks trennt, weiter auseinander bewegen, droht dem EUR/USD eine Fortsetzung des Kursrückgangs in Richtung 1,05.
Heute stehen mit der deutschen ZEW-Umfrage neue Stimmungsindikatoren auf dem Terminplan. Trump, Brexit sowie die Präsidentschaftswahlen in Frankreich und vieles mehr - all das könnte die Euphorie der Volkswirte und Analysten gebremst haben. Selbst wenn sich die Stimmung auf hohem Niveau stabilisiert, dürfte sie sich im kommenden Monat abschwächen. Denn zu den größten Risiken zählen in den nächsten Monaten die Aufrechterhaltung der Stabilität in der Europäischen Währungsunion und aus diesem Grund ist das Aufwärtspotenzial beim Euro eng begrenzt.
Autor: Malte Kaub
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