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Der Goldpreis testete in der vergangenen Woche mehrfach neue Allzeithochs, bevor er am Freitag mit 4.380 USD seinen vorläufigen Höchststand erreichte. Anschließend gab das Edelmetall um 195 USD nach und fiel kurzzeitig unter die Marke von 4.200 USD, ehe es sich wieder leicht erholte – ein verhaltener Auftakt in die neue Handelswoche.
Nachdem Gold zuvor nahezu täglich neue Rekorde markiert hatte, war in den vergangenen Tagen kaum Verkaufsdruck zu erkennen – bis es am Freitag schließlich zu Gewinnmitnahmen kam. Angesichts des deutlich überkauften Marktes kam dieser Rücksetzer jedoch wenig überraschend. Doch stellt sich nun die Frage: Ist der Aufwärtstrend damit beendet?
Für eine solche Schlussfolgerung ist es noch zu früh. Die markante Abwärtskerze am Freitag deutet zwar auf ein mögliches Zwischenhoch hin, was jedoch nicht zwangsläufig negativ wäre. Ein kurzfristiger Rückgang bis in den Bereich von 4.000 USD wäre aus technischer Sicht durchaus denkbar, bevor sich der Preis stabilisiert oder eine Konsolidierungsphase eintritt.
Gleichzeitig sollte man nicht vergessen, dass Gold im Verlauf dieser Hausse bereits mehrfach scheinbare Tops gebildet hat, die sich später als Fehlsignale erwiesen. Auch die Kursbewegung vom Freitag könnte sich letztlich als weiteres Beispiel dafür herausstellen – ein Grund mehr, auf der Short-Seite mit Vorsicht zu agieren.
Worauf sollten wir in dieser Woche achten?
In der laufenden Woche dürfte der Berichtskalender gut gefüllt sein, während es auf der makroökonomischen Seite etwas ruhiger zugeht. Grund dafür ist der anhaltende Shutdown der US-Regierung, der die Veröffentlichung mehrerer Wirtschaftsdaten verzögert. Das BLS wird voraussichtlich am Freitag, den 24. Oktober, den verspäteten VPI veröffentlichen. Die Konsensschätzungen liegen bei einem Anstieg von 0,4 % für den Gesamtindex und 0,3 % für den Kernindex gegenüber dem Vormonat.
Sollten sich diese Erwartungen bestätigen, würde dies die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung auf der FOMC-Sitzung in der kommenden Woche weiter erhöhen – ein Szenario, das den Goldpreis tendenziell unterstützen dürfte. Insgesamt ist jedoch nicht davon auszugehen, dass die Inflationsdaten allein größere Auswirkungen auf die Devisenmärkte und damit auf Gold haben werden, da der Fokus der Fed inzwischen stärker auf der Beschäftigungslage liegt.
Gleichwohl könnten deutliche Abweichungen von den Erwartungen – nach oben oder unten – zu spürbarer Volatilität führen. Darüber hinaus verdienen der britische Verbraucherpreisindex am Mittwoch sowie die globalen Einkaufsmanagerindizes am Freitag Beachtung, da sie den USD kurzfristig bewegen und damit auch den Goldpreis beeinflussen könnten.
Warum steigen die Goldpreise?
Das Edelmetall hat in diesem Jahr einen massiven Höhenflug erlebt – und bis zum vergangenen Freitag schien kein Ende in Sicht. Getragen wurde die Rallye vor allem durch die Erwartung anhaltender Käufe seitens der Zentralbanken. Viele Marktteilnehmer versuchten, dieser Nachfrage zuvorzukommen, indem sie die Preise weiter nach oben trieben.
Zudem rechnen Anleger damit, dass die Fed die Zinsen noch in diesem Jahr zweimal und 2026 möglicherweise um weitere 75 Basispunkte senken wird. Diese Aussicht auf sinkende Anleiherenditen und einen anhaltend schwachen USD schafft ein günstiges Umfeld für Gold. Hinzu kommt die anhaltende Suche nach sicheren Anlagealternativen – ein Trend, von dem das Edelmetall derzeit klar profitiert.
