
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Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1111 (08.14 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1097 im Asien-Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 111.35. In der Folge notiert EUR-JPY bei 123.70. EUR-CHF oszilliert bei 1.1080.
Hurra, es gibt doch viel mehr Wachstum als bisher ermittelt! So oder so ähnlich lesen sich einige Schlagzeilen in Bezug auf die Revision des US-BIP im ersten Quartal. Wurde der ursprüngliche Wert noch mit 0,50% beziffert, stellt sich die Zahlenlage nach letzten Erkenntnissen mit 0,80% auf Jahressicht deutlich besser da als zunächst gedacht. Dies ist erfreulich, aber mehr auch nicht. Dass die Wachstumsrate sukzessive abnimmt und in den letzten sechs Quartalen lediglich im zweiten Quartal 2015 überzeugen konnte, ist ein auffälliges Warnsignal.
Der finale Wert des Verbrauchervertrauens nach Lesart der Uni Michigan fiel mit 94,7 Punkten nicht ganz so gut wie erwartet aus. Dennoch zeigt sich eine deutliche Belebung im Vergleich zu den letzten Monaten. In diesem Jahr hat es bisher nur rückläufige Werte gegeben, das aktuelle Level stellt das höchste Niveau seit dem dritten Quartal 2015 dar. Im April lag der Wert noch bei nur 89 Punkten. Dies war der deutlichste Anstieg seit Dezember 2013.
Auch die Einschätzung der aktuellen Situation fiel besser aus als zuletzt. Mit 109,9 Zählern lag der Maiwert um 3,2 Punkte über dem Vormonatswert. Damit wird die aktuelle Lage so gut eingeschätzt wie seit 2007 nicht mehr…
Die Erwartungen stiegen ebenfalls an. Mit 84,9 Punkten lag der Report um stolze 7,3 Punkte über dem Vormonat, auch wenn sich der Endwert unterhalb des vorläufig ermittelten Wert einsortiert.
Inflationserwartungen haben nachgelassen, sowohl auf kurz- als auch auf langfristiger Basis. Mit 2,4% bzw. 2,5% liegen diese auf den niedrigsten Stand seit Jahren.
Nach Analyse der veröffentlichten Daten bleiben Fragezeichen zurück. Der so starke Arbeitsmarkt („Vollbeschäftigung“) und auch die Vermögenswerte (Aktien, Immobilien) bringen die Stimmungslage zurück in Vorkrisen-Sphären. Die aktuelle Lage wird nach den ermittelten Zahlen extrem positiv eingeschätzt, obwohl es deutliche konjunkturelle Risiken gibt und auch die qualitativen Entwicklungen am Arbeitsmarkt keinen Raum für Euphorie bieten.
Die Zeichen der Stimmungslage sind allerdings derart optimistisch, dass die FED ihre sportlichen Aussagen nochmals unterstrichen hat. Nachdem in den letzten Tagen verschiedene Gouverneure der Notenbank die Erwartungen an einen zweiten Zinsschritt zur Mitte des Jahres, also zum Juni oder Julitermin, geschürt hatten, gab sich nun auch die Vorsitzende des Offenmarktausschusses Janet Yellen optimistisch. Die deutliche Mehrheit der Marktteilnehmer rechnet nun bis August mit einer Zinserhöhung. Dieses Anzeichen wird als Bestätigung der Aussagen aus den letzten Tagen aufgefasst, weshalb der USD weiter moderat aufwerten sollte und sich zurzeit wieder dem unteren Ende der EUR/USD-Bandbreite um 1,10 annähert. Dabei liegt der Fokus weniger auf dem Juni als auf dem Juli Termin. Der Devisenmarkt muss hier einen längeren Atem beweisen als in der Vergangenheit als die Monatlichen Zinssitzungstermine regelmäßig für Achterbahnfahrten der Wechselkurse sorgten.
Unsere skeptische Haltung behalten wir aber bei. Selbst ein oder zwei Erhöhungen bis Jahresende hätten die viel gebrauchte Bezeichnung Zinswende nur teilweise verdient. Bis dahin ist es aber noch ein langer Weg, zumal sich die negativen Folgen für die US-Wirtschaft (u.a. US-Dollar Stärke) aus einer solchen Taktik erst noch zeigen würden.
Diese Woche bietet uns von der Datenfront einige Leckerbissen. Heute ist US-Feiertag, weshalb keine Daten veröffentlicht werden. Morgen startet die Woche mit Daten zur Geldmengenentwicklung (EUR) und zu Einkommen der privaten Haushalte (US). Mittwoch erwarten wir Einkaufsmanagerdaten aus Europa und den wichtigen ISM Index aus der US-Industrie.
Donnerstag wird als Vorbote des großen Arbeitsmarktberichts am Freitag (14:30 Uhr) die ADP Beschäftigungsumfrage veröffentlicht. Hier sollte sich eine leicht abnehmende Tendenz zeigen, wobei diese aber nicht für Aufregung im Markt sorgen sollte. Lediglich deutlich bessere Arbeitsmarktzahlen könnten den anziehenden Erwartungen nochmals weiteren Auftrieb geben.
Aktuell ergibt sich ein Szenario, das eine neutrale Haltung in der Parität EUR-USD favorisiert. Ein Ausbruch aus der Bandbreite 1.0800 – 1.1350 eröffnet neue Opportunitäten.
Viel Erfolg!
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