Fed-Signale belasten den Dollar nur leicht

Veröffentlicht am 12.12.2025, 07:18

Der 25-Basispunkte-Zinsschritt der US-Notenbank fiel weniger restriktiv aus als im Vorfeld befürchtet. In der ersten Reaktion geriet der US-Dollar unter Druck, da die begleitende Kommunikation als leicht reflationär interpretiert wurde. Zwar hob die Fed ihre BIP-Prognosen an, zugleich hielt sie jedoch an geplanten Zinssenkungen für 2026 und 2027 fest. Damit richtet sich der Fokus der Märkte nun auf die letzten entscheidenden Impulse vor Jahresende – insbesondere auf die anstehenden US-Arbeitsmarktdaten sowie mehrere wichtige Zentralbanksitzungen.

USD: Für Dollar-Bären hätte es schlimmer kommen können

Viele Anleger hatten sich auf einen deutlich „hawkisheren“ Zinsschritt eingestellt. Letztlich gab es jedoch nur zwei Gegenstimmen, und die Fed beließ es im Medianausblick bei einer Zinssenkung für 2026. Gleichzeitig vermied es Fed-Chef Powell, den Eindruck zu erwecken, die Notenbank habe bereits eine geldpolitische Pause eingelegt. Stattdessen betonte er, dass sich der Leitzins in einem Bereich bewege, der als neutral gelten könne, und dass die Fed gut positioniert sei, bei Bedarf flexibel zu reagieren.

Damit blieb die Pressekonferenz deutlich hinter dem restriktiven Tonfall vom Oktober zurück. Der Dollar schloss in der Folge insgesamt unverändert bis leicht schwächer. Aus Sicht der Dollar-Bären hätte das Ergebnis somit durchaus ungünstiger ausfallen können.

Zusätzliche Aufmerksamkeit erhielt die Ankündigung der Fed, in den kommenden vier Wochen kurzlaufende Staatsanleihen im Umfang von 40 Milliarden US-Dollar zu erwerben. Zwar handelt es sich dabei um einen technischen Schritt, um ausreichend Bankreserven für zeitweise angespannte Geldmärkte bereitzustellen. Dennoch könnte allein die Aussicht auf etwas niedrigere Geldmarktsätze den Dollar leicht belasten.

Wie Powell zudem betonte, stehen bis zur nächsten Fed-Sitzung im Januar zahlreiche wichtige Datenveröffentlichungen an. Gleichzeitig warnte er davor, dass einzelne Daten durch technische Effekte im Zusammenhang mit dem Regierungsstillstand verzerrt sein könnten.

Der Blick der Anleger richtet sich nun auf neue Impulse, insbesondere durch den Arbeitsmarktbericht für November, der am kommenden Dienstag veröffentlicht wird. Darüber hinaus stehen in den nächsten zehn Tagen mehrere richtungsweisende Zentralbanksitzungen an.

Der FOMC-Beschluss dürfte damit das wichtigste marktbewegende Ereignis vor Jahresende gewesen sein. Mit seinem Abschluss könnte nun die saisonal typische Dollar-Schwäche zum Jahresende wieder stärker zum Tragen kommen. Der DXY dürfte in diesem Umfeld in Richtung der Zone um 98,00 Punkte tendieren.

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