Die in den letzten Wochen wieder aufgeflammten Handelsspannungen zwischen den USA und China lieferten den Investoren zusätzliche Argumente, ihre Long-Positionen in Aktien durch Engagements in Gold abzusichern und so das Risiko breiter zu streuen.
Kann Gold die 5.000er-Marke knacken?
Zwar bestehen durchaus Risiken für eine Korrektur, doch die bisherige Stärke der Aufwärtsdynamik und die nur moderaten Rücksetzer sprechen dafür, dass die Marktteilnehmer keinen abrupten Einbruch des Goldpreises erwarten – selbst wenn das Edelmetall in die Nähe seines Hochs kommt. Der Trend müsste sich erst spürbar abschwächen, bevor eine nachhaltige Umkehr wahrscheinlich wird. Genau das ermutigt die Bullen, ihre Positionen so lange wie möglich zu halten.
Angesichts der Tatsache, dass die Marke von 5.000 USD nur noch rund 700 USD entfernt ist, wäre es gewagt, dagegen zu wetten, dass Gold dieses Niveau irgendwann erreicht. Gleichwohl scheint eine überfällige Korrektur notwendig, um schwächere Hände aus dem Markt zu drängen und neuen Käufern einen günstigeren Einstieg zu ermöglichen.
Ob der vergangene Freitag bereits den Wendepunkt markiert hat, bleibt abzuwarten. Sollte dies der Fall sein, müssten sich die Abwärtsbewegungen in den kommenden Tagen klarer abzeichnen – bislang fehlt es jedoch an überzeugenden Signalen für eine Trendwende.
Technische Analyse und Schlüsselniveaus
Aus technischer Perspektive zeigt der Goldpreis weiterhin einen klaren Aufwärtstrend. Die fortlaufenden Ausbrüche auf neue Allzeithochs, die nur geringen Rücksetzer und die steigenden gleitenden Durchschnitte unterstreichen die Stärke des Trends. Gleichzeitig bewegen sich die Kurse jedoch auf historisch überkauften Niveaus, was sich in Momentum-Indikatoren wie dem Relative Strength Index (RSI) widerspiegelt. Solche überhitzten Marktphasen führen erfahrungsgemäß zu Konsolidierungen oder kleineren Korrekturen.
Nach der schwächeren Entwicklung am Freitag bleibt nun abzuwarten, ob sich daraus ein kurzfristiger Rücksetzer ergibt. Manche Marktbeobachter argumentieren, dass diese Korrektur bereits begonnen hat – schließlich fiel der Preis vom Hochpunkt aus um beachtliche 195 USD. In einem starken Bullenmarkt werden derart schnelle Rückgänge jedoch häufig rasch wieder aufgekauft. Betrachtet man die Kursbewegung seit Freitagnachmittag, spricht vieles dafür, dass sich dieses Muster erneut wiederholen könnte.
Es liegt nun an den Bären, zu zeigen, ob sie die Kraft haben, den Goldpreis tatsächlich unter Druck zu setzen – bislang deutet wenig darauf hin.

Insgesamt zeigt der Goldpreis weiterhin einen klaren Aufwärtspfad. Solange die Abfolge höherer Hochs und höherer Tiefs intakt bleibt, verläuft der Weg des geringsten Widerstands nach wie vor nach oben. Erst ein nachhaltiger Bruch dieses Musters würde die technische Lage eintrüben und auf eine mögliche Trendwende hindeuten.
Auf der Unterseite sollten Anleger kurzfristig vor allem die Unterstützungszonen bei 4.200 und 4.180 USD im Blick behalten. Unterhalb dieser Marken fehlen zunächst offensichtliche Haltepunkte, bis im Bereich von 4.059, 4.023 und schließlich 4.000 USD weitere Unterstützungen liegen.
Auf der Oberseite rücken runde Kursmarken und charttechnische Formationen wie 4.300 USD – die bereits in der vergangenen Woche getestet und überschritten wurde – sowie 4.400 USD und 4.500 USD in den Fokus. Zudem gilt es, das Hoch vom Freitag bei 4.380 USD als kurzfristig relevante Referenzmarke zu beobachten.
