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Die Herbstrallye, häufig auch Jahresendrallye genannt, ist eine der bekanntesten Kapitalmarktanomalien an der Börse. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass der Effekt bei Aktienmärkten seit über 100 Jahren auftritt. In Rohstoffmärkten sogar deutlich länger. Entsprechend beliebt ist das letzte Quartal auch bei Anlegern, da es in den meisten Fällen am Jahresende besonders einfach ist, Gewinne an der Börse zu erzielen.
Das könnte im aktuellen Jahr auch wieder auf den Dax zutreffen. Dieser befindet sich eigentlich seit einigen Wochen in einer hartnäckigen Seitwärtskonsolidierung. Aber pünktlich zum 1. Oktober hat der Kurs eine starke Bewegung hingelegt. Und diese könnte den Dax endlich auf ein neues Allzeithoch führen ...

(Der Dax befindet sich in einer hartnäckigen Konsolidierung, könnte jetzt aber endlich ausbrechen - Quelle: Tradingview.com)
Saisonalität im Dax wird in den letzten Jahren schwächer
Trotz des starken Starts in den aktuellen Oktober zeigt die Saisonalität im Dax in den letzten Jahren ein eher differenziertes Bild. Während die Trefferquote des letzten Quartals im deutschen Aktienmarkt langfristig bei 80 % liegt, ist diese im 10-Jahresschnitt deutlich schwächer.
So hat der Oktober derzeit eine Trefferquote von 60 % bei einer durchschnittlichen Performance von 1,10 %, der November ebenfalls 60 % bei 3,22 % und der Dezember nur noch eine Trefferquote von 50 % bei einer Durchschnittsperformance von 0,07 % aufzuweisen. Angesichts dieser Daten könnte man sich fragen, wie treffsicher die Saisonalität im Dax aktuell noch ist.

(Die saisonale Stärke der Herbstrallye hat in den letzten Jahren deutlich abgenommen - Quelle: Tradingview.com)
Ein genauer Blick auf den saisonalen Chart erklärt die Abschwächung der saisonalen Stärke im Dax. So werden Trefferquoten und Durchschnittsgewinne stark von den Crash-Jahren 2018, 2020 und 2022 geschmälert. In diesen Jahren kam es allerdings schon vor dem 4. Quartal zu starken Verwerfungen im Aktienmarkt. Nach diesem Muster ist es also eher wahrscheinlich, dass die Herbstrallye dieses Jahr wieder mit voller Kraft im Dax auftritt.
Dax-Kurs erobert den EMA 50 zurück, während das Momentum ansteigt
Ein positives Signal im Dax ist, dass der EMA 200 nicht unterschritten wurde. Dieser gilt als bedeutendster gleitender Durchschnitt, dient oft als starke Unterstützung und wird in der technischen Analyse stark beachtet. Allerdings ist der Kurs zeitweise unter den EMA 50 gefallen, was ebenfalls als bearishes Signal zu werten ist.
Mit dem starken Anstieg der letzten Tage konnte diese wichtige charttechnische Marke allerdings wieder zurückerobert werden. Zudem steigt derzeit auch das Momentum an, wie am Momentumindikator von Tradingivew zu sehen ist und auch das Handelsvolumen ist mit der starken Bewegung überdurchschnittlich angestiegen. Das sind klare Anzeichen für eine Nachhaltigkeit der Rallye und bullishe Signale, die auf einen weiteren Anstieg hindeuten.

(Der Dax-Kurs ist über den EMA 50 gestiegen, während sowohl das Momentum als auch das Handelsvolumen ansteigen - Quelle: Tradingview.com)
Die Situation im deutschen Aktienmarkt sieht also derzeit deutlich besser aus als noch vor wenigen Tagen. Dennoch ist für Trader und Investoren Vorsicht geboten. Das Allzeithoch am oberen Ende der Konsolidierungsrange bei 24.880 Punkten könnte einen harten Widerstand bilden. Sollte der Dax einen Schlusskurs darüber bilden und den Widerstand damit brechen, ist von einem starken Übergang in die Herbstrallye auszugehen. Solange das aber nicht der Fall ist, bleibt die Gefahr eines Abpralls mit erneuten Kursverlusten.
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