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Investment in 3M-Aktien zu riskant?

Von Investing.com (Haris Anwar/Investing.com)Aktienmärkte21.09.2022 06:25
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Investment in 3M-Aktien zu riskant?
Von Investing.com (Haris Anwar/Investing.com)   |  21.09.2022 06:25
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  • 3M kann die potenziellen Folgen seiner juristischen Probleme kaum einschätzen
  • Unlängst erlittene Rückschläge in Gerichtsverfahren setzen die Aktie weiter unter Druck
  • Die steigende Rendite der 3M-Aktie deutet darauf hin, dass weitere Dividendenerhöhungen eher unwahrscheinlich sind

In 3M Company (NYSE:MMM) will in diesen Tagen niemand mehr Geld stecken. Die Aktie des in Minnesota ansässigen Unternehmens ist im vergangenen Monat um mehr als 20 % gefallen, einer der schlimmsten Abverkäufe unter den Industrieriesen in diesem Jahr.

Die negativen Marktaussichten spiegeln die enormen juristischen Herausforderungen wider, vor denen das Unternehmen steht, seit es 2018 einen Rechtsstreit in Höhe von 850 Mio. USD wegen der Verschmutzung des Trinkwassers und der natürlichen Ressourcen in seiner Heimatstadt, der Twin Cities Metropolitan Area, mit Chemikalien beigelegt hat.

MMM Monatschart
MMM Monatschart


Zu diesem Zeitpunkt wussten die Anleger noch nicht, dass dies erst der Anfang der Probleme für das Unternehmen war. In dem größten Gerichtsverfahren in der Geschichte der USA wird 3M vorgeworfen, das Gehör von mehr als 230.000 ehemaligen US-Militärangehörigen geschädigt zu haben, weil ihnen angeblich unwirksame Ohrstöpsel geliefert wurden.

3M ist auch mit landesweiten Klagen wegen angeblicher Verunreinigung durch Perfluoralkyl- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS) konfrontiert. Diese Stoffe werden als "Forever Chemicals" bezeichnet, weil sie extrem langsam abgebaut werden. Sie reichern sich im Wasser, im Boden und im Blut an und führen zu schwerwiegenden Auswirkungen auf Gesundheit und Umwelt.

Im Juli dieses Jahres vereinbarte das Unternehmen außerdem in Belgien eine Einigung in Höhe von 571 Mio. EUR für Abhilfemaßnahmen im Zusammenhang mit PFAS.

Belastende Gerichtsentscheide

Letzte Woche entschied der Bundesrichter, der den Vorsitz im PFAS-Rechtsstreit in den USA innehat, dass das Unternehmen als Auftragnehmer der Regierung nicht vor der Haftung für behauptete Schäden durch die giftigen Substanzen geschützt ist. Diese Frage müssen die Geschworenen entscheiden, sagte Richter Richard M. Gergel in einem Urteil, mit dem er den Antrag des Herstellers auf ein Urteil im Schnellverfahren ablehnte.

Vor dieser Entscheidung war es 3M nicht gelungen, einen anderen Richter davon zu überzeugen, dass das Unternehmen die US-Konkursgesetze nutzen kann, um sich vor einer Lawine von Klagen wegen Personenschäden zu schützen, die im Zusammenhang mit der Ohrstöpselklage eingereicht wurden.

Ein Konkurs der Tochtergesellschaft Aearo Technologies LLC, dem Hersteller der Ohrstöpsel, hätte die Gesamthaftung auf etwa 1 Mrd. USD begrenzt. Nach diesem Urteil bleibt 3M jedoch dem Risiko weiteren Geschworenenurteilen in den Ohrstöpselverfahren ausgesetzt, in denen laut einem Bericht des Wall Street Journal in den wenigen Fällen, die vor Gericht kamen, 265 Mio. USD an Schadensersatz gegen 3M zugesprochen wurden.

