Hat Erdogan die Goldpreise gedrückt?

Veröffentlicht am 16.08.2018, 14:27

Trotz den steigenden geopolitischen Risiken ging Gold während der türkischen Währungskrise genau in die andere Richtung als man erwartet hätte und ist gefallen, um 5% von 1.228 USD auf 1.162 USD pro Unze. Könnte das an Präsident Erdogans Appell an sein Land liegen? „Wenn Sie noch Euro, Dollar oder Gold unter dem Kissen haben, sollten sie diese in Lira wechseln. Das ist nationale Pflicht.! Mmmm... Nein, eher unwahrscheinlich. Die idiosynkratische Natur der modernen risikoscheuen Sätze ggü. dem Motto „Alles mit einem hohen Beta verkaufen“ aus der Vergangenheit lassen vermuten, dass fanatische Goldkäufe unwahrscheinlich sind. Die Anleger halten dem Sturm stand und werden sich dann auf den USD oder sogar Bitcoin oder andere Kryptowährungen stürzen, die während Systemzusammenbrüchen tragfähige Alternativen sind. Wir bleiben mittel- und langfristig negativ zum Gold.

In der Zwischenzeit stabilisiert sich die Risikobereitschaft weiter, da der USDTRY fällt. Die Prognosen, dass es zur Ansteckung kommt, haben nachgelassen, da die Höhe und die Zusammenstellung der türkischen Anlagen im Allgemeinen bestimmt wurden. Das begrenzte Engagement in toxische Anlagen durch ausländische Finanzinstitute haben den Händlern das Vertrauen gegeben, dass der «Ereignishorizont» nicht durchbrochen wird. Die zusätzlichen Zölle Amerikas auf die türkischen Produkte bleiben, aber die Türkei hat von Katar eine wirtschaftliche Hilfe in Höhe von 15 Mrd. USD erhalten. Die Krise konnte im Moment vermieden werden, aber die langfristigen Schäden für die Türkei sind noch unklar.

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