Die beste KI-Aktie im März (+46% in 3 Wochen)
Schalten Sie derzeit Finanzberichte ein, stoßen Sie schnell auf Diskussionen über den Übergang von GPU zu TPU – zweifellos ein bedeutender technologischer Trend und eine neue Etappe in der Entwicklung der KI. Bemerkenswert ist jedoch, dass Gold dabei weitgehend unter dem Radar bleibt. Blickt man auf die Vergangenheit, könnte sich das gelbe Metall allerdings gerade auf eine eindrucksvolle Jahresendrallye vorbereiten.
Schub auch von den Chartmustern
Legen wir die Erwartungen kurz beiseite und richten den Blick auf die reine Kursentwicklung.
Die nachstehende Grafik zeigt, dass der Goldpreis erneut in eine Konsolidierungsphase eingetreten ist. Aus technischer Sicht entspricht das einem vertrauten Muster aus niedrigeren Hochpunkten und höheren Tiefpunkten. Dieses symmetrische Dreieck erinnert in gewisser Weise an die Formation, die sich von April bis August herausgebildet hatte – unmittelbar bevor es Ende des dritten bzw. zu Beginn des vierten Quartals zu einem kräftigen Ausbruch kam.

Das symmetrische Dreiecks-Fortsetzungsmuster im Goldpreis, unterstützt von einem steigenden 200-DMA sowie einem entspannten, aber konstruktiven RSI. Quelle: StockCharts.com
Wie sieht das Kursziel für Gold aus?
Auf Basis der aktuellen Formation lässt sich auch ein mögliches Kursziel ableiten. Die Höhe des Dreiecks beträgt 460 USD (4.350–3.890 USD). Addiert man diese Spanne zu einem möglichen Ausbruchsniveau von 4.150 USD, ergibt sich ein potenzielles Ziel von rund 4.610 USD – und das durchaus in absehbarer Zeit.
Erfahrene Trader erkennen natürlich, dass ich hier das Pferd etwas von hinten aufzäume. Dennoch vermittelt dieser Ansatz zumindest ein Gefühl dafür, welche Größenordnung die nächste Aufwärtsbewegung annehmen könnte. Bedenken Sie zudem, dass der Anstieg nach dem Labor Day deutlich kräftiger ausfiel, als die technischen Muster für den Sommer erwarten ließen.
Der Trend ist dein Freund – erneut
Im Tageschart zeigt sich allerdings noch mehr als nur das entstehende symmetrische Dreiecks-Fortsetzungsmuster. Der langfristige 200-Tage-Durchschnitt steigt weiter an, was darauf hindeutet, dass die Bullen den Primärtrend dominieren. Der 50-DMA liegt darüber, und der Kurs führt beide Trendlinien souverän an.
Hinzu kommt: Seit dem Übergang vom 2. ins 3. Quartal wurde der 50-DMA nicht mehr unterschritten. Gleichzeitig hat sich der RSI-Momentum-Oszillator, der im Frühherbst noch über 70 lag, in einen moderaten Bereich zwischen 40 und 70 zurückgebildet. Genau diese Spanne gilt laut der bekannten Technikspezialistin Connie Brown als besonders konstruktiv. Eine vertiefte Beschäftigung mit ihrem RSI-Ansatz kann ich jedem Leser nur empfehlen.
Saisonalität – ein weiterer positiver Faktor für Gold
Die kurzfristigen technischen Signale sprechen also klar für Gold. Doch wie passen historische Muster zum Jahresende 2025 ins Bild? Tatsächlich bietet sich nur ein Vergleich an: 1979. Mit einem Zuwachs von bislang 59 % hat das Edelmetall seit der Carter-Ära kein stärkeres Jahr verzeichnet.
Besonders spannend für heutige Anleger: Ende 1979 schnellte der Goldpreis vom 27. November bis zum Jahresende noch einmal deutlich nach oben – insgesamt +34 % in nur fünf Wochen. Übertragen auf die aktuelle Entwicklung würde das bedeuten, dass Gold an Silvester 2025 bei etwa 5.600 USD stehen könnte.

1979: Gold legt von Thanksgiving bis zum Jahresende zu. Quelle: StockCharts.com
Ich möchte zudem darauf hinweisen, dass es auch in anderen vergleichbaren Jahren – etwa 1973 und 1974 – zu Rallyes vom Thanksgiving-Zeitpunkt bis zur Nikolaus-Rallye kam.
Die meisten Anleger hatten vor Jahrzehnten allerdings noch gar nicht die Möglichkeit, den damals sehr engen und exklusiven Goldmarkt aktiv zu handeln. In den vergangenen 20 Jahren fiel die Preisentwicklung zwar weniger spektakulär aus, blieb aber insgesamt dennoch positiv. Die Saisonalitätsanalyse von StockCharts zeigt solide Renditen und durchaus überzeugende Positivitätsraten. Im Durchschnitt legte der Goldpreis im November und Dezember um 0,8 % zu und verzeichnete in den meisten Jahren zumindest moderate Anstiege.
Das Fazit: Das Kästchen „Saisonalität“ können wir guten Gewissens abhaken.