Mangelnde Transparenz

Für die Anleger bedeuten diese Klagen, dass sie nur wenig Einblick in das Ausmaß der Kosten haben, die sich aus diesen Verfahren ergeben, bei denen es Jahre dauern kann, bis sie abgeschlossen sind. Der Nettogewinn im 2. Quartal, das am 30. Juni endete, fiel von 1,5 Mrd. USD im Vorjahr auf 78 Mio. USD, nachdem das Unternehmen 1,2 Mrd. USD vor Steuern für die Beilegung eines Rechtsstreits im Zusammenhang mit Ohrstöpseln aufwenden musste.

Laut einer Anlegernotiz von Morgan Stanley setzt der Markt die kombinierten Verbindlichkeiten aus Combat Arms und PFAS um etwa 15 Mrd. USD zu niedrig an.

Diese juristischen Probleme und die komplexe Struktur des Unternehmens haben dazu beigetragen, dass die 3M-Aktie in den letzten fünf Jahren kontinuierlich schwach abschnitt und um 45 % abstürzte. In einer Umfrage von Investing.com unter 22 Analysten erhielt 3M lediglich zwei Kaufempfehlungen.

3M Konsensschätzungen
3M Konsensschätzungen

Quelle: Investing.com

In dieser Zeit hat die Aktie des direkten Konkurrenten Honeywell International (NASDAQ:HON) um mehr als 30 % zugelegt, während der Dow Jones Industrial Average ähnliche Zuwächse verzeichnete.

Das Unternehmen versucht jedoch, seinen Kurs zu korrigieren, indem es rasche Umstrukturierungen vornimmt, u.a. indem es sein milliardenschweres Gesundheitsgeschäft ausgliedert. Dieser drastische Schritt, der im Juli angekündigt wurde, wird das Unternehmen umgestalten und soll eine einmalige Dividende von 7 bis 8 Mrd. USD einbringen.

Dieser Betrag könnte zur Tilgung von Schulden oder zum Rückkauf von Aktien verwendet werden, aber ein solcher aktionärsfreundlicher Kurs wird nach den juristischen Rückschlägen immer unwahrscheinlicher, so dass das Unternehmen möglicherweise einen größeren Rücklagenfonds für künftige Rechtsstreitigkeiten unterhalten muss.

Ein weiteres Risiko für 3M-Anleger ist die jährliche Dividende des Unternehmens von 5,96 USD pro Aktie. Die rasant steigende Rendite der 3M-Aktie, die jetzt bei über 5 % liegt, deutet darauf hin, dass das Unternehmen gezwungen sein könnte, seine Ausschüttungen zu kürzen, die sich auf rund 4 Mrd. USD pro Jahr belaufen, wenn die Verbindlichkeiten aufgrund von rechtlichen Verbindlichkeiten zunehmen und das Unternehmen Barmittel aufbringen muss.

3M Entwicklung der Dividende
3M Entwicklung der Dividende

Quelle: InvestingPro

Fazit

Der jüngste Abverkauf der 3M-Aktie deutet darauf hin, dass sich dieser Industrieriese inmitten einer tiefgreifenden Krise befindet, die noch lange nicht überwunden ist. Obwohl die Umstrukturierung ermutigend ist und der Muttergesellschaft viel Geld einbringen könnte, ist jetzt nicht der richtige Zeitpunkt, um auf diese Aktie zu setzen, insbesondere wenn sich die Rechtsstreitigkeiten verschärfen und die Wirtschaft auf eine Rezession zusteuert.

Offenlegung: Haris Anwar ist derzeit in keinen der hier erwähnten Aktien investiert.

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Kommentare (2)
Kd Bur
Kd Bur 24.09.2022 17:21
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Man sollte so eine Firma zerschlagen, enteignen und verkaufen. Den Erlös für den entstandenen Schaden bereit stellen. Wenn das nicht reicht sollten die Manager mit ihrem kompletten Privatvermögen haften!!
24.09.2022 17:21
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Wtf? Wie kann man in einem Kommentar so viel Nonsense absondern?!
Bernd Engel
Bernd Engel 24.09.2022 17:21
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Für diese Firma arbeiten tausend Mitarbeiter und eine Zerschlagung des Unternehmens wäre für die eine Katastrophe. Das eine Firma wegen des Fehlers einet Tochtergesellschaft in den Konkurs geht ist nicht nachvollziehbar.
Rj Kknh
Rj Kknh 24.09.2022 16:47
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