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Heraeus Edelmetallprognose 2022: Gold gut, Silber noch besser!

Von Miningscout (Nils Glasmachers)Rohstoffe28.01.2022 06:54
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Heraeus Edelmetallprognose 2022: Gold gut, Silber noch besser!
Von Miningscout (Nils Glasmachers)   |  28.01.2022 06:54
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Heraeus Precious Metals hat die hauseigene Edelmetallprognose für 2022 vorgelegt. Demnach sieht es für Gold aufgrund hartnäckiger Inflation und schwächerem Dollar gut aus. Noch besser sind die Aussichten für Silber.

Den Goldpreis sieht Heraeus Precious Metals im Jahr 2022 in einer Spanne zwischen 1700 USD und 2120 USD pro Feinunze. Aktuell notiert der Markt bei ca. 1800 USD. Demnach läge ein Anstieg um bis zu ca. 17 % im Rahmen der hauseigenen Erwartungen.

Heraeus Precious Metals Goldprognose: Bis zur 2120 USD pro Feinunze

Der Edelmetallhändler konstatiert, dass Risiko anhaltender Inflation sei positiv für Gold. Die Leitzinsen dürften negativ bleiben. Zudem könne der Goldpreis durch einen schwächeren Dollar unterstützt werden. Hier verweist Heraeus Precious Metals auf einen geringfügigen Überhang spekulativer Shortpositionen gegenüber dem US-Dollar.

Zudem werden der Prognose zufolge die Zentralbanken ihre Goldreserven aufstocken. An einen Zuwachs von 400 t wie im Jahr 2021 glauben die Analysten allerdings nicht, da in jenem Jahr größere Zukäufe einzelner Notenbanken eher eine Ausnahme dargestellt haben dürften.

Die Schmucknachfrage wird sich Heraeus Precious Metals zufolge moderat erhöhen. Insbesondere Indien besäße hier viel Potenzial, da sich die Schmucknachfrage dort noch nicht vollständig erholt habe.

Die Minenproduktion wird der Prognose zufolge 2022 leicht über dem Rekordjahr von 2021 liegen.

Eine Belebung des Goldpreises erfordert nach Ansicht der Analysten einen Anstieg der Investmentnachfrage. Diese sei jedoch aufgrund der Inflationssorgen, geopolitischen Spannungen und der hohen Bewertung und Volatilität anderer Assets in Reichweite.

Silber: Mehr Nachfrage, weniger Produktion

Silber wird sich Heraeus Precious Metals zufolge 2022 besser entwickeln als Gold. Aktuell notiert der Markt bei rund 23 USD pro Feinunze und damit eher im unteren Bereich der prognostizierten Spanne von 20-32 USD.

Für die industrielle Silbernachfrage prognostiziert Heraeus Precious Metals ein Wachstum. Dieses werde insbesondere durch erhöhte Nachfrage im Bereich der Photovoltaikanlagen gestützt. Doch auch die Erholung der weltweiten Smartphoneverkäufe, die Einführung von 5G und die stärkere Verbreitung dieser Smartphones auf einen Marktanteil von 47,5 % am gesamten Smartphonemarkt wirken demnach 2022 stützend auf die Nachfrage.

Eine im Jahresverlauf nachlassende Halbleiterknappheit werde auch die Nachfrage aus der Automobilindustrie moderat steigen lassen.

Auch aus der Schmuckindustrie erwartet Heraeus Precious Metals höhere Nachfrage. Die Nachfrage nach Silberschmuck und Tafelsilber dürfte insbesondere aufgrund der Erholung in Indien wieder auf das vorpandemische Niveau zurückkehren.

Die Analysten verweisen zudem darauf, dass die spekulativen Silber Positionen am Terminmarkt deutlich rückläufig waren und somit Potenzial für Nachfrage über den Investmentbereich bestehe.

Platinprognose 2022: Angebot dämpft Potenzial

Für den Platinpreis (aktuell: 1030 USD pro Feinunze) sieht Heraeus Precious Metals aufgrund des hohen Angebots nur begrenztes Potenzial. Der Preis werde sich demnach in einer Bandbreite von 850-1300 USD pro Feinunze bewegen. Der Grund dafür ist ein erwartetes industrielles Überangebot in der Größenordnung von mehr als 1 Millionen Feinunzen.

Die Primärproduktion soll demnach 2022 um 4 % auf 6.400.000 oz. anwachsen. Dazu tragen unter anderem Nachholeffekte bei. Auch die Sekundärproduktion (Recycling) soll zulegen, wenngleich das Potenzial hier aufgrund des angespannten Gebrauchtwagenmarktes begrenzt sei.

Dem steigenden Angebot steht dem Bericht zufolge jedoch auch eine steigende Nachfrage gegenüber. Die Autoindustrie soll fast 3 Millionen Feinunzen und damit 14 % mehr als im Vorjahr nachfragen. Auch aus anderen Bereichen – etwa der Glas- und Silikonproduktion in China – werden mehr Bestellungen erwartet. Für die Schmucknachfrage prognostiziert Heraeus Precious Metals ein moderates Wachstum, wenngleich in China und Nordamerika Rückgänge zu erwarten seien.

Dämpfend wirkt den Analysten zufolge nach wie vor die geringe Investmentnachfrage. Da industriell ein erheblicher Angebotsüberhang bestehe, müsse die Investmentnachfrage deutlich steigen, um Preisanstiege auszulösen.

Palladium: Ausgeglichener Markt

Recht wenig Potenzial sehen die Analysten von Heraeus Precious Metals für Palladium (aktuell: 2350 USD pro Feinunze). Hier wird eine Bandbreite von 1400-2250 USD pro Feinunze prognostiziert. Aktuell läge der Markt somit über der Prognose. Palladium hatte sich zuletzt recht dynamisch nach oben bewegt.

Die Nachfrage nach Palladium aus der Automobilindustrie wird 2022 der Edelmetallprognose zufolge deutlich auf 8,5 Millionen Feinunzen ansteigen. Aus der sonstigen Industrie sollen jedoch weniger Bestellungen kommen, sodass sich laut Prognose ein Rückgang um 6 % ergibt. Insbesondere der Bedarf der chemischen Industrie und des Dentalsektors werde schwach ausfallen.

Die Platinproduktion soll dagegen um rund 7 % zulegen. Der Zuwachs gehe zum einen auf Russland (das die Produktionsprobleme des letzten Jahres weitgehend überwunden hat), zum anderen aber auch auf Südafrika, Simbabwe und Nordamerika zurück. Zudem werde die Sekundärproduktion aufgrund einer höheren Zahl verschrotteter PKWs steigen.

Palladium sei in diesem Jahr ein ausgeglichener Markt. Jegliche Einflüsse auf Angebot und Nachfrage könnten den Analysten zufolge rasch zu einem Überschuss bzw. Defizit führen.

Heraeus Precoius Metals ist einer der weltweit wichtigsten Anbieter von Edelmetallservices- und Produkten. Die Tätigkeit des Unternehmens erstreckt sich über weite Teile der Wertschöpfungskette und umfasst Handel, Edelmetallprodukte und Recycling. Heraeus Precoius Metals ist zudem einer der weltweit größten Refiner von Platingruppenmetallen und ein wesentlicher Akteur im industriellen Edelmetallhandel.

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Kommentare (1)
Uwe Hamann
Uwe Hamann 28.01.2022 9:35
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Noch so ein Geschwafel. Bist du der Schulte mit anderem Namen???
 
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