Der Goldpreis hatte trotz der geopolitischen Turbulenzen und dem Handelskrieg zwischen den USA und dem Rest der Welt keinen leichten Stand. So ist das gelbe Metall in der Spitze von 1.365 Dollar auf 1.211 Dollar gefallen und hat damit den tiefsten Stand seit Mitte 2017 erreicht.
Unterstützung bietet dem Goldpreis aktuell das 50% Fibonacci-Retracement des gesamten Aufwärtsimpulses von November 2015 bis Juli 2016 und die wichtige 200-Wochen-Linie bei 1.208 Dollar.
Fällt das gelbe Metall unter diese Schlüsselunterstützung, so müssten die Bullen wohl endgültig das Spielfeld den Bären überlassen. So weit ist es aber noch nicht. Schließlich hat der Goldpreis in der Vorwoche einen inversen Hammer auf Wochenbasis ausgeprägt, was den Bullen in der Regel in die Karten spielt.
Voraussetzung für eine tiefgreifende Erholung wäre jetzt ein schneller Wiederanstieg über den gebrochenen Aufwärtstrend bei 1.248 Dollar. Danach bestünde Spielraum auf das Hoch in der Woche zum 9. Juli und der 90-Wochen-Linie bei 1.267 Dollar.
Auf der Unterseite sollte ein Abgleiten unter die jüngsten Jahrestiefs unter allen Umständen vermieden werden, da sonst ein Ausverkauf auf das Tief von Anfang März 2017 bei 1.194 Dollar droht.
Unterdessen sind die technischen Indikatoren nach wie vor negativ ausgerichtet. Weder der RSI noch der MACD geben aktuell Anzeichen für eine Stabilisierung, so dass eine Wette auf eine Erholung des Goldpreises nach wie vor sehr spekulativ ist.