Gold: Mehr als halbvolle Weihnachtsstrümpfe im Dezember seit 2006. Quelle: StockCharts.com
Makroökonomische Rückenwinde
Was ist mit der Makroansicht? Auch aus makroökonomischer Perspektive kommt derzeit eine Spur Weihnachtsstimmung in der Edelmetallbranche auf. Der Stimmungszeiger zeigt klar in Richtung der Tauben innerhalb der Fed, und die Erwartungen verdichten sich, dass der Offenmarktausschuss die Zinsen am 10. Dezember senken wird. Die vom Markt implizierte Wahrscheinlichkeit liegt inzwischen bei über 80 %. Die Blackout-Periode der Fed beginnt am Samstag um Mitternacht.
Auch der USD bleibt ein wichtiger Faktor für die Entwicklung des Goldpreises. Viele Leser wissen, dass ich in der zweiten Jahreshälfte ein besonderes Auge auf den Greenback hatte. Der US-Dollarindex (USD) ist seit dem 30. Juni spürbar gestiegen, liegt jedoch weiterhin unter dem zentralen Widerstand bei 100,50. Das bullische Round-Bottom-Muster ist zwar nach wie vor intakt, doch ein Rückfall unter eine Unterstützungszone, die bis Mitte September zurückreicht, könnte den Bären das Ruder überlassen. Ein schwächerer USD wäre vermutlich positiv für Gold, auch wenn die traditionellen Marktbeziehungen in diesem Zyklus bislang nicht besonders konsequent gespielt haben.

US Dollar Index: Bullische Rounded-Bottom-Formation, wichtige Aufwärtstrend-Unterstützungslinie. Quelle: StockCharts.com
Weitere Einflussfaktoren wie Liquidität, Entwicklungen im Kryptobereich und steuerliche Überlegungen sollten Anleger ebenfalls im Blick behalten. Am Ende könnte jedoch der direkte Fokus auf den Goldchart der vielversprechendste Ansatz sein, um zum Jahresende möglicherweise einen Grand Slam auf dem Metallmarkt zu erzielen.
Gleichzeitig gilt – wie immer in dieser Branche –, dass es keinerlei Garantien gibt. Handelsentscheidungen sollten sich vielmehr an Wahrscheinlichkeiten orientieren. Und so, wie die Dinge aktuell stehen, halte ich die Chancen für eine fünfwöchige Jahresendrallye beim Goldpreis für vergleichsweise hoch.
Goldminen - eine weitere interessante Wette
Bei der Verbesserung dieser Chancen können gelegentlich auch die Trends bei Goldaktien eine Rolle spielen. Und Goldfans dürften sich freuen, denn der VanEck Gold Miners ETF (NYSE:GDX) könnte bereits im Begriff sein auszubrechen. Wie das Metall selbst markierte auch der GDX Mitte Oktober sein Hoch. Anschließend korrigierte der ETF exakt um 20 % und stabilisierte sich bei einem erneuten Test Anfang dieses Monats im Bereich von 68 USD. Das folgende Gap Fill bei 81 USD war das nächste technische Signal, und seither setzt sich die Serie höherer Hochs und höherer Tiefs fort.
Nun, oberhalb von 79 USD (unter Verwendung der StockCharts-Option „Verlängerte Handelszeiten“ in den SharpCharts-Skalen- und Anzeigeeinstellungen), könnte der Fonds aus einem eigenen symmetrischen Dreieck nach oben ausbrechen. Die nächsten Widerstände liegen bei 81 und 85 USD. Sollte sich der aktuelle Anstieg als echter Ausbruch bestätigen, würde ein gemessenes Kursziel von rund 93 USD für den GDX aktiviert.

GDX: Ein möglicher Ausbruch wäre für Gold das sprichwörtliche Sahnehäubchen. Quelle: StockCharts.com
Fazit
Dient das Jahr 1979 als Blaupause für das laufende Jahr? Vermutlich nicht vollständig (n=1, versteht sich), doch nach einem historischen Goldboom hat sich die Stimmung im Edelmetallsektor spürbar beruhigt, und die Nachrichtenlage ist dünner geworden. Kombiniert mit einer sich beschleunigenden Preisentwicklung könnte genau daraus die ideale Ausgangslage für eine Goldrallye zum Jahresende entstehen.


